Age of Empires Definite Edition mit viel Lob, aber auch reichlich Kritiken

21.02.2018 12:49 Uhr | maniacu22

Nach der Veröffentlichung der HD-Neuauflage des Echtzeit-Strategie-Klassikers „Age of Empires: Definite Edition“ spalten sich die Bewertungen der Fans auf der Store-Produktseite in zwei Lager, wobei es neutrale Bewertungen, sogenannte Grauzonen kaum zu geben scheint. Während nahezu 40 Prozent der Spieler mit der Umsetzung überaus zufrieden sind, haben fast 50 Prozent der Spieler eine schlechte Bewertung mit nur einem Stern abgegeben. Letztere beziehen sich aber weniger auf den Inhalt, sondern vielmehr auf die technische Umsetzung, die mit Rucklern im Spiel als auch sporadischen Abstürzen behaftet sind. In einigen Fällen soll sich das Spiel gar nicht erst starten lassen

Mit der „Age of Empires Definite Edition“ hat Microsoft eines der wohl bekanntesten Echtzeit-Strategiespiele zurück gebracht, wobei das Spiel bis auf eine neue HD-Grafik bezüglich des Gameplays so nah wie möglich am Original positioniert sein sollte. Das es Microsoft nicht allen Fans des Spiels Recht machen konnte, zeigt sich nun auch im Bewertungs-System im Microsoft-Store, wo das Spiel aktuell mit 2,8 von fünf möglichen Punkten eher durchwachsen erscheint.

Wirft man allerdings einen genaueren Blick auf die Kritik-Verteilung zeigt sich sehr schnell, dass sich diese hauptsächlich aus absolut positiven sowie auch absolut negativen Bewertungen zusammensetzt. Die wenigsten Nutzer haben hier 2, 3 oder 4 Sterne vergeben. Viele der negativen Kritiken beziehen sich auf die recht schwache technische Umsetzung , da hier von Rucklern und einem gefühlt nicht flüssigem Spielverhalten berichtet wird, obwohl die minimalen Systemanforderungen mit einem Dual-Core-Prozessore mit 1,8 GHz, Intel-HD-4000-Grafik sowie 4 GB Arbeitsspeicher selbst von Einsteiger-PCs erfüllt werden müssten. Wie die Kollegen von heise.de berichten, soll die Age od Empires Definite Edition selbst auf Systemen mit einer Nvidia GeForce GTX 1070 sowie 16 GB Arbeitsspeicher immer noch ins Stottern geraten, obwohl selbst die von Microsoft empfohlenen Systemanforderungen mit 8 GB RAM sowie einer Radeon HD 5850 oder einer GeForce GTX 650 deutlich darunter liegen.

Neben diesen technischen Problemen beklagen sich andere Spieler zum Beispiel über die schlechte Wegfindung der Spiel-KI, die subjektiv betrachtet noch schlechter als im Original aus dem Jahre 1997 ausfallen soll. Bugs und Spielabstürze haben ebenfalls zu schlechten Spielkritiken geführt wie auch der Umstand, dass das Spiel gar nicht erst startet.

Anscheinend sollte Microsoft doch noch einmal Hand anlegen und für diverse, möglicherweise berechtigte Kritiken einen entsprechenden Patch nachschieben. Ob und wann damit gerechnet werden kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Meinung des Autors

Viele Age of Empires Fans werden sich auf das Remake gefreut haben, und aktuell bitter enttäuscht sein. Persönlich hätte ich nicht gedacht, dass es nach der damaligen Verschiebung nun zu solch drastischen Problemen kommt. Warum verzichtet man nun auch hier auf eine entsprechende Qualitätskontrolle? Vielleicht gibt es diese aber auch, nur dass die dort angestellten Mitarbeiter weniger motiviert sind, als dies noch im Jahr 1997 der Fall gewesen ist. Könnt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, in welchen ihr Software gekauft habt, die ohne Wenn und Aber funktioniert hat, solange die Hardwareanforderungen eingehalten worden sind? Lange ist es her.

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