Arma 3-Entwickler wegen Spionageverdacht seit über zwei Monaten in Haft

23.11.2012 13:06 Uhr | Geronimo

Vor über zwei Monaten wurden zwei Entwickler des tschechischen Studios „Bohemia Interactive“ wegen angeblichen Spionageverdachts inhaftiert. Jetzt bemüht sich sogar der tschechische Präsident um deren Freilassung

Mitte September wurden Ivan Buchta und Martin Pezlar während eines privaten Urlaubs auf der griechischen Insel Lemnos inhaftiert, da sie angeblich militärische Einrichtungen ausspioniert hätten. Laut der Vorwürfe soll es sich aber mitnichten um detaillierte Fotos von Militäreigentum oder gar -geheimnissen handeln. Auf einem privaten Urlaubsvideo der beiden soll lediglich eine Vorbeifahrt am internationalen Flughafen der Insel zu sehen sein, bei der für einen kurzen Moment im Hintergrund Hangars und andere Gebäudes des militärischen Teils des Flughafen zu sehen sind.

Nachdem kürzlich sowohl ein Einspruch als auch der Antrag auf Freilassung auf Kaution abgelehnt wurden, hat sich jetzt der tschechische Präsident Václav Klaus schriftlich an seinen griechischen Amtskollegen Karolos Papoulias gewandt. Havel betont in dem Schreiben, dass er keine Zweifel an der Fairness und Unvoreingenommenheit der zuständigen Behörden habe. Aber er macht auch klar, dass er die beiden Angeklagten für unschuldig hält und fordert den griechsiceh Staatspräsidenten zumindest indirekt zur Intervention auf: „Ich möchte sie, Herr Präsident, darum bitten, dieser unglücklichen Angelegenheit in Anbetracht unserer exzellenten Beziehungen mit besonderer Aufmerksamkeit zu folgen, damit dies nicht unnötigerweise einen Schatten auf diese Beziehung wirft.“. In diplomatischen Kreisen ist das schon eine sehr eindeutige Ansage.


Quelle: computerbase.de
Bildquelle: Google
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