Der ideale Office- und Multimedia-PC 2018

19.02.2018 11:25 Uhr | maniacu22

Nachdem im vergangenen Jahr die Preise für Grafikkarten und Arbeitsspeicher einen extremen Anstieg verzeichnet haben, stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch möglich ist, einen Office- und Multimedia-PC für verhältnismäßig wenig Geld zu bekommen. Obwohl sich diese Frage aufgrund verschiedenster Faktoren wie Einsatzzweck oder auch Verfügbarkeit sowie Preis-Leistungs-Verhältnis der Hardwarekomponenten nicht so einfach beantworten lässt, wollen wir in diesem Ratgeber genau dieses Szenario betrachten und aufzeigen, worauf es bei einem Office- und Multimedia-System ankommt und wie Beispielkonfigurationen aussehen könnten

In Zeiten, in denen bestimmte Hardware-Komponenten wie Arbeitsspeicher oder auch Grafikkarten immer teurer werden und eine Besserung nicht in Sicht ist, warten nicht nur Gamer mit dem Kauf neuer Hardware auf bessere Zeiten, sondern auch normale Anwender, die sich ihren Familien-Multimedia-PC selbst zusammenstellen. Nachdem AMD mit Ryzen 3 2200G sowie Ryzen 5 2400G zwei recht potente APUs der neuen Raven Ridge Serie ins Rennen geschickt hat, sind die Karten neu gemischt worden, wodurch sich wieder Möglichkeiten für gute und vor allem verhältnismäßig günstige Allround-PCs auftun. Ist man auf der Suche nach einem individuell auf seine Bedürfnisse zusammengestellten Office- und Multimedia-PC, so führt aktuell kaum ein Weg an den neuen Raven Ridge APUs aus dem Hause AMD vorbei, der wie folgt aussehen könnte:

  • CPU: AMD Ryzen 3 2200G, 4x 3,50 GHz, boxed – ca. 96 Euro
  • CPU-Kühler: be quiet! Shadow Rock TF 2 – ca. 46 Euro
  • Mainboard: ASRock AB350M Pro4 (mATX) – ca. 67 Euro
  • Grafikkarte: keine, da Vega 8 Grafikeinheit in der CPU sitzt
  • RAM: G.Skill RipJaws 4, DDR4-3200 MHz 8GB-Kit – ca. 97 Euro
  • SSD: Crucial MX500 250GB, SATA – ca. 73 Euro
  • Netzteil: be quiet! Pure Power 10-CM 400W – ca. 55 Euro
  • Gehäuse: Chieftec Gaming Cube CI-01B-OP – ca. 43 Euro

Summe: 477 Euro

Optionale Komponenten:

  • HDD: Seagate BarraCuda Compute 1TB – ca. 41 Euro
  • 2. RAM-Kit: G.Skill RipJaws 4, DDR4-3200 MHz 8GB-Kit – ca. 97 Euro
  • DVD-Laufwerk/Brenner oder Blu-ray-Laufwerk/Brenner
  • Windows 10-Lizenz käuflich zu erwerben oder optional über alte Windows-7/8-Lizenz zu bekommen

Das hier zusammengestellte Multimedia-Office-System ist für jegliche Aufgaben geeignet, die an einen Familien-PC gestellt werden, worunter Office-Anwendungen (Word, Excel, Power Point), Surfen im Internet, Videowiedergabe wie YouTube, nicht professionelle Bildbearbeitung, nicht professionelle Videobearbeitung bis zu 4K sowie auch Spiele mit mittleren Anforderungen wie zum Beispiel Overwatch geeignet. Schwächen, welche dem Preis-Leistungsverhältnis geschuldet sind, stellen professionelle Video- und Bildbearbeitung sowie aktuelle Grafik-Games mit maximalen Details dar, wofür dann ein Workstation- oder High-End-Gaming-PC notwendig wären.

In diversen Tests hat sich gezeigt, dass der mit der CPU ausgelieferte Wraith-Cooler im Grunde ausreichen sollte, um diese im täglichen Einsatz auf Temperatur halten zu können. Dennoch haben wir uns für ein Alternativ-Modell entschieden, da dieses, ebenfalls durch Tests bewiesen, genügend Reserven für die warmen Sommermonate mit sich bringen dürfte.

Bezüglich der RAM-Auswahl wurde bewusst auf ein 2 x 4 GB-Kit zurückgegriffen, wodurch von Beginn an der Dual-Channel-Modus zur Verfügung steht. Da das Mainboard über insgesamt vier Ram-Bänke verfügt, ist es später immer noch möglich, auf Wunsch ein weiteres Ram-Kit nachrüsten zu können.

Wichtiger Hinweis: Aktuell sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Händler ein entsprechend aktualisiertes BIOS installiert, da es ansonsten dazu führen kann, dass die APU nicht in der Lage ist, den Bootvorgang einzuleiten. Mehr Informationen sind in diesem Thread nachlesbar.

Wie immer handelt es sich bei diesem hier zusammengestellten PC um eine Empfehlung. Sollte man beim Gehäuse, dem Mainboard oder was auch immer, einen anderen Geschmack oder andere Vorstellungen haben, so steht es natürlich jedem frei, diese nach seinen Wünschen umsetzen zu können.

Meinung des Autors

AMD bietet mit dem neue Ryzen 3 2200G einen sehr guten Prozessor, der in der Lage ist, der Konkurrenz von Intel in der bis 100-Euro-Klasse das Fürchten zu lehren. Eingesetzt in einem Multimedia-Office-PC bietet dieser in meinen Augen aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Zugegeben ist der PC mit fast 500 Euro immer noch kein Schnäppchen, doch in Zeiten von überteuerten Grafikkarten und RAM-Bausteinen doch eine gute Alternative, zu einem Komplett-PC, welcher meist schlechter ausgestattet oder deutlich teurer ist.

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