Nintendo Wii U - neue Spielekonsole zeigt sich trotz schwacher Hardware einer hohen Nachfrage ausgesetzt

04.12.2012 09:44 Uhr | POINTman

Nintendos neue Konsole, Wii U, war zum Verkaufsstart in den USA schnell vergriffen, ähnliches Bild zeigt sich nun auch auf dem deutschen Markt

Letzte Woche Freitag fiel der Startschuß zum Verkauf von Nintendos Spielekonsole Wii U in Deutschland, wobei sich schon nach kurzer Zeit zeigte, das die Top-Version mit 32 GB Speicherplatz nach kurzer Zeit ausverkauft war. Trotz eines Preises von immerhin 349 Euro scheinen Fans, wie auch die Weihnachtskundschaft reges Interesse an der neuen Nintendo-Konsole zu zeigen. Erst am 12. Dezember soll sich die Lage wieder etwas entspannen, da die Händler zu diesem Zeitpunkt mit einer neuen Lieferung rechnen. Aktuell ist die Wii U beim großen Versandhändler Amazon nur in der kleineren 8 GB-Version verfügbar und zu einem Preis von 299 Euro zu ordern. Ein ähnliches Bild zeigte sich zwei Wochen zuvor schon auf dem amerikanischen Markt. Warum Nintendo mit solchen Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat oder ob der Konsolen-Entwickler die Nachfrage einfach unterschätzt hat, bleibt unklar.

Sicher ist dagegen, das die Hardware der neuen Nintendo Wii U im Vergleich mit den schon sehr betagten Konkurrenten Microsoft Xbox 360 und Sony PlayStation 3 doch wenig beeindruckend ist. So will ein Hacker herraus gefunden haben, das als Prozessor eine Variante des IBM PowerPC 750 mit drei Kernen zum Einsatz kommt, die jeweils eine Taktrate von 1,24 GHz aufweisen. Der Grafikkern der Wii U soll mit knapp 550 MHz takten. Natürlich sind die Taktraten allein nicht entscheidend für die Gesamtperformance einer Spielekonsole. Dennoch passen die Angaben zu den kürzliche getätigten Aussagen von Spieleentwicklern, dass die Wii U bereits an ihre Grenzen stößt, obwohl sie von Nintendo für Full-HD-Spiele entwickelt wurde.

Es scheint also, als ob dem Haupt- und Grafikprozessor der Wii U schon bei derzeitigen Hardwarefordernden Spiele-Titeln schnell die Puste ausgeht und Nintendo große Kompromisse eingegangen ist. Ebenfalls scheinen sich so die im Vorfeld aufgetauchten Gerüchte zu bewahrheiten, dass Nintendo eine schnelle Antwort auf Microsofts Kinect-Erfolg brauchte und keine Zeit hatte die Konsolenhardware gründlich an die Anforderungen der Zeit auszulegen. Das schlägt sich laut Meldungen von VentureBeat auch darin nieder, dass die Spielekonsole keine zwei Tablet-Controller auf einmal ansteuern kann oder zumindest die Framerate des Spiels senken muss, um beide Eingabegeräte auch mit Video-Signalen zuverlässig versorgen zu können.

Quelle: ht4u/venturebeat
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