Intel will ab 2014 keine wechselbaren Desktop-CPUs mehr anbieten

28.11.2012 12:40 Uhr | POINTman

Intel plant mit der für 2014 angekündigten Broadwell-Plattform auch die Abschaffung der bisher bekannten CPU-Sockel im Desktop-Bereich, auf diesen der Nutzer seinen Prozessor bei Bedarf wechseln konnte, und will nur noch fest verlötete Komplett-Plattformen anbieten

Was im Notebook- und Nettop-Segment die letzten Jahre schon zum Standard gereift ist und in den meisten Büro-Rechnern ebenfalls schon angewendet wird, wird laut neuesten Meldungen auch im Konsumer-Desktop-Bereich von Intel umgesetzt werden. Gerüchten zufolge sollen Intels-Broadwell CPUs ausschließlich in Form eines BGA-Gehäuses auf dem Markt erscheinen und können somit nur noch fest mit dem Mainboard verlötet werden. Damit müsste künftig bei einem angestrebten Upgrade die gesamte Plattform (CPU + Motherboard) ausgewechselt werden.

Überraschend ist dabei vor allem die Tatsache, wie schnell Intel einen solch großen und riskanten Schritt gedenkt umsetzten zu können. So soll schon nach der kommenden Haswell-Plattform Schluß mit wechselbaren Prozessoren aus dem Hause Intel sein. Die darauf folgende Broadwell-Generation soll nach den Meldungen schon nur noch als komplette Einheit erhältlich sein. Der Schritt kommt allerdings nicht gänzlich unerwartet. Denn schon länger scheint das Interesse der Nutzer an klassischen Desktop- und Notebooksystemen zu sinken, bei denen die Option zum Austausch der CPU gegeben ist. Bei kompakten Netbooks oder flachen Ultrabooks mussten die Prozessoren jedoch von Anfang an aufgelötet werden, um eine niedrigere Bauhöhe gewährleisten zu können. Und selbst in den klassischen Komplett-Office-PCs kommen mehr und mehr fest verbaute CPUs zum Tragen, denn auch hier wird immer häufiger auf günstige und vor allem effiziente Prozessoren aus dem Mobil-Sortiment zurück gegriffen.

Bild: tomshardware

Bleibt nur noch fraglich, ob Intel es mit solch einem Schritt schafft seine Marktposition zu behaupten oder ob sich die Käuferschicht der Enthusiasten und interessierten Spielern ins AMD-Lager schlagen, sofern der Chiphersteller nicht ähnliche Anstrengungen in naher Zukunft ins Auge fasst.

Quelle: tomshardware
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