Vodafone sperrt bei seinen Kabelanschlüssen Zugriffe auf Streaming-Portal Kinox.to

13.02.2018 09:52 Uhr | maniacu22

Seit Anfang diesen Monats haben eine Vielzahl an Internetkunden mit Vodafone Kabelanschluss das Problem, nicht mehr auf das Streaming-Portal Kinox.to zugreifen zu können. Als Grund hierfür wird eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts München auf Antrag von Constantin Film genannt, welche den Netzbetreiber dazu auffordert, das teils in einer Grauzone, teils aber auch illegale Streaming-Portal auf eine sogenannte Blacklist zu setzen

Nicht wenige Internet-Nutzer haben schon von Streaming-Portalen wie beispielsweise Kinox.to gehört oder nutzen diese auch regelmäßig, um sich Serien oder auch neueste Filme auf den heimischen Bildschirm zu streamen. Allerdings liegt die Nutzung eines solchen Portals immer noch in einer rechtlichen Grauzone. Seit Anfang Februar müssen dies jetzt auch die Nutzer eines Kabelanschlusses beim Netzbetreiber Vodafone feststellen, welcher vom Landgericht München eine einstweilige Verfügung erhalten hat, seinen Nutzern den Zugang zu Kinox-to zu verweigern. Vodafone-Kabel-Kunden erhalten nun beim Aufrufen der Seite Kinox.to folgenden Hinweis:

Auf Anfrage der Kollegen von golem.de erhielten diese von einer Unternehmenssprecherin von Vodafone folgende Aussage: „Aufgrund einer von Constantin Film erwirkten einstweiligen Verfügung, die am 1. Februar 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, ist Vodafone aufgefordert, die Angebote des Portals Kinox für seine Internetkunden der Vodafone Kabel Deutschland zu sperren.“

Eine offizielle Stellungnahme seitens Vodafone bleibt allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch aus, da es sich um ein laufendes Verfahren handele. Bei der Sperrung handelt es sich um Grunde aber „nur“ um eine DNS-Blockierung, welche sich durch die Nutzung alternativer DNS-Dienste umgehen lassen soll. Allerdings ist jeder Nutzer für sein Handeln selbst verantwortlich, da eine Verwendung des Dienstes weiterhin nicht als legal angesehen wird.

Meinung des Autors

Der ewige Kampf gegen eine legale Nutzung von Streaming-Portalen mit top-aktuellen Inhalten geht in die nächste Runde. Auch wenn viele Kinox-to-Anhänger und Rechtsexperten hier der Meinung sind, dass ein solcher Sperrmechanismus einen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis darstellt, sollten gerade Menschen mit dieser Denkweise mal darüber nachdenken, wie es sich mit dem Urheberrecht verhält, gegen welches sie beim Streamen von Inhalten verstoßen, die vielleicht noch nicht einmal oder gerade eben im Kino angelaufen sind. Ich persönlich definiere ein solches Verhalten als Schmarotzertum und kann solche einstweiligen Verfügungen uneingeschränkt unterstützen. Das die Preise von Kinokarten eindeutig zu hoch sind, da gehe ich mit, allerdings sollte für jedwede Dienstleistung auch ein entsprechender Gegenwert geleistet werden, oder wie seht ihr das?
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