• Windows 10: Temperaturen von CPU auslesen und überwachen - so geht's

    Während ganz Deutschland von einer Hitzewelle überrollt wird, betrifft das nicht nur seine Bürger, sondern auch die damit einhergehend verwendete Hardware. Besonders Computer laufen bei den aktuellen Temperaturen Gefahr, schnell an ihre thermischen Grenzen zu kommen, was oftmals auch mit BSOD's (Blue Screen of Death) oder anderweitigen ungewöhnlichem Verhalten der Hardware quittiert wird. Ein solches Szenario kann durchaus die Folge von einer überhitzten CPU sein. Welche Möglichkeiten es zum Auslesen und Überwachen der CPU-Temperatur gibt und bei welchen Temperaturen der kritische Bereich anfängt, soll euch nun der nachfolgende Praxis-Tipp erläutern



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    Schon seit geraumer Zeit sind Prozessoren mit Sensoren für die Temperaturüberwachung ausgestattet, welche nicht nur dafür da sind, dass die Nutzer auslesen können, wie gut ihr PC gekühlt wird, sondern auch dafür, dass es zu keinem plötzlichen Tot der CPU durch Überhitzung kommt, wie dies noch vor 20 Jahren der Fall gewesen wäre, wenn der Lüfter vom Kühlkörper plötzlich den Geist aufgegeben hat. Fällt heutzutage der CPU-Lüfter aus oder steigen die CPU-Temperaturen aus anderweitigen Gründen wie zum Beispiel den durch den Wahnsinns-Sommer geschuldeten Temperaturen ins Unermessliche, so werden moderne CPUs erst im Takt gedrosselt und notfalls auch ganz abgeschaltet.


    Genau auf diese Temperatursensoren kann allerdings auch der Nutzer zugreifen um zum Beispiel herauszufinden, ob es hier und dort noch Optimierungsbedarf bei der CPU- oder auch Gehäuselüftung gibt. Da Windows 10 dazu allerdings nicht in der Lage ist, auf die Temperatursensoren zugreifen zu können, müssen sich die Anwender mittels kleiner Tools weiter helfen. Nachfolgend möchte ich euch drei von vielen weiteren Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr euch die von den Temperatur-Sensoren ausgegebene CPU-Temperatur anzeigen lassen könnt.



    Tools direkt vom Hersteller nutzen:


    Eine der komfortabelsten Möglichkeiten, die Temperatur und weitere Informationen über das System herauszubekommen führt direkt über Tools der PC- oder auch Mainboard-Hersteller, welche auf vielen Notebooks- und Komplett-PCs bereits installiert sind oder sich auf der entsprechenden Hersteller-Seite kostenlos herunterladen lassen. Wie im Screenshot von unserem PC mit ASRock-Mainboard zu sehen, wird nicht nur die CPU-Temperatur angezeigt, sondern auch die dazugehörigen Lüftergeschwindigkeiten, insofern die Lüfter auch direkt auf dem Mainboard und nicht über eine separate Lüftersteuerung angeschlossen sind. In vielen der Hersteller-Tools lässt sich zudem einstellen, bei welchen Temperaturen die dazugehörigen Lüfter mit welcher Geschwindigkeit laufen sollen bis hin, ab welcher kritischen Temperatur der PC sogar abgeschaltet werden soll.



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    Alternative 1 - Core Temp:


    Hat man nicht die Möglichkeit, auf eines der von den PC- oder Mainboard-Herstellern gestellten Überwachungstools zuzugreifen oder möchte diese aus anderweitigen Gründen nicht nutzen, so gibt es auch Alternativen in Form von Freeware-Programmen. Eines der beliebtesten heißt Core Temp, welches sogar in der Lage ist, die gemessenen Werte in einer Logdatei zu speichern, womit diese auch im Nachhinein auszuwerten sind. Core Temp ist mit nahezu jedem Prozessor-Modell kompatibel, wodurch es für den täglichen Einsatz nahezu prädestiniert ist. Der Clou - wird das Tool verkleinert, so werden die Temperatur-Werte von jedem CPU-Kern in der Taskleiste angezeigt.





    Alternative 2 - HWMonitor:


    Wer eine etwas umfassendere Anzeige benötigt, kann sich das ebenfalls sehr beliebte Tool HWMonitor einmal ansehen, welches wie schon die meisten Tools der PC-- und Mainboardhersteller zusätzlich noch die Umdrehungsgeschwindigkeiten der am Mainboard angeschlossenen Lüfter sowie viele weitere Messwerte ausgibt.


    Über alle hier aufgezählten Tools lässt sich ein Überhitzungsschutz einrichten, welcher bei Erreichen der dafür eingestellten Temperatur erst einen Warnton bringt, bei dauerhaften Überschreiten des kritischen Werts den Rechner in den Ruhezustand oder zum Shutdown zwingt.



    Welche Temperaturen dürfen CPU's (Prozessoren) erreichen?



    Vor einigen Jahren hieß es noch, dass Intel-CPUs deutlich mehr Hitze vertragen als welche aus dem Hause AMD. Aktuell ist es aber die Regel, dass die CPU--Temperatur bei beiden Herstellern im Office-Betrieb nicht höher als 40-50° Celsius ausfallen sollte. Muss der PC anspruchsvollere Aufgaben wie das Rendern von Videos, aufwendige Games oder ähnliches bewältigen, sollte hier die Temperatur nicht über 60 bis 70° Celsius ansteigen. Steigt die maximale Temperatur dennoch über diese Grenzwerte, sollte man als erstes dafür sorgen, dass der PC entsprechend gereinigt, sprich von zugesetzten Lüftern und Kühlkörpern befreit ist. Sollten die Temperaturen allerdings auch trotz sauberen PC oberhalb dieser Grenzwerte liegen, sollte die nächste Überlegung in einer verbesserten Kühlung - CPU-Kühler, Gehäuse- Be- und Entlüftung liegen.

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    Meinung des Autors
    Gerade bei den aktuellen Temperaturen ist es wichtig, dass nicht nur wir, sondern auch die von uns verwendete Hardware einen kühlen Kopf behält. Um das zu überprüfen beziehungsweise überwachen zu können, stehen etliche Tools wie Core Temp, HWMonitor oder auch die der PC- und Mainboardhersteller zur Verfügung.Jetzt kommentieren!
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