AMD fährt Bestellungen von CPU-Wafern bei Auftragsfertiger Globalfoundries deutlich zurück

07.12.2012 15:17 Uhr | POINTman

Eine weiterhin stagnierende Nachfrage an x86-Prozessoren und damit erwartete Liquiditätsengpässe seitens AMD veranlassen den Chip-Entwickler zu drastischen Schritten

Wie der Hersteller in einer offiziellen Mitteilung ankündigt, werden bestehende Verträge mit seinem Auftragsfertiger Globalfoundries angepasst und bereits ausgehandelte Liefermengen an Wafern storniert. So will AMD nur noch für 115 Millionen US-Dollar Wafer von seinem Partner im laufenden vierten Quartal abnehmen.

Weiterhin plant der Chip-Entwickler für das kommende Jahr Wafer mit einem Kostenumfang von 1,15 Milliarden US-Dollar von Globalfoundries abnehmen zu wollen. Parallel dazu heißt es seitens AMD, dass man wieder auf einen Festpreis pro Wafer umschwenken wolle, da die Ausbeute mittlerweile entsprechend hoch ausfallen würde und defekte Chips pro Wafer zur Minderheit gehören. Im Frühjahr 2011 hatte sich AMD von diesem, bereits zuvor genutzten Bezahlmodell abgewand, da die 32 nm-Fertigung zu diesem Zeitpunkt noch sehr fehlerbehaftet war und die Ausbeute an entsprechend tauglichen Chips entsprechend gering ausfiel.

Um aus den bestehenden Vereinbarungen überhaupt heraus zu kommen, zahlt AMD eine stattliche Auslöse von 320 Millionen US-Dollar an seinen Partner, die in mehrere Schritten aufgeteilt bis Ende 2013 abgezahlt wird. Dazu gehört im letzten Quartal 2012 auch eine sogenannte Take-or-Pay Charge, für die nicht abgenommenen Wafer, die Globalfoundries allen Anschein nach schon produziert oder zumindest mit den Vorbereitungen dazu begonnen hat.

AMD erhofft sich mit der neuerlichen Vertragsanpassung, der dritten Ausgabe des Wafer Supply Agreement (WSA), eine bessere Ausgangslage im aktuellen Marktgeschehen und peilt, sehr optimistisch, ab dem zweiten Halbjahr 2013 sogar wieder in die Gewinnzone rutschen zu können.

Quelle: AMD/CB
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