ASRock plant demnächst ins Grafikkarten-Geschäft einzusteigen - UPDATE

08.03.2018 09:39 Uhr | maniacu22

Wirft man einen Blick auf die großen Boardpartner ASUS, Gigabyte und MSI, haben diese neben ihrem Haupt-Bereich der Mainboards noch viele weitere „Standbeine“ wie zum Beispiel auch das Grafikkarten-Segment. Selbst der eigentlich für seine Grafikkarten bekannte Hersteller EVGA entwickelt und verkauft im kleinen Rahmen entsprechende Mainboards. Jetzt plant auch der Mainboard-Spezialist ASRock, der jahrelang als billige Tochter des einstigen Mutter-Konzerns ASUS belächelt worden ist, heutzutage aber mit die besten Mainboards auf dem Markt hat, ebenfalls in das Grafikkarten-Geschäft einzusteigen. Gerüchten zufolge sollen bereits im April die ersten Grafikkarten-Modelle auf Basis von AMD-GPUs im Handel erscheinen

UPDATE vom 08.03.208 – 10:39 Uhr

Basierend auf der gestrigen, bislang seitens ASRock noch nicht bestätigten Meldung, ebenfalls im GPU-Geschäft Fuß zu fassen, lassen sich im Netz jetzt weitere Informationen beziehungsweise auch Gedankenspiele zu möglichen Szenarien finden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Wie im Forum unsere Kollegen von hardwareluxx zu lesen ist, könnte eine erste Auslieferung vorerst nur für den asiatischen Markt gedacht sein, da der chinesische Markt zum aktuellen Zeitpunkt als einer der größten Wachstumsmärkte, auch hinsichtlich PC-Hardware gilt.

Eine andere Überlegung mündet darin, dass ASRock möglicherweise sein aktuelles Mining-Portfolio zu erweitern gedenkt, da man mit dem H110 Pro BTC+ bereits ein Mainboard mit einem PCIe-3.0-x16 sowie ganzen zwölf PCIe-2.0-x1-Slots im Angebot hat, welches somit 13 Grafikkarten aufnehmen kann und für Miner besonders interessant ist. Hier liegt die Überlegung nahe, dass ASRock für genau dieses Szenario eine eigene Lösung bieten könnte. Obwohl letzteres Szenario für die Masse der Endverbraucher erst einmal weniger spannend klingen mag, darf man nicht vergessen, dass ASRock, falls sie denn vorerst nur für die Miner produzieren, die anderen Boardpartner gewaltig entlastet, so dass eine deutlichere Trennung zwischen Mining- und Gaming-CPUs zu beobachten wäre, was langfristig die Preisentwicklung zu Gunsten der Verbraucher beeinflussen könnte. Voraussetzung ist und bleibt allerdings dann immer noch der Punkt, dass AMD entsprechende Chips auch in entsprechenden Stückzahlen liefern kann.

Bevor ASRock und/oder AMD keine offizielle Bestätigung zu diesem Vorhaben herausgeben, bleibt es allerdings nur bei Gerüchten mit einhergehenden Gedankenspielen.

Original-Artikel vom 07.03.2018 – 17:23 Uhr

Wie die stets gut informierten, taiwanesischen Kollegen von digitimes berichten, soll auf Basis von Quellen aus der Marktforschung der Mainboard-Hersteller ASRock bereits für April diesen Jahres geplant haben, eigene Grafikkarten-Modelle auf den Markt bringen zu wollen. Weiterhin heißt es, dass ASRock bei der Herstellung sowie auch dem Verkauf als Boardpartner von AMD fungiert.

Mit diesem Schritt würde ASRock sein aktuelles Portfolio aus Mainboards, Netzwerk-Produkten, Mini-PCs, Industrie-PCs sowie Server- und Workstation-Produkten um ein weiteres Standbein ergänzen, so wie es bereits ASUS, Gigabyte und auch MSI schon vor Jahren gemacht haben. Selbst eigentlich für Grafikkarten bekannte Hersteller wie EVGA haben sich umgedreht ein weiteres Standbein geschaffen, indem sie zumindest in kleinen Serien Mainboards anbieten.

Meinung des Autors

Dieser Schritt, wenn er sich denn bewahrheiten sollte, erscheint mir persönlich logisch und hätte eigentlich schon vor Jahren stattfinden sollen. Andererseits weiß ich als überzeugter ASRock-Kunde, dass dem Hersteller die Qualität und Langlebigkeit seiner Produkte extrem wichtig sind. Schließlich gibt es ja immer noch genügend Leute da draußen, die von 20 Jahre alten Umständen ausgehen, als ASRock noch unter den Fittichen von ASUS gestanden hat. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Schon alleine nach meinem Vega-Desaster mit Gigabyte freue ich mich doch sehr darauf, bald vernünftige GPU-Produkte von ASRock angeboten zu bekommen, insofern AMD natürlich auch entsprechende Chips liefern kann.

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