Nintendo Switch ab 3. März: Details, Lieferumfang und Preis - UPDATE

16.01.2017 08:25 Uhr | Geronimo

13.01.2017, 10:25 Uhr:
In knapp zwei Monaten wird Nintendo seine neueste Hardware auf den Markt bringen, wobei Switch eine Mischung aus Spielkonsole und Handheld werden wird. Auf der gestrigen Präsentation wurden zahlreiche Informationen geliefert, über die wir nachfolgend einen Überblick geben

Die letzten 10 Jahre waren für Nintendo sehr wechselhaft. Mit der Ende 2006 eingeführten Spielkonsole Wii konnte man diverse Verkaufsrekorde erzielen. Der Nachfolger Wii U hingegen wurde zu einem veritablen Flop, der sogar das gesamte Unternehmen bedrohte. Mit der im Oktober letzten Jahres angekündigten Nintendo Switch will man jetzt wieder zu alter Stärke auflaufen, weswegen man bei der Hardware ganz neue Wege geht. Als Basis dient die Konsole, in der die gesamte Technik unter einem 6,2 Zoll großen Touchscreen versteckt ist. An den Bildschirm können die beiden als Joy-Con bezeichneten Controller eingehängt werden, um das Gerät unterwegs nutzen zu können. Dabei sollen Akkulaufzeiten von drei bis sechs Stunden möglich sein, was auch von den Anforderungen des jeweiligen Spiels abhängt.

In den eigenen vier Wänden verschwindet die eigentliche Konsole in einer speziellen Station, die einerseits die Verbindung zu einem Fernseher ermöglicht, und andererseits den Akku wieder auflädt. Die beiden Joy-Cons werden dann in einer gemeinsamen Halterung platziert. Im Prinzip bekommt man also zwei Geräte in einem, nämlich eine echte Spielkonsole für das heimische Wohnzimmer sowie ein portables Gerät für unterwegs. Erfreulich ist, dass dies alles mit einem einmaligen Kauf möglich ist, denn im Lieferumfang sind die Konsole, Controller für links und rechts, die Basisstation, die Halterung für die Joy-Cons, zwei Handschlaufen, das Netzgerät und sogar das benötigte HDMI-Kabel enthalten.

Zu den technischen Möglichkeiten gibt es inzwischen auch detailliertere Informationen. Besonders stolz ist man auf die beiden Joy-Cons und vor allem deren Vibration. Offiziell liest sich das so:

In beiden Joy-Con ist zudem eine fortgeschrittene HD-Vibration integriert. Sie macht sich in dafür vorgesehenen Spielen durch sanfte Schwingungen bemerkbar, die realistischer sind als je zuvor. Der Effekt ist so präzise, dass Nintendo Switch-Fans den Joy-Con z. B. wie ein Glas schwenken und dabei die Vibrationen einzelner, virtueller Eiswürfel spüren könnten, die darin zusammenstoßen. Sehen, hören – und fühlen: Die HD–Vibration sorgt für einen nie gekannten Grad an Realismus, wie er durch visuelle und auditive Reize allein nicht erreichbar ist.

Zudem ist jeder der Controller mit einem Gyrosensor und einem Beschleunigungssensor ausgestattet. Im linken ist zusätzlich ein Aufnahmeknopf für Screenshots, im rechten unter anderem eine Infrarot-Kamera für die Abstandsmessung integriert.

Großer Augenmerk liegt auf der heutzutage geforderten und auch üblichen Vernetzung. Daheim können beispielsweise bis zu acht Konsolen per WLAN gekoppelt werden. Und weiter entfernte Spielpartner können per App und Internet erreicht werden, was allerdings erst im Lauf des Jahres möglich sein wird. Während der Testphase wird die Online-Nutzung kostenlos sein, ab Herbst jedoch wird eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erforderlich sein – analog zu Microsoft und Sony. Bei den Spielen hat man sich zahlreiche Partner an LAnd gezogen, die größtenteils bereits bei der ersten Präsentation vorgestellt wurden. Diese werden ihre populären Spielreihen mitbringen, darunter FIFA und auch Minecraft. Von Nontendo selber kommen Klassiker wie Super Mario sowie The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Die neue Konsole wird ab 3. März im Handel sein, auch in Deutschland. Angeboten werden dabei zwei Versionen, eine mit grauen Controllern, und eine mit Joy-Cons in in Neon-blau und Neon-rot. In den USA soll das gesamte Paket 299,99 Dollar kosten, die Preise für Europa wurden bislang noch nicht genannt. Sobald es hierzu Informationen gibt, werden wir dies im Rahmen eines Update bekanntgeben.

Update, 16.03.2017, 09:25 Uhr: Eine offizielle unverbindliche Preisempfehlung gibt es bislang nicht, doch bei diversen Händlern wird Nintendo Switch für 329 Euro angeboten – sofern verfügbar und vorbestellbar. Einen sogenannten Pro Controller, der daheim die zusammengesteckte Version ersetzen kann, gibt es für 70 bis 80 Euro. Als weiteres Zubehör werden eine Schutzhülle für unterwegs (20 Euro), weitere Joy-Cons (einzeln 40 bis 50 Euro; im Set 80 bis 90 Euro) und eine Aufladehalterung für die Mini-Controller (30 Euro) angeboten. Verkauft werden zudem diverse Ersatzteile wie (farbige) Handschlaufen sowie das Netzteil. Die Auswahl an Spielen ist bisher extrem bescheiden, was sich bis zur eigentlichen Veröffentlichung der Konsole sicher noch ändern wird. Derzeit sind lediglich The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Mario Kart 8 Deluxe sowie die Spielesammlung 1-2-Switch bestellbar.

Meinung des Autors

Das Konzept klingt spannend, und echte Konkurrenz scheint es nicht zu geben: mit der Switch könnte Nintendo an die Erfolge der ersten Wii anknüpfen. Ob der Plan aber tatsächlich aufgeht, werden erste Tests der Hard- und Software zeigen. Wie gefällt euch die neue Spielkonsole?

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