Dell kann Abwärtstrend nicht stoppen

16.11.2012 08:52 Uhr | Geronimo

Der Computerhersteller Dell hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2012 veröffentlicht. Diese sind noch wesentlich schlechter als von Analysten vermutet

Die immer weiter wachsenden Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets sowie der teilweise dramatische Rückgang im klassischen PC-Geschäft machen auch dem Computerproduzenten Dell zu schaffen. In seinem jüngsten Quartalsbericht informierte der US-Konzern über einen massiven Einbruch bei den Umsatz-, Gewinn- und Absatzzahlen.

Laut dem jetzt veröffentlichten Bericht sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar (10,7 Milliarden Euro), beim Gewinn musste das Unternehmen gar eine Halbierung auf nunmehr 475 Millionen Dollar hinnehmen. Trotz des Ausbaus seines Service- und Software-Geschäfts macht Dell immer noch rund die Hälfte seines Umsatzes mit Notebooks und Desktop-Rechnern. Und hier musste der Konzern einen Einbruch von 26 Prozent beziehungsweise 8 Prozent vermelden, für den die Rückgänge bei Privatanwendern um 23 Prozent und bei Bestellungen der öffentlichen Hand um 8 bis 11 Prozent verantwortlich sind.

Nach jüngsten Gerüchten könnte es nun soweit kommen, dass sich der Konzern von seiner PC-Sparte trennt oder sogar vollständig übernommen wird. Im Rahmen seiner neuen Geschäftsstrategie mit der Verschmelzung von PCs, Smartphones und Tablets unter einem gemeinsamen Betriebssystem wird Microsoft immer mehr zum Verkäufer von Hardware. Daher denkt der Softwareproduzent offenbar darüber nach, künftig nicht mehr bei Zulieferern fertigen zu lassen, sondern bestehende Firmen zu kaufen und die Produktion selber zu übernehmen. Als mögliche Kandidaten für solche Übernahmen werden der angeschlagene Mobilfunkhersteller Nokia und eben auch – entweder teilweise oder komplett – Dell gehandelt.


Mit Material von: heise.de
Oben