Leistungsindex unter Windows 10 anzeigen lassen - so geht´s - UPDATE

12.10.2018 08:50 Uhr | maniacu22

Während sich der Leistungsindex unter den Betriebssystemen Windows 7 und Windows 8 noch über die Systemsteuerung hat aufrufen lassen, ist dies bei Windows 10 nicht mehr möglich. Allerdings ist der Leistungsindex nicht gänzlich aus dem System verschwunden, so dass dieser immer noch über einen Umweg oder auf Wunsch auch über ein externes Programm aufgerufen werden kann. Um mögliche schwächelnde PC-Hardware eindeutig identifizieren zu können, möchte ich euch in diesem Praxis-Tipp diese beiden Wege aufzeigen um an den Leistungsindex im Windows 10 zu gelangen

Update vom 12.10.2018 – 10:50 Uhr

Eine weitere Möglichkeit, unter Windows 10 den Leistungsindex abzurufen, führt über die PowerShell-Konsole, welche ähnlich der unten aufgeführten Anleitung in der Eingabeaufforderung funktioniert.

  • drückt hierfür die [Windows-Taste] und tippt PowerShell ein
  • öffnet das angezeigte Ergebnis mittels Rechtsklick mit Administrator-Rechten
  • kopiert oder tippt nun noch den Befehl Get-WmiObject -Class Win32_WinSAT und bestätigt mit Enter
  • nun werden euch direkt in der PowerShell die Ergebnisse zu CPU-Score, DiskScore, GraphicsScore etc angezeigt

Hinweis: Da Windows 10 den Leistungsindex automatisch im Hintergrund erstellt, ist es nicht mehr nötig, das Benchmark mit dem Befehl „winsat formal“ zu starten. Die Ergebnisse des Befehls winsat formal sind bis zu einer erneuten Ausführung oder einem Neustart im Zwischenspeicher hinterlegt, weshalb ihr diese in der PowerShell-Konsole einfach nur noch über den Befehl „Get-WmiObject -Class Win32_WinSAT“ abrufen müsst. Zudem wird der D3DTest nicht mehr ausgeführt, womit dieses Ergebnis keine Beachtung mehr finden sollte, da selbst PCs mit ungenügender Grafikleistung einen Wert von 9,9 Punkten erhalten.

Original-Artikel vom 03.07.2017 – 15:09 Uhr

Wollte man unter Windows 7 oder auch Windows 8.x wissen, wie stark die einzeln verbauten Komponenten im Zusammenhang mit dem restlichen System agieren, hat man ganz leicht über die Systemsteuerung den Leistungsindex aufrufen können, welcher dem Nutzer auf einer Skala von 1.0 (seh schlecht) bis 9.9 (sehr gut) die entsprechende Leistungsfähigkeit zu jeder wichtigen Komponente wie CPU, RAM, Festplatte oder auch Grafikkarte aufgezeigt hat. Diese Möglichkeit wurde allerdings mit Windows 10 mehr oder weniger entfernt. Zumindest erhält man nicht mehr wie bisher Zugriff über die Systemsteuerung. Microsoft hat dieses Feature allerdings nicht komplett aus Windows 10 entfernt, sondern nur sehr gut versteckt, wodurch es immer noch zwei Möglichkeiten gibt, sich Infos über die verbauten Systemkomponenten einholen zu können.

Variante 1 – Leistungsindex mittels Bordmitteln von Windows 10 ermitteln und anzeigen lassen

Wer sich den Leistungsindex ohne zusätzliche Tools ausgeben lassen möchte, kann diesen über einen kleinen Umweg auch über Windows-10-Boardmittel erstellen lassen, da Windows selbst alle benötigten Tools dazu mitliefert. Dazu geht ihr wie folgt vor:

  • öffnet den Ausführen-Dialog mittels der Tastenkombination Windows + R
  • gebt hier den Befehl „winsat formal“ ein und bestätigt mit „OK“:

  • im Anschluss öffnet sich ein Fenster, über welches Windows den Leistungsindex berechnet
  • nach der Berechnung schließt sich das Fenster ganz automatisch
  • navigiert jetzt zu dem Ordner C:WindowsPerformanceWinSATDataStore
  • hier sucht ihr die Datei „Formal.Assesement (Recent).WinSAT.xml“ ind öffnet diese mittels Rechtsklick über Wordpad:

  • Scrollt nun bis zu dem Eintrag „Systemscore“, unter welchem ihr dann sämtliche Auswertungen der entsprechenden Teilbereiche „CPU, Graphics, Memory etc.“ auslesen könnt:

  • habt ihr die Informationen die ihr benötigt, schließt Wordpad einfach wieder.

Leistungsindex über separates Tool nachrüsten:

Wer statt einer Liste mit vielen Daten lieber eine grafisch ansehnlichere Darstellung wünscht, wie sie auch unter Windows 7 oder Windows 8.x gegeben war, muss auf externe Tools ausweichen. Eines der empfehlenswerten nennt sich „ChrisPC Win Experience Index“, welches ihr unter folgendem Link direkt von der Hersteller-Seite downloaden könnt.

Nach dem Download und der Installation könnt ihr auch die Sprache auf Deutsch umstellen. Klickt nun auf den Button „Diesen Computer bewerten“, woraufhin ihr nach einer kurzen Zeit eine aussagekräftige Bewertung eurer verbauten Hardware erhaltet, wie ihr es aus den vorherigen Windows-Versionen kennt.

Hinweis zur Berechnung des Leistungsindex:

Der Leistungsindex soll dem Anwender nur einen groben Überblick darüber verschaffen, wie hoch die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems ist und welche Komponenten eindeutig das System ausbremsen. Dabei basiert die Gesamtwertung nicht etwa auf dem Durchschnitt aller Teilsysteme, sondern auf dem mit der niedrigsten Teilbewertung. Wenn zum Beispiel die Festplatte mit einer Bewertung von zum Beispiel 4.0 einen limitierenden Faktor darstellt, während die restlichen Teilsysteme alle über 6.5 Punkte liegen, wird das Geasmtergebnis des Rechners auch nur mit 4.0 Punkten angezeigt und man sollte in diesem Fall darüber nachdenken, diese limitierende Festplatte durch eine SSD zu ersetzen.

Meinung des Autors

So schön der Leistungsindex Auskünfte über eventuelle Schwachpunkte im System ausgeben kann, so irreführend kann dieser auch sein. Auf diesem Office-PC, über welchen ich die Screenshots erstellt habe, arbeitet eine passiv gekühlte Radeon HD 7750 mit 1 GB VRAM. Ungewöhnlich, dass ich mit dieser einen Leistungsindex von 9.5 Punkten (GraphicsScore) erreicht habe, während der immer noch auf 4 GHz übertaktete i5-3570K eine recht authentische Punktzahl von 8.1 (CPUScore) erreicht. Als Ergänzung zu anderweitigen Benchmarks allerdings doch recht brauchbar.

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