• Google+ wird abgeschaltet: was Nutzer des sozialen Netzwerks tun müssen

    Eine Datenlücke, aber vor allem wohl die miserablen Nutzerzahlen haben Google dazu bewogen, jetzt das weitgehende Ende des Facebook-Konkurrenten Google+ zu verkünden. Für die (wenigen) Anwender stellt sich da natürlich die Frage, welche Auswirkungen das für sie hat



    Google hat eingeräumt, dass es bereits seit dem Jahr 2015 eine Sicherheitslücke bei Google+ gegeben hat. Über diese hatten App-Entwickler zumindest theoretisch Zugriff auf Daten wie den Namen, die E-Mail-Adresse sowie Informationen über Beschäftigung, Geschlecht und das Alter von Nutzern bekommen können. Über entsprechende Schnittstellen hätten bis zu 438 Apps die Profile von bis zu 500.000 Nutzern abgreifen können. Inwieweit das aber tatsächlich ausgenutzt wurde, lässt sich angeblich nicht mehr nachvollziehen, da die entsprechenden API-Logs laut Unternehmensangaben nach zwei Wochen automatisch gelöscht werden, um die Privatsphäre der Anwender zu schützen. Die Lücke soll bereits im März 2018 geschlossen worden sein, doch erst jetzt wurde deren Existenz bekanntgegeben.


    Zugleich veröffentlichte Google Details zum Nutzungsverhalten beim sozialen Netzwerk. Und da sieht es ziemlich düster aus, denn laut den Angaben sollen 90 Prozent der Sitzungen bei Google+ kürzer als fünf Sekunden sein. Konkrete Nutzerzahlen wurden nicht genannt, doch es steht jetzt fest, dass selbst diejenigen, die das Netzwerk nutzen, kaum Zeit dort verbringen. Und genau dieser Umstand dürfte der Auslöser für den jetzt ebenfalls angekündigten Schritt sein: der Dienst wird für Verbraucher (Consumer) in absehbarer Zeit abgeschaltet. Ein konkreter Termin wurde nicht genannt, doch im Raum steht als Zeitpunkt der August 2019.


    Für die Nutzer bedeutet das erst einmal gar nichts. Bis zur endgültigen Abschaltung dürfte das Netzwerk wie gewohnt arbeiten. Sobald es aber den offiziellen Termin gibt, sollte eventuell eine Datensicherung durchgeführt werden. Diese ist allerdings nur in minimalem Umfang möglich, Google selber nennt folgende Bereiche, die gesichert werden können:


    • Gegebenen +1
    • Google+ Kreise
    • Google+ Communities
    • Google+ Stream


    Die Inhalten lassen sich über den Google Datenexport herunterladen, indem man sich mit dem Konto der entsprechenden Google+ Seite anmeldet. Ob die zumeist wenigen vorhandenen Daten gerettet werden müssen, muss natürlich jeder Nutzer für sich selber entscheiden.

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    Google+ wird abgeschaltet: was Nutzer des sozialen Netzwerks tun müssen

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    Meinung des Autors
    Das nennt man Niederlage auf ganzer Linie. Natürlich hat Facebook bei der Verwendung eines sozialen Netzwerks klar die Nase vorne, doch wie schlecht die Nutzerzahlen von Google+ tatsächlich sind, ist dann schon ernüchternd. Das angekündigte Ende ist da nur konsequent - wobei die jetzt bekannt gewordene Datenlücke nur der berühmte Tropfen sein dürfte, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Castle
      Castle -
      Das wird die drei Nutzer hart treffen die G+ noch ernsthaft verwenden.
    1. Avatar von Zeiram
      Zeiram -
      Ja, das Usertreffen ist ja auch ausgefallen... der eine war krank und der andere wollte alleine nicht hin... ^^