Sapphire AMD Radeon RX 560 Pulse nun auch mit einer TDP von nur 45 Watt und somit frei von separatem Stromanschluss

27.04.2018 09:04 Uhr | maniacu22

Der Grafikkarten-Spezialist und AMD-Boardpartner Sapphire hat mit der Radeon RX 560 Pulse (11267-22) einen Ableger des günstigen 3D-Beschleunigers angekündigt, welcher anders als die vielen im Dezember vergangenen Jahres vorgestellten, aber abgespeckten Modelle weiterhin auf dem Vollausbau des Polaris 21-Chips setzt. Das Interessante an dem Neuzugang ist die TDP, die nicht wie beim Referenz-Modell 80 Watt, sondern durch eine leichte Taktreduzierung des Chips lediglich nur noch 45 Watt beträgt und somit einen separaten Stromanschluss zum Netzteil obsolet macht

Auch oder gerade weil AMDs Polaris-21-Chip eher im unteren Leistungssegment angesiedelt ist, hat sich der Boardpartner Sapphire überlegt, wie man diesen Chip in Form der Radeon RX 560 attraktiver gestalten könnte. Herausgekommen ist die Radeon RX 560 Pulse (11267-22), welche statt der üblichen TDP des Referenz-Modells in Höhe von 80 Watt und einem dafür notwendigen 6-Pin-Stromanschlusses nunmehr auf eine TDP von 45 Watt gedrosselt werden konnte, wodurch die Spannung des PCIe-Slots auf dem Mainboard vollkommen ausreicht und einen separaten Stromanschluss obsolet macht.

Wie ein Blick ins Datenblatt zeigt, wurden dafür weder die Shadereinheiten oder auch der Videospeicher beschnitten, wie dies noch im Dezember bei der Radeon RX 560D der Fall gewesen ist. Sapphire war es wichtig, auch die 45-Watt-Version im Polaris-21-Vollausbau zu belassen, womit die vollen 16 Shadereinheiten einhergehend mit 1.024 Streamprozessoren beibehalten wurden. Ebenfalls wurden die vier TMUs pro Cluster beibehalten, wodurch weiterhin 64 Textureinheiten bereitgestellt werden können. Ach der wahlweise mit 2 oder auch 4 GB verfügbare GDDR5-Videospeicher wurde nicht angerührt, wodurch dieser weiterhin über ein 128-Bit breites Speicherinterface mit der GPU kommuniziert.

Das eigentliche Kunststück zur Reduzierung der TDP ist Sapphire durch eine leichte Reduzierung des Chiptaktes gelungen, welcher nun 1.216 MHz statt der üblichen 1.300 MHz (1.275 MHz Referenz) im Boost beträgt. Da die Karte allerdings noch brandneu ist und nach und nach im Handel eintrudelt, fehlt es aktuell noch an Tests, welche belegen können, ob und inwieweit sich der Boost-Takt in der Praxis halten lässt. Es ist anzunehmen, dass die Karte unter Dauerbelastung nicht die 1.216 MHz im Boost halten können wird. Da sich das Modell auf seiner Verpackung durch keine gesonderte Bezeichnung von den bisherigen Modellen mit separaten Stromanschluss absetzen kann , sollte der interessierte Käufer unbedingt auf die zusätzliche Bezeichnung (11267-22) achten.

Meinung des Autors

Für gewöhnliche Multimedia-PCs ist die Radeon RX 560 ganz ausreichend, für mehr allerdings auch nicht. Aber gerade in solch einem Einsatzszenario finde ich es schön, dass der Anwender eine Karte erhält, die er einfach einstecken kann, ohne auf separate Stromanschlüsse achten zu müssen. Wenn jetzt noch die durch das Krypto-Mining immer noch erhöhten Preise etwas fallen würden, wäre diese Karte eine richtig gute Alternative, auch wenn ich persönlich die neuen Raven Ridge APUs (Ryzen 3 2200G(E) sowie Ryzen 5 2400G(E)) für ein neues Multimedia-PC-Projekt favorisieren würde.

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