Landtagswahl in Bayern: Wahl-O-Mat hilft bei der Entscheidung

08.10.2018 12:28 Uhr | Geronimo

Am kommenden Sonntag, den 14. Oktober 2018, wird im flächenmäßig größten Bundesland Bayern ein neuer Landtag gewählt. Viele Wähler sind aktuell aber noch unsicher, welcher Partei und welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben wollen. Um die Wahlentscheidung zu erleichtern, gibt es eine neutrale und überaus gut gemachte Hilfestellung im Internet

Insgesamt 18 Parteien und Wählergruppen treten bei der Landtagswahl in Bayern an. Da den Überblick zu behalten, ist ein schwieriges Unterfangen. Dem ist man sich auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bewusst, weswegen es bereits seit 2002 bei allen Bundestagswahlen und auch bei zahlreichen Landtagswahlen den sogenannten Wahl-O-Mat gibt. Das Prinzip ist ganz einfach: den zur Wahl angemeldeten Parteien wird ein Katalog mit Fragen vorgelegt, in dem die Einstellung zu wichtigen Sachthemen und Thesen abgefragt wird. Zur Landtagswahl in Bayern sind es 38 Themen, die so abgearbeitet werden.

In der zur Verfügung gestellten Software können die Wähler dann ihre eigene Meinung in den Stufen „stimme zu“, „neutral“ und „stimme nicht zu“ abgeben. Bei persönlich besonders wichtigen Themen kann im Anschluss noch eine doppelte Gewichtung festgelegt werden. Alternativ können auch einzelne Fragen ausgelassen werden. Sobald alle Fragen beantwortet sind, erfolgt die Auswertung anhand der von den Parteien gegebenen Antworten, und dem Nutzer des Wahl-O-Mat wird mitgeteilt, zu welcher Partei die größte Übereinstimmung besteht. Auf diesem Weg lässt sich schnell feststellen, wen man anhand der eigenen Präferenzen wählen sollte – und wen besser nicht.

Die Software steht kostenlos im Internet zur Verfügung. Alternativ gibt es auch Apps für Android (bei Google Play), für iOS von Apple (bei iTunes) und sogar für Windows 10 beziehungsweise Windows 10 Mobile (im Microsoft Store).

Meinung des Autors

Seit 1962 stellt die CSU nahezu durchgängig die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag. Wie schon 2008 könnte diese auch bei der jetzt anstehenden Wahl verloren gehen. Wer für den Wahlsonntag noch eine Empfehlung für sein Kreuzchen benötigt, sollte unbedingt einen längeren Blick auf die Software der Bundeszentrale für politische Bildung werfen.
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