Sprachassistentin Cortana soll mit kommenden Redstone-5-Update aus der direkten Windows-Suche ausgeschlossen werden

16.01.2018 09:56 Uhr | maniacu22

Nicht wenige Nutzer kommen mit dem Umstand klar, mittels Spracheingabe mit dem Computer zu kommunizieren beziehungsweise dass sich die digitale Sprachassistentin Cortana auch in die gewöhnliche Windows-Suche einmischt. Das scheint nun auch Microsoft eingesehen zu haben, da mittlerweile Gerüchte im Umlauf sind, Cortana mit dem für Herbst diesen Jahres angekündigten Redstone 5 Update (Windows 10 Version 1809) aus der direkten Windows-Suche zu entfernen und sie im bis dahin erweiterten Info-Center neu zu beheimaten

Windows 10 und seine digitale Sprachassistentin Cortana ist für viele Nutzer eine Geschichte für sich. Nicht nur, dass Cortana ausschließlich in der US-Version von Windows 10 ihre größten Stärken ausspielen kann, während diese zum Beispiel in der hiesigen deutschen Version doch als sehr beschnitten zu bezeichnen ist, wollen auch viele Windows-10-Nutzer nicht, dass sich eine digitale Sprachassistentin in die gewöhnliche Windows-Suche einmischt. Wie Zac Bowden von Windows Central jetzt über Insider in Erfahrung gebracht haben möchte, plant Microsoft hinsichtlich der Bedienung von Cortana einen Rundumschlag durchzuführen, welcher diese aus der bisherigen Such-Funktion von Windows 10 ausschließt und sie im neu überarbeiteten Info-Center neu beheimatet. Zusätzlich soll auch noch die Interaktion mit Cortana insofern verändert werden, dass die bisherige Hauptkommunikationsform der Spracheingabe auf Texteingabe umgestellt wird. Wer weiterhin mit Cortana in gesprochenem statt geschriebenem Wort kommunizieren möchte, soll das auch weiterhin können. Der Schwerpunkt wird aber auf die schriftliche Kommunikation gelegt, wodurch Cortana dann eher zu einer Chatpartnerin mutiert.

Zukünftig, also mit dem Erscheinen von Redstone 5 im Herbst diesen Jahres, könnte das neu überarbeitete Info-Center dann alle Meldungen von Cortana unter einer Oberfläche vereinen. Bisherige Planungen sehen also vor, die unten rechts befindlichen „Quick Actions“ zu entfernen und in ein komplett neu überarbeitetes Info-Center zu transferieren, welches höchstwahrscheinlich dann auch eine neue Bezeichnung erhält, um dann auch die Integration von Cortana zu verdeutlichen.

Da aus dem Bericht von Zac Bowden zwar hervorgeht, dass diese Informationen zu den Änderungen von einem internen Microsoft-Mitarbeiter stammen, aber nicht, ob diese bereits als „definitiv“ bewertet oder eher als „möglich“ bezeichnet werden, wird man abwarten müssen, wie viel von diesen Andeutungen die Entwicklungsabteilung von Microsoft umzusetzen gedenkt. Bis Herbst ist noch viel Zeit und Microsoft hat uns nun schon mehrmals gezeigt, dass nicht immer alle Ankündigungen so umgesetzt werden, wie sie einst geplant gewesen sind.

Meinung des Autors

Die Planung, um mit Cortana auch nur mittels Texteingabe kommunizieren zu können, dürfte vielen Nutzern (einschließlich mir) sehr entgegen kommen. Nicht nur, dass die aktuelle Sprachausgabe zumindest hier in Deutschland als "Witz" bezeichnet werden kann, wenn sie denn überhaupt mal funktioniert, dürfte es logischer erscheinen, dass auf eine Eingabe in Textform auch eine Ausgabe in selbiger Form erscheint. Zudem wird nicht mehr zwingend ein Micro benötigt, welches viele Nutzer ja auch mit "Abhörgefahren" verbinden. Zudem bedarf das Info-Center dringend eines Umbaus, da ich jedes Mal, wenn dort eine Zahl steht, nicht weiß, ob es sich um ein Update, einen Fehler oder auch nur um eine Meldung handelt, dass gerade irgend ein Programm oder Tool gestartet worden ist - what? Was haltet ihr von der Idee bzw. dieser geplanten Änderung, Cortana sowie das Info-Center komplett zu überarbeiten? Wünschenswert oder zwingend notwendig?

Ähnliche Artikel

Oben