Microsoft Edge: Browser-Extensions erhalten separaten Bereich im Microsoft Store

13.03.2018 10:11 Uhr | maniacu22

Obwohl der Microsoft Store bereits vor mehreren Jahren zum Leben erweckt worden ist, tut man sich in Redmond bis heute sehr schwer, neben dem Ausgleich von qualitativen Mängeln auch noch eine gewisse Übersichtlichkeit zu wahren, zumindest wenn man die Inhalte sowie auch Funktionen mit den Stores der Konkurrenz vergleicht. Diese halbherzige Herangehensweise soll sich in naher Zukunft ändern, zumindest was die Erweiterungen für den Edge-Browser betrifft, welche einen separaten Bereich erhalten werden, der schon jetzt von einigen Windows-10-Nutzern ausprobiert werden kann

Erfahrungsgemäß gehört der Microsoft Store zu den digitalen Software-Plattformen, die bei den Windows-10-Nutzern am wenigsten Anerkennung erhalten. Vergleicht man die Distributionsplattform von Microsoft mit denen der Konkurrenz wie Apple (Apple-Store), Google (Google Store) oder auch Valve (Steam), so fallen einem nicht nur qualitative Mängel wie zum Beispiel eine schlechte Performance auf, sondern im großen Maße auch eine absolut chaotische Übersichtlichkeit. Selbst die integrierte Suchfunktion kann in den wenigsten Fällen als hilfreich bezeichnet werden. Wer zum Beispiel für den Edge Browser eine Erweiterung sucht, muss aktuell deren genaue Bezeichnung kennen, um diese auch im Microsoft Store finden zu können.

Genau hier plant Microsoft anzusetzen, um sowohl den mittlerweile ganz gut verbreiteten Edge Browser aber auch den Microsoft Store in die richtige Richtung zu lenken. So soll der Edge Browser eine separate Registerkarte im Microsoft Store erhalten, unter welchem dann sämtliche verfügbaren Erweiterungen (Extensions) zu finden sind. Derzeit wird für diesen die aktuellste Version der Store-App (11802.1001.8.0) benötigt, wobei selbst dann noch nicht garantiert ist, dass man diese Registerkarte angezeigt wird. Da aktuell noch nicht jede Windows-10-Insider-Version die besagte Umstellung erhält, kann man nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um einen A/B-Test oder aber um einen langsamen Rollout handelt.

Interessant ist auch, dass die Nutzer, die den überarbeiteten Store mit der neuen Store-Registerkarte schon haben, auf zusätzliche Registerkarten wie „Recent“, „Adblockers“, „Password Managers“, „Productivity“, „Shopping“, „Social and Entertainment“ sowie „For Developers“ zurückgreifen können, welche die Übersichtlichkeit im Microsoft Store signifikant erhöhen. Diese Umstellung dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch kommen, dass es mittlerweile genügend Apps respektive Anwendungen gibt, um jede einzelne Kategorie auch sinnvoll füllen zu können.

Meinung des Autors

Gut Ding will Weile haben? Obwohl mir bewusst ist, dass es zwischen Apple und Microsoft immer wieder mal Komplikationen bezüglich neuer Innovationen und Patentrechten gegeben hat und Microsoft nicht stumpf den Apple Store kopieren wollte, hat man sich meiner Meinung nach zu viel Zeit genommen, den Microsoft Store in eine Richtung zu lenken, die aktuell nur wenigen Windows Insidern vorbehalten bleibt. Windows 10 wird in diesem Jahr drei Jahre alt und erst jetzt nimmt der darin enthaltene Store langsam die Gestalt an, die er von Anfang an hätte haben müssen. Hier ist die Entwicklung in meinen Augen etwas zu langsam und hätte viel schneller gehen müssen, oder wie seht ihr das?

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