Office-Monitor: darauf ist beim Kauf zu achten

21.05.2015 15:43 Uhr | maniacu22

Im Vergleich zu einem Gaming- oder Multimedia-Monitor sollten bei einem Office-Monitor andere Prioritäten gesetzt werden. So sind hier zum Beispiel die Bildwiederholfrequenz und die Reaktionszeit eher uninteressant. Ein entspiegeltes Panel, hohe Kontrastraten und vor allen eine sehr gute Ergonomie sind im täglichen Office-Einsatz teils mit Gold nicht aufzuwiegen

Bei einem Office-PC gehört der Monitor zu den Peripheriegeräten, denen die höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, da man ja schließlich den gesamten Arbeitstag auf dieses Gerät blicken muss. Da in einem Büro aber eher selten Shooter oder anderweitige Spiele gespielt werden (sollten), kommt es hier nicht wie beim Gaming-Monitor auf eine schnelle Reaktionszeit oder extreme Bildwiederholfrequenzen an, sondern auf Kriterien, die für den Büroalltag von Bedeutung sind.

Bildschirmdiagonale: bei einem Office-Monitor kann die Bildschirmdiagonale nicht groß genug sein, denn „groß“ heißt im Umkehrschluss auch mehr Platz beziehungsweise eine größere Arbeitsfläche. Demnach sollten es heutzutage mindestens 24 Zoll sein, die stattdessen auch 28 oder sogar 34 Zoll sein dürfen.

Auflösung: Im Office-Bereich ist alles jenseits der Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte) gern gesehen. Ab einer Bildschirmgröße von 26 Zoll sollte es dann schon die WQHD-Auflösung sein, die mit ihren 2.560 x 1.440 oder WQXGA mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten auflösen. Ultra-HD-Auflösungen von 3.840 x 2.160 Bildpunkte dürften allerdings für eine bequemes Arbeiten schon fast wieder zu klein auflösen, doch wer viel Platz auf seinem Desktop benötigt, kann auch gerne zu solch einer Auflösung greifen.

Panel-Technologie: Während bei einem Gaming-Monitor auf schnelle Reaktionszeiten viel Wert gelegt wird, welche mit einem TN-Panel geboten werden, steht im Office-Betrieb der Kontrast, die Farbechtheit, Entspiegelung und möglicherweise auch noch eine hohe Blickwinkelstabilität im Vordergrund, die vorrangig von IPS- oder auch PVA- respektive MVA-Panels geboten werden. Die RGB-Farbräume werden hier größtenteils zu 99 Prozent abgedeckt, wobei es auch Modelle gibt, die diese sogar übertreffen, was in der Bildbearbeitung sehr geschätzt wird.

Multimedia-Fähigkeiten: Auch im Office-Bereich gibt es Monitore, die nicht nur über integrierte USB-Hubs, sondern auch über integrierte Lautsprecher verfügen, die in der Regel ausreichen, um Klänge des Betriebssystems (Windows, iOS oder auch Linux) oder auch mal ein Youtube-Video wiedergeben zu können.

Ergonomie: Im Office-Bereich sollte die Ergonomie einen sehr großen Faktor bilden, da viele die im Büro arbeiten, in der Regel 8 Stunden oder mehr vor dem Monitor sitzen. Deshalb ist es wichtig, dass hier Verstellmöglichkeiten in der Höhe sowie der Neigung vorhanden sind, damit der Monitor der Sitzposition angepasst werden kann und nicht umgekehrt. Wer viel mit Texten zu tun hat, kann auch noch nach einer Pivot-Funktion Ausschau halten, die den Monitor um 90 Grad ins Hochformat drehen kann.

Fazit: Je nach Anwendungsgebiet ist sollte bei der Wahl des Monitors genau drauf geachtet werden, welche Funktionen wichtig und welche unwichtig sind. Im Office-Betrieb sollten vorrangig die Ergonomie sowie die Bildqualität im Vordergrund stehen, welche sich die Hersteller aber auch bezahlen lassen. Ein guter Office-Monitor kann meist doppelt, wenn nicht sogar dreimal so kostenintensiv wie ein Gaming-Monitor ausfallen.

Meinung des Autors

Bei Office-Monitoren gibt es eine extrem breite Palette von Modellen sowie Ausstattungsvarianten. Bei Preisen zwischen 300 und weit über 2.000 Euro sollte man hier vorher ganz genau wissen, welcher Einsatzzweck erfüllt werden soll.

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