• Windows 10: Superfetch bei SSD-Laufwerken deaktivieren - so funktioniert es

    Um den Start von Programmen schneller ausführen zu können, hat Microsoft auch in Windows 10 den Dienst SuperFetch integriert, wodurch diese bereits im Vorfeld in den Arbeitsspeicher geladen werden. Nutzer mit SSD-Laufwerken benötigen diesen Dienst aber nicht mehr, da einerseits die SSD an sich schon schnell genug ist, um Programme weitestgehend ohne Geschwindigkeitsverluste starten zu können, andererseits SuperFetch für unnötige Lese- und Schreibvorgänge auf der SSD sorgt, die wiederum die Lebensdauer der Speicherzellen verkürzen können. Dieser Praxis-Tipp soll die Möglichkeiten aufzeigen, die Funktion SuperFetch deaktivieren oder auch wieder aktivieren zu können



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    Vor der Ära der SSD-Laufwerke war es für Windows-Nutzer wichtig, öfter benötigte Programme und Anwendungen im Arbeitsspeicher bereit zu halten, so dass diese bei einem Start schneller geladen werden können. Da mittlerweile viele Nutzer von den Vorteilen der schnellen SSD-Laufwerke überzeugt sind, bedarf es dieser Windows-Funktion namens SuperFetch nicht mehr. Vielmehr sorgt SuperFetch sogar dafür, dass auf den SSD-Laufwerken unnötige Lese- und Schreibvorgänge stattfinden, was deren Lebensdauer über einen längeren Zeitraum drastisch verringern kann. Windows 10 bietet wie auch schon Windows 7 und Windows 8 mehrere Möglichkeiten, die SuperFetch-Funktion zu deaktivieren. Zwei dieser Methoden möchte ich euch nachfolgend vorstellen.



    SuperFetch über Windows-Services deaktivieren:



    • betätigt die Tastenkombination Windows +R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
    • gebt hier den Befehl services.msc ein und betätigt Enter
    • in der sich nun geöffneten Dienste-Liste sucht ihr den Eintrag SuperFetch, welchen ihr mittels Doppelklick öffnet
    • in dem sich nun geöffneten Eigenschaften-Fenster wählt ihr über das Dropdown-Menü bei Starttyp den Eintrag Deaktiviert aus
    • nachdem ihr die Einstellungen übernommen habt, könnt ihr alle geöffneten Fenster schließen
    • abschließend muss Windows neu gestartet werden, damit die Einstellungen aktiv werden



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    SuperFetch über die Registry deaktivieren / konfigurieren:


    Wie so oft, lässt sich das Windows-Verhalten über die Registry etwas detaillierter einstellen, was auch im Fall von SuperFetch der Fall ist. Allerdings empfehle ich diese Vorgehensweise nur versierten Nutzern, da bei fehlerhaften Einstellungen keine Garantie übernommen werden kann.



    • betätigt wieder die Tastenkombination Windows + R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
    • gebt nun den Befehl regedit ein, um die Registry zu öffnen
    • navigiert nun zu folgendem Schlüssel Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlS et\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters den ihr auch einfach kopieren und in die Suchleiste der Registry einfügen könnt
    • im rechten Feld führt ihr nun einen Doppelklick auf den Eintrag EnablePrefetcher aus
    • unter Wert habt ihr nun die Möglichkeit, unter folgenden SuperFetch-Modi wählen zu können


    • 0: SuperFetch ist deaktiviert
    • 1: beschleunigt den Start von Programmen
    • 2: beschleunigt den Bootvorgang
    • 3: beschleunigt Start von Programmen sowie auch den Bootvorgang


    https://www.winboard.org/artikel-attachments/91868-03.jpg


    Standardmäßig ist hier der Wert "3" eingetragen, wodurch der Programmstart als auch der Bootvorgang beschleunigt wird. Sollte euer Windows auf einer SSD installiert sein, sollte auf den Wert 0 umgestellt werden.

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    Kommentare
    1. Avatar von Daniel85
      Daniel85 -
      habe auch durch Zufall gemerkt, dass das superfetch noch aktiv war. Wieso das?! Noch mit 7 war das doch standardmäßig deaktiviert, wenn man es auf einer SSD neu installierte. Wieso erkannte Windows 7 das, und win10 nicht mehr????
    1. Avatar von WalterB
      WalterB -
      Prefetch deaktivieren unter Windows bei SSD, ist das nicht auch noch eine Funktion welche bei vorhandener SSD unnötig ist ?
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      @WalterB

      unter Windows 7 wird Prefetch bei einem Clean-Install auf SSD automatisch deaktiviert, bei Windows 10 aus welchen Gründen auch immer, ist das leider nicht mehr so. Also hilft hier nur händisches Deaktivieren wie oben beschrieben.
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Hm,das Defragmentieren von SSD/Sticks wurde zu Win7 Zeiten noch per Standard abgeschaltet seit glaube Win8 nicht mehr weil das für´s Trimmen benötigt wird.So könnte das auch hier sein weswegen ich das erst mal an lasse.
      Aber was ist jetzt richtig?
    1. Avatar von karmu
      karmu -
      Ich denke auch, das man es so lassen sollte.
      Windows wird sich schon etwas dabei denken...
      Hoffentlich
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Windows denkt?
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Heute noch prefetch abschalten? Ich benutze SSDs gezielt zum cachen. Swap liegt bei mir ganz bewusst auf der SSD. Im NAS stecken zwei SSDs ausschließlich für den Cache. Die Dinger halten doch heutzutage mehr als genug Schreibvorgänge aus. Sieht MS wahrscheinlich genau so und schaltet lässt es per default laufen.
    1. Avatar von Daniel85
      Daniel85 -
      ich habe mal ein bisschen gegoogelt. Einen Zusammenhang zwischen TRIM und Superfetch habe ich nicht gefunden. Aber einen zwischen TRIM und der Datenträgeroptimierung. Die ist ja unter Windows 10 auch bei einer SSD automatisch aktiv. Hier https://oette.wordpress.com/2015/08/...erung-windows/ steht, dass die Datenträgeroptimierung unter Windows 8 und 10 bei SSDs angeschaltet bleiben sollte, weil das einen Zusammenhang mit der TRIM-Funktion (retrimming) habe und ein Verlangsamen des Systems verhindere.
      Weiß jemand ob das stimmt?
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Hm,ist mir auch so in Erinnerung dass die Defragmentierung ab Win8 vom System selber gehandelt werden sollte....
    1. Avatar von Laurentius
      Laurentius -
      Prefetch kann ich nur über die Registry abschalten, oder? Das geht nciht über die Diensteverwaltung, richtig?

      Was ich noch nie so richtig verstanden habe, ist der Unterschied der beiden.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Die Registry ist eine riesige Konfigdatei in der ganz allgemein Einstellungen des OS und installierter Programme zentral zusammen gefasst sind. Vergleichbar mit /etc unter Linux.
      Die Diensteverwaltung ist eine Benutzerschnittstelle speziell nur für Dienste. In der Linux Welt wäre das vergleichbar mit einem GUI für systemd.