Sharp und Qualcomm kooperieren bei der Entwicklung sparsamer LCD-Displays

04.12.2012 19:01 Uhr | POINTman

Der seid einiger Zeit in Schieflage befindliche Elektronik-Konzern Sharp, bekommt mit dem Chip-Entwickler Qualcomm einen gewichtigen Teilhaber um seine Sanierung voran zu treiben

Ende November tauchten erste Gerüchte auf, das der japanische Elektronik-Riese Sharp auf der Suche nach größeren Investoren wäre, um seine aufgestauten finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen. In diesen Meldungen wurden Branchen-Größen wie Foxconn, Dell, Intel und auch Qualcomm in den Raum gestellt, wobei zu diesem Zeitpunkt auch über eine komplette Übernahme spekuliert wurde. Wie nun Reuters berichtet, haben sich Sharp und der SoC-Entwickler Qualcomm auf eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Display-Technik geeinigt.

Der jetzt bekannt gewordenen Deal umfasst eine Finanzspritze für Sharp in Höhe von rund 46,5 Millionen Euro, die in Form von neu ausgegebenen Aktienanteilen ausfällt. Sollte sich die Kooperation kurzfristig für den SoC-Fertiger Qualcomm als erfolgversprechend erweisen, stellt das Unternehmen eine weitere finanzielle Stütze von nochmal rund 46,5 Millionen Euro für Sharp in Aussicht. Mit dieser Investitionssumme würde Qualcomm dann insgesamt rund 5 Prozent an Sharp-Aktien halten.

Zusammen mit Sharp will der Chip-Fertiger aus dem Mobil-Bereich die Entwicklung von neuen LCD-Panels vorantreiben und legt hier einen großen Augenmerk auf die IGZO-Technik. Der Vorteil dieser Technik ist vor allem die Effizienz gegenüber aktuellen Displaytechnologien, zudem soll auch die Auflösung für größere Bildschirme wie zum Beispiel Monitore oder Fernseher im Business-Bereich weiter gesteigert werden. Wie sich die Zusammenarbeit für Qualcomm genau rechnet oder welche Ziele das Unternehmen damit im speziellen verfolgt, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Etwas ungewöhnlich ist diese Zusammenkunft unterdes schon.

Quelle: Reuters/CB
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