• Ultra HD bei Amazon und Netflix: Filme und Serien im Überblick - so findet man sie

    Wer bereits einen Fernseher oder Monitor besitzt, der Ultra HD (auch UHD oder 4K genannt) darstellen kann, hat ein Problem: bislang gibt es nur ziemlich wenige Angebote, die die vierfache Auflösung des bisherigen Full HD bieten. Fündig wird man unter anderem bei den Streaming-Plattformen Amazon Instant Video und Netflix, doch das Angebot ist begrenzt und auch nicht ganz leicht zu finden. Nachfolgend geben wir einen Überblick, was angeboten wird und wie man die Inhalte überhaupt findet


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    An Filme, Serien und Dokumentationen in Ultra HD zu kommen ist gar nicht so einfach, denn die neue Ultra HD Blu Ray wird frühestens ab April dieses Jahres in Deutschland angeboten werden. Eine mögliche Alternative ist der Empfang über Satellit, doch hier gibt es größtenteils nur Demo-Material zu sehen. Eine weitere Möglichkeit sind Video-Anbieter wie YouTube oder Vimeo, die ebenfalls 4K-Material bieten. Doch auch hier besteht das Angebot größtenteils aus selbstgedrehten Videos diverser Nutzer (etwa über die Kameras moderner Smartphones) sowie diversen Trailern der Filmindustrie. Wer hingegen Spielfilme oder Serien sehen will, kommt derzeit um Amazon oder Netflix kaum herum. Dafür muss aber einiges an Geld in die Hand genommen werden.


    Die Kosten:


    Bei Amazon kostet die Mitgliedschaft zum Dienst "Prime" 59 Euro im Jahr. Geboten wird dafür neben einer beschleunigten und kostenlosen Lieferung ohne Mindestbestellwert auch der Zugriff auf Prime Instant Video. Dort sind bereits diverse Serien in 4K ohne zusätzliche Kosten enthalten, Andere Serien sind hingegen kostenpflichtig, darunter auch Breaking Bad. Bei Spielfilmen muss im Prinzip generell bezahlt werden, in Prime enthaltene Angebote sind extrem rar oder zumeist gar nicht vorhanden. Die Kosten für einzelne Titel sind teilweise extrem hoch, so kann der Kauf eines alten Filmes - den es für wenige Euro auf Blu Ray gibt - mit bis zu 30 Euro zu Buche schlagen.


    Bei Netflix ist die Situation folgende: um in den Genuss von 4K zu kommen, ist eine Premium-Mitgliedschaft für 11,99 Euro im Monat notwendig. Dafür fallen keine zusätzlichen Kosten an, um verfügbare Inhalte zu sehen. Doch auch hier gibt es hauptsächlich (eigenproduzierte) Serien zu sehen. Das Angebot an Filmen beschränkt sich auf ältere Titel und ist extrem begrenzt: aktuell reichen zwei Hände aus, um die verfügbaren Filme mit den Fingern zu zählen.


    Die Suche:


    Das ist gar nicht so einfach. Bei Amazon ist die Suche nur über die Streaming-Box Fire TV der 2. Generation oder über die Apps in 4K-Fernsehern möglich. Wer sich über die Homepage von Amazon informieren will läuft ins Leere, denn dort werden keine (oder nur vereinzelte) Treffer angezeigt. Sich also vor dem Kauf eines entsprechenden Gerätes über die verfügbaren Angebote zu informieren, ist nahezu unmöglich. Wer Amazon Instant Video auf den oben genannten Wege nutzt, bekommt eine Kachel ("Ultra HD Filme und Serien") angezeigt, über die auf die Angebote zugegriffen werden kann. Bei einer manuellen Suche wird man ehesten fündig, wenn "4K" als Suchbegriff verwendet wird.


    Bei Netflix gibt es ebenfalls Hürden. Das fängt bereits damit an, denn die Suche nur registrierten und eingeloggten Mitgliedern zur Verfügung steht. Ohne einen eigenen Account oder den entsprechenden Login wird lediglich eine Infoseite ohne Suchfunktion angezeigt. Sofern man über ein entsprechendes Nutzerkonto verfügt, ist die Eingabe des richtigen Suchbegriffs von elementarer Bedeutung. Wer nach "Ultra HD" oder "UHD" sucht, wird nicht oder zumindest nicht in vollem Umfang fündig. Eine vollständige Übersicht des verfügbaren Angebots gibt es nur dann, wenn gezielt nach "4K" gesucht wird.


    Die von uns getesteten Suchportale im Internet sind übrigens wenig oder gar nicht hilfreich, denn diese unterstützen die Suche nach Begriffen wie "Ultra HD", "UHD" oder "4K" aktuell so gut wie gar nicht. Alternativ gibt es einige wenige Portale, die über das aktuelle Angebot informieren. Diese leiden aber darunter, dass sie sich in der Regel auf Amazon konzentrieren und oftmals nicht auf dem aktuellsten Stand sind.


    Das Angebot:


    Beim Amazon muss zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen Titeln unterschieden werden. Wie bereits erwähnt, sind in der Regel nur Serien ohne zusätzliche Kosten zu empfangen, und da in der Regel "nur" Eigenproduktionen. Das "nur" ist deshalb in Anführungsstrichen, weil das Wort Eigenproduktion nicht wirklich ein Nachteil ist, denn die Serien können sich zumindest größtenteils durchaus sehen lassen. Kostenlos gibt es beispielsweise Alpha House, Bosch, Mozart in the Jungle oder Man in the High Castle. Bei den Filmen muss, wie bereits erwähnt, fast vollständig extra bezahlt werden, doch dafür ist das Angebot bereits vergleichsweise groß. Allerdings muss man damit leben, dass größtenteils deutlich ältere Titel angeboten werden, wohingegen Filme aus den letzten ein bis fünf Jahren kaum zu sehen sind.


    Bei Netflix stehen ebenfalls Serien im Vordergrund, und dabei auch größtenteils eigene Produktionen. Allerdings gibt es hierbei ein grundlegendes Problem, denn des Angebot ist in Deutschland deutlich kleiner als im Heimatland USA. Das liegt daran, dass Netflix die Rechte diverser Produktionen an Sender wie Sky verkauft hat, die dann natürlich die Erstausstrahlung übernehmen. Wer also die jeweils aktuellste Staffel schauen will, schaut erst einmal in die sprichwörtliche Röhre. Prominentestes Beispiel dürfte die eigenproduzierte Serie "House of Cards" mit Kevin Spacey sein, deren nächste Staffel (Teil 4) bei Sky mehrere Monate vor Netflix zu sehen sein wird. Bei den Filmen sieht es, wie bereits beschrieben, recht düster aus. Aktuell finden sich ganze 8 Titel, wobei Filme wie Hitch - Der Date Doktor oder Die Hochzeit meines besten Freundes nicht unbedingt prädestiniert für Ultra HD sind. Bei Bram Stroker's Dracula oder Der Patriot wird zumindest einiges an "Augenfutter" geboten.


    Fazit:


    Beide Anbieter haben noch reichlich Luft nach oben, und das fängt bereits beim Angebot an: wer auf Serien steht, wird zumindest einigermaßen gut bedient, Filmfreunde hingegen müssen mit einem deutlich eingeschränkten und bei Amazon zudem auch noch (sehr) teuren Angebot leben. Große Defizite gibt es auch bei der Benutzerfreundlichkeit, vor allem in Bezug auf die Suche nach entsprechenden Inhalten. Hier wären beide Anbieter gut beraten, ihre jeweiligen Suchfunktionen deutlich zu verbessern und den Zugang zu erleichtern.

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    Meinung des Autors
    Ultra HD oder 4K gelten als Fernsehnorm der Zukunft, bislang ist das Angebot aber ziemlich begrenzt. Über kurz oder lang wird man also derzeit bei Amazon Instant Video und/oder Netflix landen, doch hier gibt es leider einige Defizite, die es den Nutzern oftmals unnötig schwer machen. Dabei sind die Probleme oftmals hausgemacht und würden sich mit etwas mehr Engagement leicht lösen lassen.Jetzt kommentieren!
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