Internet-Browser: Gefahr durch Spectre lässt sich mittels Test überprüfen, ganz gleich ob Chrome, Edge, Firefox, Opera, Vivaldi oder Safari verwendet werden

11.01.2018 16:11 Uhr | maniacu22

Über die hardwarebedingten Sicherheitslücken namens „Spectre“ und „Meltdown“ dürfte mittlerweile nun schon jeder Computer-Nutzer gehört haben, da nicht nur Microsoft entsprechende Sicherheitspatches veröffentlicht hat, sondern auch Soft- und Hardwarehersteller aller Art entsprechende Updates bereit gestellt haben oder noch dabei sind, selbige zu entwickeln. Die größte Gefahr bei Spectre geht allerdings nicht von lokal genutzter Software aus, sondern solcher, die eine permanente Internetverbindung benötigen. Hier zählen die Internet-Browser zu den mit am intensivsten genutzten Anwendungen, da der unbedarfte Anwender schnell mal auf eine bösartige Seite verlinkt wird und dies möglicherweise nicht einmal mitbekommt. Jetzt kann ein eigens dafür entwickeltes Test-Programm Aufschluss darüber geben, ob der eigene Browser gegen Spectre abgesichert ist oder nicht

Da die beiden hardwarebedingten Sicherheitslücken „Spectre“ und „Meltdown“ kein lokales Problem darstellen, sondern weltweit sämtliche Computer-Besitzer betrifft, haben die Programmierer des chinesischen Sicherheitsanbieters Xlab ein Testprogramm entwickelt, welches die Sicherheit des verwendeten Browsers gegen „Spectre“ überprüft. Hierfür muss einfach nur der Link xlab.tencent.com/spectre_check aufgerufen und ein Klick auf „Click to Check“ durchgeführt werden. Sekunden später erscheint ein Testergebnis, welches im besten Fall wie folgt aussehen sollte:

Während der Internet Explorer sowie Microsofts Edge durch das letzte Update und auch der Firefox mit dem Versionsupdate auf 57.0.4 als gesichert gelten, müssen die Nutzer von Chrome und Opera zum Beispiel selbst Hand anlegen. Beim Chrome wird die Absicherung über chrome://flags/#enable-site-per-process respektive beim Opera-Browser über opera://flags/#enable-site-per-process durchgeführt, wobei der dadurch zu öffnende Beitrag auf „Aktiviert“ gestellt und im Anschluss der Browser neu gestartet werden sollte. Nach der manuellen Umstellung beim Chrome beziehungsweise Opera sollte dann auch hier ein „NOT VULNERABLE“ angezeigt werden.

via borncity

Meinung des Autors

Da der Browser für die meisten Menschen wie das Betriebssystem selbst zur Standard-Ausstattung eines PCs gehören, ist hier die Gefahr von nutzbaren Sicherheitslücken am größten. Gelten die Browser allerdings gegen diese als gesichert, ist man doch viel beruhigter im Netz unterwegs, oder?

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