Ordnung im Dateienchaos behalten – so klappt es

08.02.2018 14:14 Uhr | Redaktion

Die meisten Festplatten bieten heutzutage zwar sehr viel Speicherplatz, ab einem gewissen Punkt aber ist auch die größte Festplatte voll. Gerade wer beispielsweise viel fotografiert oder viele Filme in hoher Auflösung und Musik auf dem Computer speichert, wird schnell Probleme mit einer überfüllten Festplatte haben. Kommen Dokumente und andere Dateien dazu, verliert man schnell einmal die Übersicht über die Dateien auf dem PC. Hinzu kommt diverser Datenmüll, der zum einen ebenfalls nicht selten nach einer gewissen Zeit viel Speicherplatz wegnimmt und der zum anderen die Gesamtperformance des Rechners ausbremsen kann. Es ist daher nicht unwichtig Ordnung über Dateien und Daten zu halten, damit die Arbeit am Computer angenehmer und entspannt bleibt.


Einem Dateienchaos auf der Festplatte lässt sich im Grunde einfacher vorbeugen, als jenem auf dem Schreibtisch.

Die meisten Festplatten bieten heutzutage zwar sehr viel Speicherplatz, ab einem gewissen Punkt aber ist auch die größte Festplatte voll. Gerade wer beispielsweise viel fotografiert oder viele Filme in hoher Auflösung und Musik auf dem Computer speichert, wird schnell Probleme mit einer überfüllten Festplatte haben. Kommen Dokumente und andere Dateien dazu, verliert man schnell einmal die Übersicht über die Dateien auf dem PC. Hinzu kommt diverser Datenmüll, der zum einen ebenfalls nicht selten nach einer gewissen Zeit viel Speicherplatz wegnimmt, und der zum anderen die Gesamtperformance des Rechners ausbremsen kann. Es ist daher nicht unwichtig, Ordnung über Dateien und Daten zu halten, damit die Arbeit am Computer angenehmer und entspannt bleibt.

Dateien geschickt abspeichern

Die wenigsten Menschen, die regelmäßig am Rechner sitzen, achten darauf, immer Ordnung über ihre Dateien zu halten. Anfangs mag das auch nicht so wichtig sein, kommen aber mehr und mehr Dateien hinzu, die immer wieder gesucht und verwendet werden sollen, ist es ärgerlich, wenn diese plötzlich in den Tiefen der Festplatte verschwunden sind. Gerade wenn es sich um wichtige Dokumente, wie Unterlagen für die Versicherung oder etwa einen Mietvertrag handelt, wird es ärgerlich und problematisch.

Wer also den Rechner intensiv nutzt, sollte bei der Ablage der Dateien von Anfang an versuchen, Ordnung zu halten. Dabei kann sich ganz einfach der Ordnerstruktur bedient werden, die jedes Betriebssystem von Haus aus mitbringt. Hauptordner sollten Unterordner fassen, die wiederum in etwa Jahres- oder Monatsordner aufgesplittet sind, wenn es sich um viele Dateien handelt, die regelmäßig hinzukommen. Die maximale Verschachtelungstiefe einer solchen Ordnerstruktur liegt bei pauschal drei bis fünf Ordnern. Außerdem sollten nicht zu viele Ordner auf der gleichen Ebene liegen – die maximale Ordnerzahl sollte bei 20 oder 30 liegen. Einzelne Dateien in einem Ordner wiederum sind bei einer Anzahl von 100 bis 150 zu halten.

Selbst auf gut geordneten Festplatten kommt es vor, dass man Dateien doppelt abspeichert – und sei es nur deshalb, weil man sich nicht sicher ist, ob die Datei tatsächlich schon gespeichert wurde und wo sie sich befindet. Damit die sogenannten „Dubletten“ schneller gefunden werden, können Freeware-Programme eingesetzt werden. Da viele vermeintliche Dubletten gar keine echten Dubletten, sondern nur sehr ähnliche Dateien sind, ist es außerdem empfehlenswert, auf Programme zu setzen, die sich auf eine Dateiart spezialisiert haben.

Tipps für das Datei- und Ordnermanagement

Gerade auf Windows Rechnern haben viele Leute Probleme mit ihrer Dateien- und Ordnerstruktur. Es sollten daher im Windows Explorer die Ordneransichten mit einigen Tricks den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen angepasst werden. Zu diesen zahlreichen Tricks gehören beispielsweise folgende:

  • Generell ist es sinnvoll, die Statusleiste im Arbeitsplatz oder Explorer einzublenden, da sie nützliche Informationen etwa über die Anzahl an Dateien oder Ordnern innerhalb eines geöffneten Verzeichnisses gibt. Im Menü „Ansicht“ muss ein Haken vor die Option „Statusleiste“ gesetzt werden. Sobald eine Datei (kein Ordner) im geöffneten Verzeichnis markiert wird, zeigt die Statusleiste Informationen zu dieser Datei an. Informationen zum Verzeichnis (Dateizahl, Speichersumme) bekommt man, wenn man auf eine freie Stelle im Verzeichnis-Fenster klickt.
  • Unter Windows lässt sich über „Start/Systemsteuerung“ zunächst die Kategorie „Darstellung und Designs“ und im folgenden Fenster unten rechts die Einstellung „Ordneroptionen“ anwählen. Auch über das Menü „Extras“ im Arbeitsplatz lassen sich die „Ordneroptionen“ öffnen. In diesen Ordneroptionen kann auf dem Register „Ansicht“ in der Liste unter „Erweiterte Einstellungen“ der Haken vor der Option „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ entfernt und mit „OK“ bestätigt werden. Es werden damit die Endungen bekannter Dateitypen nicht mehr automatisch von Windows ausgeblendet, was das Dateienmanagement übersichtlicher und ungefährlicher macht.
  • In der linken Spalte im Windows Explorer sind in den Grundeinstellungen verschiedene zusätzliche Links oder Verknüpfungen anwählbar. Diese Spalte wird auch als „Allgemeine Aufgaben“ bezeichnet und automatisch ausgeblendet, sobald das Explorer-Fenster eine bestimmte Mindestbreite unterschreitet. Wer zu Übersichtlichkeitszwecken generell auf diese Leiste verzichten möchte, sie einfach deaktivieren. Im Explorer-Menü muss dafür unter „Extras/Ordneroptionen“ auf das Register „Allgemein“ geklickt und im Bereich „Aufgaben“ ein Haken auf den Punkt „Herkömmliche Windows-Ordner verwenden“ gesetzt werden. Die Option „OK“ speichert die Einstellung, sodass der Explorer die Spalte zukünftig nicht mehr einblendet.

Vorhandenen Datenmüll richtig entfernen

Um Überblick über das Dateienchaos zu halten und Dateien frei sortieren und beliebig neue hinzufügen und alte löschen zu können, ist es auch wichtig, nicht ständig mit zu vollen Festplatten und mit langsamen Prozessen zu kämpfen zu haben. Dafür verantwortlich sind oft überflüssige Daten auf dem Rechner.


Zu einem geordneten Rechner gehört auch eine von Datenmüll befreite Festplatte.

Einerseits achten viele Programmhersteller, wie besonders auch Microsoft, nicht darauf, temporäre Dateien nach dem Beenden eines Programms wieder sauber von der Festplatte zu löschen. Andererseits sind die meisten PC-Benutzer auch selbst schuld an ihrem Datenfriedhof, weil sie längst installierte Downloads noch auf der Festplatte behalten, oder etwa Zip-Archive, die schon entpackt wurden, nicht wieder löschen. Hinzu kommen die sogenannten PUPs, die potenziell unerwünschten Programme, die zusammen mit anderer Software auf dem Rechner gelandet sind.

Der bereits vorhandene Datenmüll kann beispielsweise mit der von Windows bereitgestellten Datenträgerbereinigung beseitigt werden. Diese leert einige Verzeichnisse, in denen sich typischerweise Datenmüll ansammelt. Die Datenträgerbereinigung kann im Eigenschaften-Dialogfeld jedes Laufwerks auf der Registerkarte „Allgemein“ über den Button „Bereinigen“ gefunden und angewandt werden.

Um einiges mehr Müll finden Programme, welche alle typischen Temporärverzeichnisse kennen und diese aufräumen. Bei jedem Programm ist dabei am besten manuell auszuwählen, welche Daten genau gelöscht werden sollen und welche nicht. Denn das Programm löscht ansonsten, um so viel Speicherplatz wie möglich zu schaffen, auch gerne einmal Cookies, Verlaufslisten und gespeicherte Passwörter, die eigentlich kaum Platz belegen. Da diese für viele PC-Nutzer praktisch sind, sollten sie beim Löschen in der Regel abgewählt werden.

Datenmüll in der Zukunft dauerhaft vermeiden

Gerade im Browsercache sammeln sich innerhalb kürzester Zeit mitunter hunderte von Dateien an. Daher ist auch in allen Browsern die Möglichkeit gegeben, den Cache nach Beenden des Programms automatisch leeren zu lassen.

  • Bei Firefox beispielsweise können in den Datenschutzeinstellungen die benutzerdefinierten Einstellungen für die Chronik eingestellt und anschließend „Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird“ angewählt werden. Wer zusätzlich im zugehörigen Einstellungen-Dialog nur den Schalter „Cache“ einschaltet, bewirkt, dass die Chronik erhalten bleibt, was mitunter sehr nützlich sein kann und dass der Cache aber gleichzeitig geleert wird.
  • Das Addon Click&Clean für Chrome bereinigt beim Schließen des Browsers ebenfalls den Cache sowie andere Arten von Internetdaten. In den Einstellungen für die Cookies kann außerdem beispielsweise eingestellt werden, dass wichtige Anmeldecookies erhalten bleiben, während Cookies für Werbezwecke etwa immer automatisch entfernt werden.
  • Mit dem Freewaretool CleanAfterMe können weiterhin Verlaufslisten in Browsern, Cookies, temporäre Dateien, Listen zuletzt geöffneter Dateien, Formulareingaben wie Windows-Ereignisprotokolle sowie weitere Dateien gelöscht werden. In einer Ini-Datei im Programmverzeichnis werden die Einstellungen gespeichert. Eine Reinigung mit den zuletzt verwendeten Einstellungen lässt sich mit dem Kommandozeilenmodus „cleanafterme/clean“ durchführen.

Beispiel: Bilder verwalten

  • Schlagworte

Abhängig davon, wie viele Dateien sich auf einem Rechner befinden, hilft auch die beste Ordnung nicht, wenn beispielsweise ein ganz bestimmtes Bild gesucht wird. Bei Textdateien kann man sich der Windows-Desktop-Suche bemächtigen; bei großen Festplatten ist diese jedoch auch nur effektiv, wenn man die Windows-Indizierung zulässt. Da diese allerdings recht viele Systemressourcen verbraucht und den Rechner verlangsamt ist von einer generellen Indizierung abzusehen. Wer Windows dagegen nur bestimmte Ordner indizieren lässt, fährt damit eventuell genau richtig.


Schlagworte oder Programme helfen bei der gründlichen Archivierung etwa von Fotos.

Bei Bildern dagegen gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger. Es ist daher sinnvoll, diese manuell zu verschlagworten, um genau über diese Schlagworte auch wieder ein bestimmtes Bild wiederzufinden. Die meisten Bildbearbeitungen bieten die Möglichkeit des Taggens – da diese allerdings auch recht mühsam und zeitaufwendig ist, sollte auch sie nur bei Bildern angewandt werden, bei denen man sicher ist, dass man sie in Zukunft regelmäßig wiederfinden möchte.

  • Personen- und Ortserkennungen

Einige Programme unterstützen einen jedoch beim Sortieren und Taggen. So hat Adobes Photoshop Elements etwa die Funktion, alle vorhandenen Fotos nach Ähnlichkeitskriterien zu sortieren, was mitunter enorm praktisch sein kann.

Das kostenlose Programm Picasa von Google wiederum bietet seit einiger Zeit eine Personenerkennung auf Bildern. Die Überforderung der Datenflut vieler Menschen und Unternehmen wird derlei Personen- und Ortserkennungstools in Zukunft wohl weiter mit sich bringen. Aufpassen sollte man bei jeglichen dieser Programme auf den Datenschutz und die Datensicherheit. Denn gerade bei cloudbasierten Lösungen können einige Unternehmen bequem persönliche Daten analysieren und damit nicht nur personalisierte Werbung schalten, sondern mitunter auch ungewollte Einblicke in die Privatsphäre bekommen.

(Bildquellen:
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