• Telekom: Zubuchoption 'StreamOn' bei T-Mobile - was ist das? - UPDATE

    19.04.2018, 11:14 Uhr:

    Mobilfunkkunden der Deutsche Telekom haben die Möglichkeit, das sogenannte 'StreamOn' zu ihrem Mobilfunkvertrag hinzu zu buchen. Doch vielen potenziellen Nutzern ist gar nicht klar, welche Vorteile sie davon haben. Nachfolgend ein Überblick über die Möglichkeiten



    Als die Telekom die neue Zusatzoption angekündigt hat, gab es sofort Proteste. Denn so mancher kritische Betrachter sah und sieht darin das Ende der Netzneutralität, die jedem Anbieter die gleichen Zugangsmöglichkeiten zum Internet gewährt. Diese ist bei dem optionalen Vertragsbestandteil nämlich ganz sicher nicht gegeben, denn "StreamOn" bevorzugt ganz klar die teilnehmenden Unternehmen, die ihre Daten an den Kunden übermitteln können, ohne dass dies das inklusive Highspeed-Datenvolumen des Mobilfunkvertrags belastet. Man bekommt also quasi für diverse Anbieter eine echte Flatrate, während jeder Seitenaufruf außerhalb der Teilnehmerliste mit "verlorenen" MB bezahlt werden muss.


    "StreamOn" gibt es in folgenden Stufen:


    • StreamOn Music: ermöglicht den Zugriff auf diverse Musikstreams. Mit an Bord sind die wichtigsten Musikportale wie Amazon Prime Music, Apple Music, Deezer oder Spotify, aber auch zahlreiche Radiosender wie die bundesweit beliebte Antenne Bayern und etliche Lokalradios.
    • StreamOn Music&Video: bietet zusätzlich den Zugriff auf zahlreiche Video-Streamingdienste, darunter Amazon Prime Video, Eurosport Player, Google Play Filme & Serien, Netflix, Sky Go, YouTube und das ZDF (Hinweis zur Fußball-WM: die ARD ist derzeit nicht an Bord). Die Übertragung erfolgt jedoch nur in SD-Qualität.
    • StreamOn Music&Video Max: bietet die gleichen Zugriffsrechte wie zuvor genannt, jedoch erfolgt hier die Übertragung in HD-Qualität.


    Die vollständige Liste der derzeit 148 Partner-Dienste für Musik-Streaming und 72 Partner-Dienste für Video-Streaming gibt es hier unter der Schaltfläche "Alle Partner anzeigen".


    Doch kein Angebot ohne Haken: die Nutzung von "StreamOn" ist nur im Inland möglich. Wenn außerhalb von Deutschland auf die Portale zugegriffen wird, geht dies von Inklusivvolumen ab. Das gilt auch für "das Laden von Covern, Werbung, Spielen und sonstige Inhalten, die nicht zum reinen Audio-und Video-Streaming gehören". Und sofern das vertragliche Volumen aufgebraucht ist und die Bandbreite auch max. 64 KBit/s im Download gedrosselt wird, gilt dies auch für "StreamOn". Zudem muss bei einem Altvertrag in einen der aktuellen Tarife gewechselt werden, denn nur dort kann die Option genutzt werden. Ganz wichtig: die Dienste selber sind natürlich nicht Bestandteil von "StreamOn", hierfür müssen entsprechende Abos beim jeweiligen Anbieter abgeschlossen werden.


    Die Option "StreamOn" ist in diversen Verträgen kostenlos enthalten, muss jedoch gesondert freigeschaltet werden. Die Basisversion ist in den Tarifen MagentaMobil S Young, MagentaMobil M und Family Card M enthalten. Die erste Stufe des Videostreams (SD) ist in den Tarifen MagentaMobil M Young, MagentaMobil L, MagentaMobil L Young, MagentaMobil L Plus, MagentaMobil L Premium und MagentaMobil L Plus Premium sowie zur Family Card L kostenlos zubuchbar. Die zweite Stufe (HD) gibt es ohne Kosten für Kunden von MagentaEins, sofern beim Mobilfunkvertrag mindestens MagentaMobil M oder MagentaMobil M Young vorhanden ist und der Vertrag mit einem bestehenden Festnetzanschluss der Telekom verknüpft wird.


    Fazit: Wer einen der genannten Tarife hat, sollte unbedingt die kostenlose Option hinzubuchen. Wer dafür einen der genannten Verträge abschließen muss, sollte sich jedoch genau überlegen, ob sich ein teurerer Tarif mir erweiterten Möglichkeiten lohnt. Wer Komplettkunde der Telekom ist und mindestens MegentaMobil M nutzt, sollte auf MagentaEins umstellen und dabei auch noch einen Preisvorteil von 10 Euro auf den gesamten Vertrag mitnehmen (sofern keine anderen Rabatte gewährt wurden).


    Update, 02.05.2018, 17:17 Uhr: Im obigen Text findet sich mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft der Hinweis, dass die ARD nicht als Partner beim Videostreaming an Bord ist. Das ist jetzt hinfällig, denn ab sofort können auch die ARD Mediathek, DasErste.de sowie die App der tagesschau innerhalb von Stream on genutzt werden. Ebenfalls neu ist Deutsches Musikfernsehen. Bei den Audiostreams steht jetzt zudem die ARD Audiothek zur Verfügung. Die Zahl der verfügbaren Quellen ist damit auf 154 Partner-Dienste für Musik-Streaming und 76 Partner-Dienste für Video-Streaming angestiegen.

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    Meinung des Autors
    Mit der Option "StreamOn" hat die Telekom ein wirkungsvolles Instrument zur Kundengewinnung und -bindung entwickelt. Die Liste der Teilnehmer ist inzwischen sehr lang, und die Kunden können diese nutzen, ohne dass die ihr Datenvolumen angreifen. Das klingt gut, doch man sollte die Nachteile kennen. Zudem bleibt ein etwas fader Beigeschmack, denn mit Netzneutralität hat das Angebot nichts am Hut.Jetzt kommentieren!
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