Digitalisierung im Mittelstand – Strategien und beste Softwarelösungen

16.04.2019 11:05 Uhr | Redaktion

Die Digitalisierung von Unternehmen schreitet stetig voran. Leider hängt der deutsche Mittelstand bei der Umsetzung noch hinterher. Andere Wirtschaftsregionen wie die Vereinigten Staaten sind schon viel weiter. Woran liegt das und mit welchen Strategien kann man die Digitalisierung des Mittelstands beschleunigen?

Warum die Digitalisierung im Mittelstand nur schleppend vorankommt

Die Einwände gegen ein digitalisiertes Unternehmen sind groß. Es kostet zu viel Geld. Es frisst zu viel Zeit. Die Mitarbeiter sein überfordert oder nicht genug ausgebildet. Außerdem gibt es ja noch das operative Geschäft, welches unter der Umstrukturierung leiden müsse. Eins vorweg: Diese Befürchtungen müssen nicht eintreten, wenn man den digitalen Umbau des Unternehmens gut plant und Schritt-für-Schritt angeht. Trotzdem zeigt die jährliche Studie des Digitalisierungsindex, dass der Mittelstand nur schleppend in das digitale Zeitalter startet.

Was sind die Lösungen?

Die Lösungsansätze sind vielfältig und für jedes Unternehmen individuell zu planen. Trotzdem haben alle Gemeinsamkeiten. Einigen werden im Folgenden vorgestellt.

Einsatz von Softwarelösungen

Es müssen nicht immer Menschen effizienter arbeiten. Vieles kann von kluger Software übernommen und gesteuert werden. So bietet sich eine zentrale ERP-Lösung für den Mittelstand an. Die zentrale Datenbank ermöglicht den schnellen Austausch mit Kunden und Lieferanten. Die Produktionseffizienz wird gesteigert. Materialengpässe gehören durch den genauen Überblick der Vergangenheit an. Die Produktivität wird insgesamt gesteigert. Das funktioniert auch, wenn Teams an verschiedenen Orten arbeiten. Eine gute Softwarelösungen ist der Start für jedes Unternehmen in die Digitalisierung. Arbeitsprozesse können so schneller und produktiver gestaltet werden. Der Mittelstand muss sich der Digitalisierung schon deshalb stellen, weil er sonst ganz unvorbereitet auf das Internet der Zukunft ist.

Digitalisierung von innen

Viele Unternehmen besitzen bereits eine Webseite, eigene Apps oder Kanäle auf den sozialen Netzwerken. Diese Außendarstellung bezeichnet aber nicht die Digitalisierung des Mittelstandes. Dort geht es eher um die Optimierung von Prozessen, Effizienz und der Schaffung digitaler Unternehmensstrukturen. Dabei muss das gesamte Unternehmen beim digitalen Umbau mitziehen. Digitalisierung kann nicht einfach von oben verordnet werden. Es ist auch nicht praktisch. Der Umbau braucht, je nach Unternehmensgröße, mehr oder weniger Zeit.

Mitarbeiter mitnehmen

Oft wissen die Mitarbeiter am Besten welche Aufgaben und Prozesse die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Sie können wertvolle Anregung für die Neustrukturierung geben. Wenn Software eingeführt wird, lohnt sich auch die Investition in Schulungen für alle Mitarbeiter. Jeder Arbeitnehmer sollte auf demselben Stand sein. Dies kann durch Workshops, Videos oder eine Support-Gruppe geschehen. Die Ausbildung garantiert den reibungslosen Ablauf und eine effizientere Arbeitsweise. Gleichzeitig wächst die Unternehmenskultur an einer solchen Aufgabe. Das gemeinsame Projekt „Digitalisierung“ bringt alle zusammen und lässt ein eingeschworenes Team entstehen. Davon profitiert das Arbeitsklima und die Loyalität der Mitarbeiter. Mit einem offenen Diskurs holt ein Unternehmen dann auch kritische Mitarbeiter mit ins Boot.

Digitalisierung hat nichts mit dem Alter zu tun

Der Mythos, dass die Digitalisierung nur etwas für junge Menschen sei, hält sich hartnäckig. Vielleicht liegt es daran, dass die Medien im Bezug auf das Internet nur über YouTube und Jugendkultur berichten. Die digitalen Unternehmer ab 50 Jahren kommen eher selten vor. Trotzdem ist die Frage der Digitalisierung keine Frage des Alters. Sie ist eine Frage des Überlebens. Das Internet bestimmt unseren Alltag und den Handel so stark, dass ein Unternehmen sich der Digitalisierung nicht mehr verschließen kann. Sie wird nicht einfach verschwinden. Daher lohnt sich das Investment in Fortbildungen und Schulungen. Auch die Lernbereitschaft der eigenen Mitarbeiter kann unterstützt werden, wenn es dem Unternehmen mit der Digitalisierung helfen kann. Die Last der Umstellung sollte dabei auf mehreren Schultern verteilt sein.

Die Frage nach dem Geld

Digitalisierung kostet zu viel Geld. Studien gehen von einem Investitionsvolumen von bis zu 14 Milliarden Euro für den deutschen Mittelstand aus. Es wird leider nur ein Bruchteil ausgegeben. Statt in einem radikalen Umbau alles auf den Kopf zu stellen, lohnt sich die schrittweise Einführung. Hier haben Mittelständler die volle Kontrolle und können zusätzlich von einer Finanzierung über mehrere Jahre profitieren.

Mut für die Zukunft

Der Mittelstand ist in einer guten Ausgangslage. Vielen Unternehmen geht es wirtschaftlich sehr gut und die Auftragsbücher sind voll. Der Zeitpunkt zu investieren ist jetzt. Für die Unternehmen bietet sich die einmalige Chance nicht nur ihr Unternehmen zu verändern und mit der Zeit zu gehen, sondern auch ein Vorreiter in ihrer Branche zu werden. Daraus ergeben sich ganz neue Vorteile für den Mittelstand. Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit gleichzeitig neue Geschäftsfelder zu entdecken. Wer Ressourcen frei hat, kann mehr oder anders produzieren. Der Raum für Innovation und Entwicklung wird geöffnet. Zwar kostet das Geld und Zeit, kann sich in späteren Mehreinnahmen um ein Vielfaches auszahlen.

Fazit

Der Mittelstand tut sich schwer mit der Digitalisierung. Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Lage besser als jemals zuvor. Geld und Ressourcen wären jetzt da, um den Mittelstand zukunftsfähig zu machen. Mit vielen kleinen Schritten können es Unternehmen in eine digitale Arbeitswelt schaffen. Die Mitnahmen der Arbeitnehmer ist dabei genauso wichtig.

 

  Bildquellenangabe: pixabay.com – © jarmoluk, CCO Public Domain

 

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