So gelangt man an detaillierte Hardwareinformationen des eigenen PCs

11.12.2017 15:20 Uhr | maniacu22

Ist man in einem Computer-Forum auf der Suche nach Hilfe, empfiehlt es sich in den meisten Fällen auch Informationen über die eigene Hard- und Software anzugeben, die zur Lösung des Problems von essentieller Bedeutung sein können, da die Helfenden bei einem „Ich benötige Hilfe“ meist genauso ratlos dastehen, wie der Hilfesuchende selbst. Allerdings kann und muss nicht jeder Computer-Nutzer über das genaue Innenleben seines Rechners Bescheid wissen – man sollte aber wissen, wie man an solche Informationen gelangt. Bei einem PC von der Stange ist das recht einfach, da dieser einer genauen Bezeichnung folgt, deren Konfiguration von den Helfenden über Google und Co. gefunden werden kann. Bei individuell zusammengebauten PCs ist das schon etwas schwieriger. Allerdings gibt es auch hier diverse Möglichkeiten, von denen wir in diesem Praxis-Tipp eine sehr einfache und gleichzeitig effektive vorstellen möchten

Oftmals reicht es nicht aus, wenn bei der Erstellung eines Hilfe-Threads hier oder in anderen Foren ausschließlich die Version des Betriebssystems angegeben wird, da der sogenannte Fehlerteufel oftmals im Detail zu finden ist. Zu diesen Details zählen zum Beispiel auch die Versionsnummern der verwendeten Anwendungs-Programme sowie auch Informationen zur verwendeten Hardware. Hat man sich einen Fertig-PC von Herstellern wie Dell, HP oder auch Medion gekauft, ist es für die Helfenden relativ einfach, an die entsprechenden Hardwarekonfigurationen zu gelangen und somit auch hilfreiche Antworten geben zu können.

Sollte das Sorgenkind PC allerdings mit oder auch ohne fremde Hilfe individuell zusammengestellt worden sein, sind natürlich auch in diesem Fall detaillierte Informationen über Mainboard, BIOS-Version, CPU, Grafikkarte, Speicher, Treiber-Versionen und vieles mehr notwendig, um dem Fehlerteufel auf die Schliche zu kommen. Nicht jeder PC-Nutzer weiß allerdings, von welchem Hersteller das Mainboard ist oder welche BIOS-Version dort installiert ist. Auch die Wenigsten Nutzer, wollen den PC öffnen, um nachzusehen oder sich dazu in den Weiten des BIOS verirren. Für genau solche Fälle sind Systemanalyse-Tools wie zum Beispiel HWiNFO programmiert worden, die sogar als portable Version nicht einmal auf dem entsprechenden Rechner installiert, sondern einfach nur ausgeführt werden können.

Das Tool HWiNFO eignet sich hervorragend für die Angabe von Systemkomponenten, da es nicht nur Informationen zu Prozessor, Arbeitsspeicher, Mainboard, Grafikkarte, Systemspeicher, Soundkarte, Netzwerk und Co. auflistet, sondern auch die genaue Angabe zu angeschlossenen Monitoren liefert, die von Windows selbst meist nur als Plug´n-Play fähige Monitore ausgibt. Die gesammelten Daten werden zudem nicht nur in übersichtlichen Diagrammen dargestellt, sondern können auf Wunsch auch in verschiedene Formate wie CSV oder XML exportiert werden, um diese zum Beispiel in Form eines Mail-Anhangs verschicken zu können.

Eine weitere, sehr mächtige Option besteht in der Echtzeit-Überwachung mit der Bezeichnung „Sensors“, mittels welcher unter anderem auch sämtliche Temperaturen, beginnend mit denen der CPU, über das Mainboard, RAM, Festplatten/SSDs sowie auch die der Grafikkarte genau ausgelesen werden können. Wer möchte, kann auch die in HWiNFO integrierte Benchmark-Funktion nutzen, über welche die Leistung einzelner Systemkomponenten analysiert und mit anderen PC-Modellen verglichen werden kann.

Den Download von HWiNFO könnt ihr direkt auf der Webseite anstoßen, wobei ihr hierzu aber in Erfahrung bringen solltet, ob ein 32- oder 64-Bit Betriebssystem verwendet wird. Empfehlenswert ist hier der Download als portable Version, da diese nicht gesondert installiert werden muss und direkt von einem USB-Stick verwendet werden kann.

Meinung des Autors

Ein neuer Thread im Forum mit dem Titel "Geht nicht" hilft keinem wirklich weiter. Oftmals können dann auch noch wichtige Informationen bezüglich der eingesetzten Hardware nicht genannt werden. Für solche Fälle eignen sich Tools wie HWiNFO richtig gut. Selbst für PC-Verteranen wie unsereins kann HWiNFO immer noch auf die Schnelle Informationen wie zum Beispiel die BIOS-Version bereitstellen, für die man ansonsten eben einen Besuch im BIOS einplanen müsste. Einfach als portable Version auf einen USB-Stick gezogen und schon hat man ein mächtiges Toll an seiner Seite, welches wirklich sämtliche im PC befindliche Hardware extrem detailliert aufschlüsseln kann.

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