PC-reinigen: richtig gemachtes Clean-Up von Gehäuse, Grafikkarte sowie CPU-Kühler - UPDATE

08.08.2018 12:45 Uhr | maniacu22

Der Sommer mit seinen Temperaturen jenseits der 30 Grad steht wieder vor der Tür, wodurch auch die Rechner auf der nördlichen Halbkugel genau wie wir Menschen mit der Hitze zu kämpfen haben werden. Insbesondere die luftgekühlten Rechnersysteme haben die Eigenart, teilweise als Staubsauger zu fungieren, wodurch sich nicht nur die Lüfter, sondern auch die Kühlkörper und gegebenenfalls die Staubfilter derart mit Dreck zusetzen. Dadurch kann die Kühlleistung herabgesetzt werden, was oftmals zum Hitzetot der Hardware führt. Damit dieses Worst-Case-Szenario nicht eintritt, möchte ich euch noch einmal rechtzeitig diesen Ratgeber ins Gedächtnis rufen

UPDATE vom 08.08.2018 – 14:45 Uhr

Der diesjährige Sommer sprengt bezüglich der Temperaturen alle Rekorde. Diese hohen Temperaturen bis fast 40° Celsius sind nicht nur für unser Wohlbefinden eine Katastrophe, sondern auch für die von uns verwendete Technik. Um letztere mit einem möglichst langen Leben zu versehen, weisen wir noch einmal auf unseren Clean-Up-Artikel hin, welcher beschreibt, wie man das Gehäuse, die Grafikkarte uns auch den CPU-Kühler professionell von Staub und Ablagerungen befreit, damit die maximal mögliche Kühlleistung zum Tragen kommt.

UPDATE vom 31.05.2017 – 16:09 Uhr

Mit Temperaturen von mehr als 30 Grad scheint seit Ende vergangenen Wochenendes der Sommer in Deutschland Einzug gehalten zu haben. Auch wenn es jetzt schon wieder leicht abgekühlt ist, werden die warmen Tage mit Sicherheit wieder kommen, an denen nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Hardware – sprich der Computer – mit Hitzeproblemen zu kämpfen haben wird. Aus diesem Grund möchte ich euch an den Frühjahrsputz beziehungsweise die Reinigung eures PCs aufmerksam machen, damit auch eure Technik an den warmen Tagen immer einen „kühlen Kopf“ bewahren kann.

Original-Ratgeber vom 18.06.2013 15:27 Uhr:

Anhand eines Beispiels wollen wir euch erläutern, worauf es bei der Reinigung eines PCs ankommt. Als Beispielrechner dient uns zwar ein betagter AMD 64 in einem Chieftech CS601-Gehäuse, soll aber trotzdem stellvertretend für sämtliche Rechner-Generationen gelten.

Vorbereitung:
Viele Computerbesitzer haben neben ihrem Rechner auch noch einen Drucker, Maus und Tastatur, Scanner (falls nicht schon als Multifunktionsgerät), Boxen, Mikrofon und/oder Webcam, Joystick, Gamepad, externe Festplatten und noch vieles mehr am Computer angeschlossen. Diese vielen Kabel zu unterscheiden, kann einen „normalen“ User schon überfordern, solche Fälle sind leider bekannt. Deshalb ist es wichtig, dass man die Kabel gewissenhaft entfernt und sich diese vielleicht markiert. Desweiteren ist ein Tisch ein sinnvoller Platz für die Reinigung, da man dort auf einer optimalen Höhe arbeiten kann.

Benötigte Werzeuge:
Je nach Verschmutzungsgrad sind mehr oder auch weniger Werkzeuge notwendig, wir beschränken uns in folgender Liste auf die wichtigsten Utensilien:

  • Kreuzschraubendreher in diversen Größen (magnetisch von Vorteil)
  • ein großer weicher Pinsel
  • Druckluft, entweder aus einem Kompressor oder aus der Dose (gibt es im Elektronikfachmarkt)
  • Tücher, entweder aus Stoff oder auch Küchenrolle
  • eine Flasche Glasreiniger
  • Wärmeleitpaste (um die alte zu erneuern)
  • Spatel zum Auftragen der Paste, ist kein Spatel vorhanden, reicht auch ein Stück Papier oder eine Geldkarte
  • Bei stärkerer Verschmutzung Staubsauger mit schmaler Düse
  • Antistatikband um elektrostatische Aufladungen und der damit verbundenen möglichen Beschädigung der Komponenten vorzubeugen


Die Reinigung:

Bevor man mit der Reinigung beginnt, sollten alle möglichen Türen/Klappen/Fenster des Gehäuses entfernt werden. Viele Gehäuse haben Rändelschrauben, andere durchdachte Schraubenlose Mechanismen, die Seitenwände der meisten Gehäuse sind jedoch mittels Kreuzschrauben befestigt.
Durch Entfernen der Schrauben gelangen wir an das Innenleben des Computers und verschafft sich einen ersten Überblick zum Grad der Verschmutzung.

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Die Bilder sprechen für sich, dennoch haben wir schon schlimmer gewartete PCs gesehen. So gesehen kann man den Verschmutzungsgrad unseres Probanten ins gute Mittelfeld einordnen, dennoch ist eine Reinigung notwendig. Als nächsten Schritt haben wir noch die Frontblende entfernt und können erkennen, dass trotz fehlender Frontlüfter eine Menge Staub und Schmutz angesogen wurde, welcher den Luftstrom zwar noch nicht behindert, aber dennoch einer zwingenden Reinigung bedarf. Für den groben Schmutz empfiehlt es sich, gleich den Staubsauger zu benutzen (nur an Gehäuseteilen), den Rest entfernt man mittels Druckluft sowie dem weichen Pinsel.

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Nach dem Entfernen des groben Schmutzes kann man, je nachdem wie Sauber man es haben möchte, den „Feinstaub“ mit Glasreiniger auf einem Lappen reinigen. Der Teil des Lufteinlasses ist jetzt „bereinigt“. Im hinterem Teil des Gehäuses, wo sich das Netzteil sowie zwei Lüfter befinden, sollte ebenfalls eine gründliche Reinigung erfolgen, bevor die Lüfter aufgrund von zu viel Dreck ihren Dienst quittieren. Zum Reinigen der Lüfter wird empfohlen, diese auszubauen und mittels Pinsel und Druckluft vom gröbsten Schmutz zu befreien. Anschließend werden die Ventilatoren noch mit einem feuchten Tuch (Glasreiniger) in einen neuwertigen Zustand versetzt. Bevor man die Lüfter wieder einsetzt, sollten die Lüfteröffnungen ebenfalls gereinigt werden. Je nach Gehäuse und verbauter Lüfter kann dieser Arbeitsschritt mehr oder weniger zeitaufwändig ausfallen.
Nachdem alle Gehäuselüfter gereinigt sind, kommen die Komponenten an die Reihe, welche ebenfalls mit Luft gekühlt werden.

Die Grafikkarte:
Um die Grafikkarte auch effektiv Reinigen zu können, wird empfohlen, diese auszubauen. Zum Ausbau ist es nötig, die Stromzufuhr vom Netzteil zu trennen sowie die Arretierung am Kartenslot zu lösen. In unserem Fall handelst es sich zwar um eine AGP-Karte, aber bei PCIe gibt es diese Arretierung auch, wenn auch in etwas anderer Form. Wieder einmal kommt der weiche Pinsel zum Einsatz welcher mittels Druckluft unterstützt wird.

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ACHTUNG, nur für Fortgeschrittene und auf eigene Gefahr!!!
Wer wie in unserem Fall schon Erfahrungen mit Grafikkartenkühlern gemacht hat, kann diesen auf eigene Gefahr entfernen um durch komplettes Zerlegen ein gründlicheres Reinigungsergebnis erzielen. Zugleich kann in diesem Zuge auch die Wärmeleitpaste erneuert werden. Resultat ist eine fast neuwertige Grafikkarte, obwohl die in unserem Fall verwendete ATI 9800 Pro mitsamt ArcticCooler von HIS schon ein Museumsstück darstellt.

Der Prozessor:
Wie auch schon bei der Grafikkarte empfehlen wir diesen Schritt nur Usern, die sich damit auskennen bzw. das Risiko kennen! Für alle, die sich das nicht zutrauen, reicht die Reinigung mittels Pinsel und Luftdruck.
Um auch hier ein besseres Reinigungsergebnis zu erhalten, haben wir kurzerhand den CPU-Kühlkörper vom Sockel getrennt und man kann deutlich erkennen, dass selbst unter dem Kühlkörper, neben dem Sockel (in unserem Fall der betagte Sockel 939) mehr als genug Schmutz vorzufinden ist, welcher sich ohne das Entfernen schwer beseitigen hätte können. Zudem lässt sich auch sehen, dass die Wärmeleitpaste nicht mehr taufrisch und eine „Neubestückung“ sinnvoll ist.

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Den CPU-Kühlkörper haben wir mittels Pinsel und Druckluft absolut sauber bekommen. Der Lüfter des Kühlers wurde ebenfalls mittels Druckluft und anschließend mit einem feuchten Tuch gereinigt. Mit diesem Tuch haben wir ebenfalls die Reste der Wärmeleitpaste entfernen können. Gleiches haben wir noch mit dem Prozessor vor, welcher dazu vom Sockel entnommen wird und ebenfalls mit einem weichen Tuch bearbeitet wird.
Mittels Druckluft und unter Zuhilfenahme des Pinsels haben wir den Schmutz rings um den Sockel ebenfalls entfernen können. Anschließend wird die CPU wieder auf den Sockel gesteckt, Wärmeleitpaste mittels Spatel bzw. gefaltetem Papierstreifen aufgetragen und den sauberen Kühlkörper wieder befestigt. Zum Schluß werden noch die Stromanschlüsse des Lüfters mit dem Board verbunden und alles ist wie neu.

Restliches Gehäuse reinigen:
Wenn Bedarf besteht, kann man das Netzteil auch mittels Druckluft einer Reinigung unterziehen. Anschließend ist noch der Gehäuseboden dran, da sich dort der meiste Schmutz ansammelt. Den Boden sowie andere Gehäuseteile lassen sich mit einem feuchten Tuch reinigen. Je nach Gehäuse, verbauten Komponenten sowie Netzteil (modular/non-modular) kann man vor der Fertigstellung die Kabel noch sortieren und mit Kabelbindern fixieren, um einen besseren Luftstrom im Gehäuse zu bekommen.

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Das Gehäuse wird anschließend wieder verschlossen, Seitenteile montiert und verschraubt. Alle Kabel kommen wieder an ihren Platz und der Sommer kann kommen.

Wir hoffen, dass die hier vorliegenden Informationen sinnvoll sind, dass eure Rechner fir für den Sommer werden. Kommentare sowie sinnvolle Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht!!

Euer Winboard-Team wünscht einen schönen Sommer

Meinung des Autors

Frühjahrsputz ist angesagt. Das betrifft nicht nur die Fenster, Möbel oder vielleicht auch das Auto, sondern auch die oftmals teure und sensible Technik wie den Heimcomputer. Gerade wenn der PC jeden Tag läuft, sollte dieser abhängig von den Umgebungsbedingungen mindestens 2x im Jahr einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

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