Unity 2018 Interactive Demo zeigt Möglichkeiten von zwei unterschiedlichen Render Pipelines

22.01.2018 20:50 Uhr | maniacu22

Im Vergleich zu der bereits verfügbaren, äußerst realistisch wirkenden Unreal Engine 4, setzen die Macher der Unity Engine auf neue „scriptable Rendering Pipelines“, welche sich flexibel sowohl auf High-End-PC-Systemen als auch deutlich leistungsschwächeren Computern zu Hause fühlen soll. Auf diese Weise sind programmierbare Objekte leichter skalierbar und können je nach Anwendungsgebiet nun fotorealistische Texturen und Objekte für High-End-Hardware ermöglichen aber auch eine überzeugende Darstellung auf deutlich leistungsschwächeren Systemen ermöglichen

Grafik-Entwickler, welche in Zukunft auf die neue Unity Engine setzen, werden selbst entscheiden können, welche Rendering Pipelines verwendet werden soll und welche nicht. Aktuell ist es noch so, dass Forward Rendering und Deferred Rendering gleichzeitig angewendet werden müssen. Mit der neuen Unity Engine 2018 soll das aber der Vergangenheit angehören, da neue Scriptable Render Pipelines eingeführt werden, die sich in zwei Kategorien unterscheiden.

Lightweight Rendering Pipeline

Einerseits wird es die Lightweight Rendering Pipeline geben, die für leistungsschwächere Systeme vorgesehen sein soll. Neu ist hier, dass diese Pipeline ohne Computer Shader auskommt und ein Single-Pass Forward Rendering ausführt, was die Anzahl der Draw Cals reduzieren soll. Die Vorteile der dadurch verringerten Latenzen werden durch nur noch acht Lichtquellen pro Objekt und einer geringfügig höheren Shader-Komplexität erkauft, was speziell bei VR-Andwendungen als positiv angesehen werden kann.

HD Rendering Pipeline

Im Vergleich dazu bietet die neue Unity Engine 2018 auch eine High Definition Rendering Pipeline, welche sämtliche modernen Funktionen wie beispielsweise das Shader Model 5 von aktueller High-End-Hardware ausreizt und somit alle möglichen Effekte und Funktionen aufbietet. Wie realistisch die Unity Engine auf aktueller High-End-Hardware aussehen kann, zeigt auch eindrucksvoll eine neue Techdemo, welche den Namen „Book of the Dead“ trägt:

Detailliertere Informationen zu den neuen Rendering Pipelines lassen sich über die Unity-Webseite abrufen.

Meinung des Autors

In ein paar Jahren wird man zwischen realer Natur und der Darstellung einer entsprechenden Grafik-Engine kaum mehr Unterschiede wahr nehmen können. Einzig vielleicht der Geruch und/oder die VR-Brille auf der Nase verraten vielleicht noch, was real ist und was nicht. So schön das auch ist, macht es mir trotzdem irgendwo auch Angst, oder besser gesagt, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Es ist schon erstaunlich, wozu aktuelle High-End-Hardware in der Lage ist, findet ihr nicht auch?
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