Samsung steigt mit eigenen Entwicklungen in den Markt für Server-Prozessoren ein?

20.11.2012 11:20 Uhr | POINTman

Scheinbar arbeitet Samsung derzeit an eigenen Server-Prozessoren auf Basis des eigentlich für Mobil-Geräte angedachten ARM Cortex A15 SoCs

Der Elektronikriese Samsung gehört nicht nur bei Smartphones und Tablets zu den großen Herstellern, sondern entwickelt überdies seine Prozessoren und auch Speicherbausteine für die mobilen Endgeräte zum großen Teil selbst. Dazu zählten unter anderem die hauseigenen ARM-SoCs der Exynos-Baureihe, die sich aktuell durch eine bestechende Performance auszeichnen. Wie AMD, überdenken offenbar nun ebenfalls die Koreaner, ihre Kompetenzen im Bereich der ARM-Prozessor-Entwicklung in den ertragreichen Server-Bereich ein zu bringen und eigene Lösungen zu entwickeln.

Dazu hat Samsung, als einer der wichtigen Partner von ARM für die neue Cortex-A15-Reihe, die dann mit einer 64-Bit-Architektur aufwartet, erste Exemplare für 2014 angekündigt. Zwar hat der Hersteller noch keine genaueren Details dazu bekannt gegeben, wie die neue Architektur in seinen Exynos-Chips umgesetzt werden soll, es ist aber davon aus zu gehen das sich für Samsung dieser Neueinstieg lohnen könnte.

Künftig würden dann neben den schon jetzt in vielen Server-Systemen eingesetzten Samsung-Bauteilen, komplexe Server-Plattformen aus einer Hand entstehen, mit denen sich deutlich höhere Gewinne erzielen ließen als mit einzelnen Chips für Smartphones und Tablets. Dazu würde auch die im März bekannt gewordene Meldung passen, das Samsung Pat Patla, von AMD für sich gewinnen konnte, der dort maßgeblich an der Entwicklung der Opteron-Serverprozessoren beteilitgt war und sich nun mit ARM-Chips für Server beschäftigen würde.

Oben