externe Festplatte partitionieren - so funktioniert es unter Windows

01.10.2013 18:33 Uhr | maniacu22

Externe Festplatten haben in den letzten Jahren an Speicherkapazität genauso zugelegt, wie ihre Pendants für den internen Bereich. Bei einer Speicherkapazität von über 500 Gigabyte kann es durchaus schnell zur Unübersichtlichkeit kommen und es lohnt sich, die Festplatte in verschiedene Bereiche aufzuteilen.

Was wird für die Partitionierung einer externen Festplatte benötigt:

  • Externe Festplatte
  • Partitionierungssoftware (bereits im Windows verfügbar)
  • Etwas Grundwissen über speichermedien und Partitionen

Vorteile von partitionierten Festplatten:

Indem die externe Festplatte beispielsweise in „Dokumente“, „Musik“ und „Videos“ geteilt ist, können die Dateien besser zugeordnet werden, es ist übersichtlicher und die Schreib- und Leseköpfe legen bei ihrer Arbeit nicht mehr so weite Wege zurück.

Ein weiterer Vorteil liegt auch in der Verwaltung der einzelnen Partitionen. So können beispielsweise Systemabbilder schneller gefunden werden, aber auch separate Partitionen einfach mal gelöscht und formatiert werden.

Was man vor der Partitionierung beachten sollte:

Eine neue oder komplett leere Festplatte lässt sich am einfachsten teilen, was den zeitlichen Aufwand auf ein Minimum begrenzt. Falls auf der zu partitionierenden Festplatte schon ein paar Daten gespeichert sind, lässt sich diese auch noch teilen, jedoch nicht mehr mit den Windows-internen Programmen. Hierfür werden Programme wie „Patition Magic“ nötig.

Vor der Partitionierung sollte man sich über die Anzahl, Größe, Laufwerksbuchstaben und Bezeichnung im Klaren sein. Der Laufwerksbuchstabe „C“ sollte nicht gewählt werden, da dieser im Normalfall dem Betriebssystem zugeschrieben ist.

Die Partitionierung:

In unserem Beispiel zeigen wir die Partitionierung einer leeren externen Festplatte mit Windows-Boardmitteln. Sobald die Festplatte an unserem USB-Anschluss hängt, hört man den typischen Windows-Bestätigungston, dass ein Medium angeschlossen wurde.

Wichtig: Sobald man mehrere Festplatten mit mehreren Partitionen unter Windows betreibt, sollte man sich vorher im Explorer vergewissern, welche Laufwerksbuchstaben die Festplatte hat, die man partitioniert, nicht dass man versehentlich die falsche erwischt, und alle darauf befindlichen Daten gelöscht werden.

Anschließend geben wir über die Suchfunktion bei Windows 8 „Datenträger“ ein und öffnen „Festplattenpartitionen erstellen und formatieren“:

Bei Windows 7 ist der Weg in die Datenträgerverwaltung ähnlich, nur dass man über „Start“ die Suche nach „Datenträger“ startet:

In der Datanträgerverwaltung sind alle vom Windows erkannten Laufwerke aufgelistet. Wer sich hier nicht ganz sicher ist, welches Laufwerk der externen HDD entspricht, sollte im Windows-Explorer vorsichtshalber nach dem Laufwerksbuchstaben Ausschau halten.

Mittels Rechtsklick löscht man die vorhandene Partition und bestätigt den Vorgang mit „JA“ im darauf folgenden Fenster:

Jetzt erstellt man wieder mittels Rechtsklick ein „Neues einfaches Volume“ und gibt die Größe der ersten gewünschten Partition ein. Man sollte bei der Angabe des Volumens bedenken, dass 1 Megabyte 1.024 Bytes entsprechen, demzufolge entspricht ein Gigabyte auch 1.024 Megabyte usw.
Wenn man beispielsweise die erste Partition exakt 100 Gigabyte groß haben möchte, sollten 102.400 Megabyte eingeben werden:

Anschließend kann der Laufwerksbuchstabe vergeben werden, welcher sich aber jederzeit nachträglich ändern lässt:

Unter „Volumebezeichnung“ kann der Partition ein zutreffender Name gegeben werden. Wir haben unser Beispiel „Daten“ genannt.
Im Anschluss sehen wir in der Datenträgerverwaltung die erste Partition namens „Daten“ mit 100 Gigabyte im NTFS-Format:

In unserem Beispiel bleiben exakt 132,88 GB für weitere Partitionen frei. Hier lohnt sich zwar nur noch eine weitere Partition, aber bei größeren Festplatten kann man durchaus noch weitere davon erstellen. Dazu klickt man wieder mittels der rechten Maustaste auf den noch nicht zugeordneten Speicherplatz (schwarz schraffiert) und wählt „Neues einfaches Volume“ aus:

Durch betätigen des „Weiter-Buttons“ gelangt man wieder in das Fenster mit der Wahl der Partitionsgröße. In unserem Fall nehmen wir den gesamten restlichen Speicherplatz von 136.072 Megabyte (132,88 GB) in Anspruch und klicken auf „Weiter“:

Nach Auswahl des Laufwerksbuchstaben und der Bezeichnung (in unserem Fall „Bilder“) wird wieder automatisch die Schnellformatierung durchgeführt und wir sehen in der Datenträgerverwaltung sowie im Windows Explorer unsere Festplatte mit zwei Partitionen:

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