Microsoft attackiert Google wegen gekaufter Such-Ergebnisse

29.11.2012 10:40 Uhr | Geronimo

Microsoft startet auf einer eigens eingerichteten Webseite einen Frontalangriff auf den Suchmaschinen-Dominator Google, dem man vorwirft, dass Händler im Shopping-Angebot bessere Platzierungen kaufen können

Das Unternehmen aus Redmond wirft seinem Konkurrenten auf der neuen Internetseite scroogled.com vor, dass die Suchergebnisse der Produktsuche Google Shopping nicht nach „Relevanz“ sortiert seien. Vielmehr basiert die Reihenfolge darauf, „wie viel die Händler bezahlen“. Das könnte dazu führen, dass die Kunden „leicht eine Werbeanzeige mit einem ehrlichen Suchergebnis verwechseln“, wie Microsoft in einem Blogeintrag zur Kampagne erklärt. Bereits im Mai 2012 hätte Google sein Firmenmotto „Don’t be evil“ abgelegt, daher sind „alle Shopping-Ergebnisse mittlerweile bezahlte Anzeigen“, wie Microsoft auf der Webseite erklärt.

Die Vorwürfe sind durchaus nachvollziehbar, denn in einem offiziellen Blogeintrag hatte Google kürzlich mitgeteilt, dass „die Google Produktsuche in den USA auf ein kommerzielles Modell auf der Basis von Product Listing Ads umgestellt“ worden sei. Der Konzern glaubt, „dass eine kommerzielle Beziehung zu den Händlern zu besseren und aktuelleren Produktinformationen und damit zu besseren Einkaufsergebnissen für die Benutzer“ führe und gleichzeitig „eine bessere Qualität des Traffics für die Händler“ sorge. Die Umstellung wird zu einem späteren Zeitpunkt auch in anderen Ländern wie Deutschland, der Schweiz und Großbritannien durchgeführt.

Microsoft verweist auf der Homepage darauf, dass dies bei der eigenen Suchmaschine Bing natürlich völlig anders sei und empfiehlt, die Homepage von Bing zur eigenen Startseite zu machen.


Quelle: spiegel.de
Bildquelle: scroogled.com
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