Autostart-Prozesse mittels Microsoft Autoruns erst starten lassen, wenn sie auch wirklich benötigt werden

19.07.2018 15:24 Uhr | maniacu22

Windows-Nutzer, die das Gefühl haben, dass der PC trotz SSD sowie aufgeräumten Autostart immer noch nicht so performant wie erhofft läuft, kann die Ursache in Systemdiensten und Prozessen liegen, die nicht ersichtlich sind aber dennoch mit Windows gestartet werden. Wer den Übeltätern auf die Spur kommen möchte, sollte sich einmal das kleine Tool Autoruns aus dem Hause Microsoft ansehen, bei welchem es sich zwar um ein englischsprachiges aber mächtiges Tool handelt, das wirklich sämtliche laufenden Prozesse und Systemdienste auflistet, die automatisch mit Windows gestartet werden. Autoruns ermögliche es seinem Nutzer, entsprechende Dienste zu enttarnen und zu unterbinden, wodurch der Bootvorgang nochmals deutlich beschleunigt werden kann

Mit dem kostenlos erhältlichen, nur 1,2 MB großen Autoruns aus dem Hause Microsoft lassen sich auch abseits des berühmten Autostart in Windows zahlreiche Stellen herausfinden, an denen sich möglicherweise noch Autostart-Programme und anderweitige Systemdienste verbergen, welche die Performance des Windows-PCs einbremsen können. Bei Autoruns handelt es sich um ein Analysetool von Mark Rossinovich und Bryce Cogwell und ist ein Teil der portablem Sysinternals Suite, welche ebenfalls von Microsoft angeboten wird. Gleich nach dem Download sowie dem Start des Tools werden unter dem Eintrag Everything“ Programme, Bibliotheken und Dienste angezeigt, die sich mittels Häkchen deaktivieren lassen.

VORSICHT: Bei der Arbeit mit dem Tool Autoruns sollte man nicht willkurlich alles deaktivieren, was angeboten wird. Um die Gefahr zu minimieren, sich im worst case gleich das gesamte Windows zu zerschießen, sollten alle im Tool angezeigten, von Microsoft signierten Programme und Anwendungen tabu sein.

In den Kategorien „Logon“, „Internet Explorer“, „Scheduled Tasks“ sowie „Sidebar Gadgets“ lassen sich allerdings relativ gefahrlos Prozesse und Dienste deaktivieren, was schon einen deutlichen Performance-Schub geben sollte. Unter Description wird zu jedem Eintrag eine kurze Beschreibung geliefert, welche die Auswahl erleichtern sollte. Ist man sich trotz Kurzbeschreibung nicht sicher, ob ein Eintrag aktiviert bleiben darf oder deaktiviert werden kann, lässt sich auf diesen auch ein Rechtsklick ausführen, woraufhin sich ein Kontextmenü öffnet. Hier lassen sich über den Eintrag „search online“ weitere Informationen aus dem Internet abrufen.

Meinung des Autors

Da Autoruns nicht nur gutes, sondern in unbedarften Händen auch viel Schaden anrichten kann, ist er verständlich, dass Microsoft dieses Tool nicht in Windows 10 implementiert hat, wodurch auch "die Hausfrau von Nebenan" stolpern könnte. Wer dieses Tool verwendet, sollte sich auch der damit verbundenen Gefahren bewusst sein. Also nochmal: Finger weg von den Microsoft-signierten Einträgen.

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