• NAS im Eigenbau - so lässt sich ein ausgemusterter PC mittels FreeNAS zum Netzwerkspeicher umfunktionieren

    Ist der alte PC aufgrund zu geringer Rechenleistung schon durch ein neues Modell ersetzt worden oder steht kurz davor, muss dieser nicht verschenkt, verkauft oder endgültig ausrangiert werden. Alternativ hierzu lässt sich nahezu jeder PC mittels der kostenlosen FreeNAS-Software zu einem vollwertigen Netzwerkspeicher umfunktionieren, welcher aktuellen, teuren NAS-Geräten aus dem Hause HP, Seagate, Synology oder QNAP in kaum etwas nachstehen. Was ihr zum Bau eines eigenen, individuellen NAS an Hard- und Software benötigt, soll euch dieser Praxis-Tipp erläutern



    https://www.winboard.org/artikel-attachments/93192-freenas.jpg


    Wer für einen aufgrund zu geringer Rechenleistung ausgemusterten PC keine wirkliche Verwendung mehr haben sollte, kann sich einmal der Überlegung stellen, sich daraus selber ein NAS zu "bauen". NAS (Network Attached Storage), was zu deutsch netzgebundener Speicher bedeutet, gilt als ein einfach zu verwaltender Dateiserver, auf welchen sämtliche im Netzwerk befindlichen Computer zugreifen können, auf Wunsch auch gleichzeitig. Doch genug der Definitionen, die sich im Internet wie zum Beispiel bei Wikipedia nachlesen lassen.


    In den nachfolgenden Zeilen möchte ich euch erklären, wie ihr relativ günstig an ein eigenes NAS kommt, ohne dafür extra Geräte kaufen zu müssen, die von den Marktführern wie HP, Seagate, Synology oder auch QNAP angeboten werden. Im Internet lassen sich für eigene NAS-Systeme entsprechende Software-Anbieter wie FreeNAS finden, die jeden x86-kompatiblen Rechner im handumdrehen in einen Netzwerkspeicher verwandeln können. Die dafür notwendigen Systemvoraussetzungen fallen wie folgt recht moderat aus:



    • 64-Bit fähiger Multicore-Prozessor
    • 8 Gigabyte RAM
    • ein Netzwerkanschluss
    • eine Festplatte als Datenspeicher
    • Bootlaufwerk mit mindestens 8 GB (USB-Stick möglich)



    Die vollständige Liste der unterstützten Hardware lässt sich direkt auf der Homepage von FreeNAS nachlesen.


    Nachdem ihr FreeNAS kostenlos heruntergeladen und installiert habt, lässt sich dem Rechner, wie bei jedem anderen Betriebssystem auch, mittels DHCP im lokalen Netzwerk eine IP-Adresse zuweisen. Die Einrichtung erfolgt in einem einfach gehaltenen und doch komfortabel zu bedienenden Webinterface, welches sich jederzeit mittels Plugins um weitere Funktionen erweitern lässt. Zu diesen Erweiterungen zählen zum Beispiel die Unterstützung für Medienserver wie Plex Media Server, ein BitTorrent-Client oder auch Cloud-Dienste wie OwnCloud, über welche auch unterwegs auf den Server zugegriffen werden kann. Da FreeNAS wie seine oben bereits erwähnte Konkurrenz ebenfalls alle wichtigen Netzwerkprotokolle wie MB/CIFS,NFS, AFP, FTP, iSCSI oder auch WebDAV beherrscht, kann der Netzwerkspeicher neben Windows-PCs auch vollkommen problemlos mit Rechnern kommunizieren, die eine Linux- oder auch MacOS-Distribution installiert haben.


    Zu den weiteren Stärken von FreeNAS zählt zudem das ZFS-Dateisystem, wodurch das schlanke Betriebssystem auf Wunsch nicht nur ein Software-Raid erstellen kann, sondern zusätzlich auch noch die darauf befindlichen Daten mit einer Schlüsselstärke von 256 Bit chiffrieren, Snapshots erstellen oder auch vorhandene Daten mittels resync auf eine weitere NAS replizieren kann. Windows- sowie auch Mac-Nutzer dürfen sich zudem freuen, dass mittels Windows Backup oder auch AppleTime Machine angelegte Backups unterstützt und verwaltet werden können.

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    NAS im Eigenbau - so lässt sich ein ausgemusterter PC mittels FreeNAS zum Netzwerkspeicher umfunktionieren

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    Meinung des Autors
    Da ich meinen extrem sparsamen Xeon E3-V1265L nun durch einen Ryzen 2400G ersetzt habe, der über deutlich mehr Power verfügt, hatte ich bislang keine Verwendung mehr für diesen. Das dürfte sich nun wieder ändern, da das nächste Projekt ein solches FreeNAS-System sein wird, wofür der besagte Xeon besonders geeignet sein dürfte. Vielleicht habt auch ihr noch einen PC, der schon ausrangiert ist oder kurz davor steht. Bevor man viel Geld in fertige NAS-Geräte investiert, sollte man vielleicht überlegen, ob nicht diese hier angebotene Alternative auch ausreicht.Jetzt kommentieren!
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    NAS im Eigenbau - so lässt sich ein ausgemusterter PC mittels FreeNAS zum Netzwerkspeicher umfunktionieren

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    Kommentare
    1. Avatar von HerrAbisZ
      HerrAbisZ -
      die jeden x86-kompatiblen Rechner
      sollte das nich x64 heißen ?

      Und 8 GB RAM ist aber schon viel

      Reicht da nicht ein im Netzwerk betriebener PC mit dementsprechender HDD Kapazität ? War hier im Forum auch mal Thema
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Wer bitte rangiert denn Rechner mit 8 GB RAM aus?Vor allem bei den derzeitigen Preisen....
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      Zitat Zitat von Alfiator Beitrag anzeigen
      Wer bitte rangiert denn Rechner mit 8 GB RAM aus?Vor allem bei den derzeitigen Preisen....
      mein Xeon ist sogar mit 16 oder 32 GB bestückt (weiß ich gerade nicht genau)....da die integrierte Intel-GPU aber mittlerweile zu schwach auf der Brust ist, würde sich die hier angebotene Alternative durchaus lohnen
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Intel GPU zu schwach?Kann ich mir nicht vorstellen es sein das Gerät hat seinen Anwendungszweck total verfehlt.Hier ackert auch eine Intel GPU (3000HD);ich wüsste nicht was die jetzt nicht schafft.So kann die integrierte Quadro in Ruhe schlafen....
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Und 8 GB RAM ist aber schon viel
      8GB sind sehr wenig für einen NAS mit ZFS Dateisystem. Als Faustregel für ZFS sagt man meist 1GB RAM pro 1TB Rohspeicher. D.h. Ein kleiner NAS mit 3x4TB, also 8GB nutzbarem Speicher im raid-z1, sollte mindestens 12GB RAM haben. Und das ist nur für das Dateisystem, da ist noch nicht beachtet was eventuell darauf laufende Server und Dienste brauchen. Wenn es um Performance geht gilt die Faustregel: So viel Ram wie aufs Board passt, denn im RAM liegt der Cache. Unser FreeNAS in der Firma, an dem im Schnitt etwa 8 Leute arbeiten, hat 128GB.
      Wenn man ZFS nutzt, wozu dringend geraten ist, denn das ist das größte Feature von FreeNAS, (Nicht vom Begriff "Software raid" täuschen lassen, ZFS ist einen Evolutionsschritt über klassischen Hardware raids), sollte es sich beim RAM auch unbedingt um ECC handeln (Plus entsprechendes Mainboard + CPU natürlich.) Ich hatte selbst einige Jahre einen FreeNAS ohne ECC im Einsatz, und bekam keine Probleme. Aber eigentlich ist das ein echtes No-Go.

      Wer bitte rangiert denn Rechner mit 8 GB RAM aus?Vor allem bei den derzeitigen Preisen....
      Jeder dessen Rechner noch DDR3 hatte. Das Zeug türmt sich bei mir auch langsam.


      Was das zusammen basteln aus alten Desktop PC Teilen betrifft sollte man sich aber wirklich nicht zu früh freuen, und mal den Stromverbrauch über ein Jahr im Dauerbetrieb berechnen! Über ei paar Jahre wird meist (selbst ein teures) neues System günstiger sein.
      Die beiden ASrock Boards: c2550d4i und c2750d4i sind eine super Basis für einen NAS. MiniITX, mit 4, bzw 8 Kern Avoton (Atom auf Steroiden) stark genug um ein paar kleine Server zu betreiben, 12 SATA Ports, für sich gesehen völlig lautlos weil passiv gekühlt, und "nur" rund 20W Stromverbrauch im idle. Nicht ganz günstig, aber das sollte man sich wirklich mal über 2-3 Jahre durchrechnen, bevor man "teuer" schreit!
      Generell muss man sich im Klaren sein dass ein potenter NAS ein Luxus ist den es nicht umsonst gibt. Er rangiert auf der Stromrechnung definitiv in der Nähe des Kühlschranks.
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      @G-SezZ .....so sehe ich das auch....okay, ich habe zwar keinen ECC-RAM, aber der kleine Xeon ist echt eine sparsame Rakete, nicht mit einem Atom zu vergleichen, aber dafür stärker und trotzdem kein allzu großer Stromfresser. Das Phänomen mit dem DDR3-RAM lerne ich auch langsam kennen.

      @Alfi....ich glaube, mein Xeon E3-1265L (Ivy Bridge) hat noch die HD2000 drinnen, die mittlerweile wirklich nur noch für Office-Anwendungen und Filme gedacht sein könnte....für den HTPC, auf dem auch ab und an mal ein kleines Spielchen gezockt wird, ist sie mittlerweile echt zu schwachbrüstig. Entscheidend für den Ryzen 5 2400G war der Umstand, dass das Micro-ATX-Board des Xeons einen Defekt bei den PCIe-Slots hat, womit die Überlegung einer dedizierten GPU zunichte gemacht worden ist und ein neues (gebrauchtes) Board dafür zu teuer. Damit der Xeon aber auf seine alten Tage noch weiter arbeiten kann, darf er jetzt im kommenden NAS-Projekt die Hauptrolle spielen.
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Gut,wenn man keine Graka mehr nachrüsten kann kriegt die alte Kiste halt so ihr Gnadenbrot.Und hier läuft ein I7 Sandy Bitch ähh Bridge also noch älter als Deine Mühle....
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      nen ivy hat glaube HD3K...

      FreeNas naja, schlechterer Treibersupport, auch Plugins sind überschaubar...

      Schau dir mal OMV an, das kann auch ZFS, wenn man es möchte, sehr viele Plugins, guter Treibersupport (OMV3)

      hier laufen einige Fujitsu 130S2 mit opteron 8core, idle liegt bei 30W, wenn alle platten im spindown sind, die HW ohne platten hat keine 100€ gekostet, da kannste lange werkeln bis du den Mehrpreis zu den Asrock Rack boards drin hast, welche auch nicht passiv betrieben werden sollten... das sind Serverboards, Lüfterkassette meist vor den Boards Richtung Heck blasend...
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      OMV will ich mir mit dem nächsten NAS dann auch mal wieder ansehen. Als ich den letzten aufgesetzt habe war das noch nicht brauchbar. Aber die Chancen von einem perfekt laufenden System, mit dem ich vertraut und rundum zufrieden bin, weg zu gehen sind ziemlich gering. Unterstützt das ZFS-Plugin mittlerweile die Integration von Snapshots als Schattenkopien auf CIFS Freigaben?
      Ich glaube der Grund dass die Plugin Liste von Freenas im Gegensatz zu OMV so überschaubar ist, ist dass der meiste Kram den man bei OMV als Plugin installieren muss bei FreeNAS schon out of the box vorhanden ist. IMO könnte man die ganze Plugin Funktionalität raus werfen. 90% davon braucht sowieso kaum ein Mensch, und die 3 oder 4 Plugins, für sich sich tatsächlich Leute interessieren, sind in der Regel veraltet. Ich glaube ich habe auch noch nie ein Plugin übers ausprobieren hinaus benutzt. Was ich bisher über den normalen Umfang von Freenas hinaus gebraucht habe, habe ich von Hand installiert.

      Dass der Fujitsu günstiger ist als die AS Rock Boards ist kein Wunder, unterstützt maximal 16GB RAM, nur halb so viele SATA ports, nur ein LAN port. Das ist ein ziemlich unfairer Vergleich. Der ist sicherlich super, wenn er ausreicht. Aber ein System das mit 16GB RAM schon ausgereizt ist, ist mit ZFS die reinste Totgeburt. Den kann man ja im nächsten Jahr schon wieder komplett austauschen.
      Bei einem NAS auf ZFS zu verzichten könnte ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Das wäre fast wie bei einem Gaming Rechner die Grafikkarte weg zu lassen.
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      Ja, Snapshots gehen in ZFS, OMV hat per Default den gleichen funktionsumfang wie NAS4Free, kann aber per Plugins gut auf eigene wünsche angepasst werden, geht schon bei einfachen sachen wie autoshotdown los.

      ZFS ist einfach gehyped, richtige Vorteile für NORMALE Heimanwender hat es nicht, jetzt nicht mit Geschwindigkeitssteigerung kommen, das merkt der normale Anwender gar nicht, da mehr wie 100mb/s eh nicht über 1gblan gehen.


      Zu dem AR Board, wie gesagt, normale Anwender brauchen sowas nicht und kaufen sowas auch nicht...


      Zum MX, mein Arbeitsnas hat 24TB im Raid5, 32GB ECC Udimm(ja, Hersteller gibt nur 16GB an), 2x 10G Anbindung zu nem 10G switch, dann auf paar Rechner verteilt, welche auch 10G angebunden sind, mein Raid5 bringt es auf 500-600mb/s, die Rebuild zeit, liegt dank Bitmap bei ca. 60min.(Laufzeit täglich 12-16h), was bringt dein ZFS?
      Das Backupnas, hat "nur" 16GB und derzeit 36TB + 10G, macht komplett automatisiert inkr. Bu´s von sämtlichen Rechnern (auch Laptop´s -> WOL per WLAN)auf beiden läuft OMV3 (4 ist leider noch Beta)seit dem OMV3 draußen ist ohne jegliche Probleme.


      Habe auch ewig mit NAS distries rumgespielt, das Gesamtpaket war m.M.n. beim omv stimmiger und als Linux Einsteiger damals zu verkraften.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      was bringt dein ZFS?
      Kein Schimmer, Performance interessiert mich nicht ansatzweise. Selbst wenn es 50x langsamer wäre würde ich es noch vorziehen.

      Es geht um die Features. Die Möglichkeiten die die Snapshots bieten sind einfach unverzichtbar geworden. Das ist eine Timeline für die Festplatte, in der man Blättern kann wie in einem Buch. Snapshots sind copy-on-write, belegen also erst später, nach einer Änderung tatsächlich Speicher, und das auch nur einmal, egal wie viele Snapshots es gibt die diese Änderung beinhalten. Sie können nach belieben gelöscht werden, die Änderung ist erst verloren wenn kein Snapshot mit der Änderung mehr existiert. Dabei ist es völlig egal welcher snapshot der letzte existierende ist. Sie können in unbegrenzter Anzahl, quasi ohne Rechnerbelastung und Speicherbedarf angelegt werden. Man kann super simpel mehrere Zyklen parallel laufen lassen kann, ohne dafür zusätzlichen Platz oder Rechenzeit zu verschwenden. Ich habe beispielsweise während der Arbeitszeit HALBSTÜNDLICHE Snapshots laufen, die für eine Woche gehalten werden, dazu tägliche für 1 Monat, wöchentliche für ein halbes Jahr, monatliche für 5 Jahre, und jährliche unbegrenzt. Das Erstellen eines Snapshots dauert im Gegensatz zu einem physischen Backup nur Sekunden, und belastet die Platten nicht. Diese Snapshots können zumindest mit FreeNAS bei CIFS Freigaben in die Schattenkopien Funktion von Windows Klienten eingebunden werden. Das heißt, wenn du während der Arbeit eine Datei auf dem NAS verlierst, oder einfach nur mal auf den Stand vom letzten Vormittag zurück gehen willst, dann klickst du einfach im Explorer auf die Datei, und öffnest die Vorgängerversionen, die auf dem NAS in einem Snapshot liegen. Wenn nötig selbst die von vor drei Jahren, ohne extra ein altes Backup mounten zu müssen. Das im Speziellen ist kein Feature von ZFS, sondern von FreeNAS. Deshalb fragte ich ob das OMV Plugin so etwas mittlerweile auch kann. Gute Ideen verbreiten sich ja normalerweise schnell.
      Man kann trotzdem mit den einzelnen Snapshots umgehen als enthielten sie den kompletten Platteninhalt. Will man z.b. ein echtes Backup auf einem anderen Datenträger erstellen, repliziert man einfach einen bestehenden Snapshot dort hin. Konnte das Backup von letzter Woche nicht durchgeführt werden, weil der Hund das LAN Kabel gefressen hat, kann diese Woche noch immer der Snapshot von letzter Woche als Backup angelegt werden, um die Timeline komplett zu halten. (Bzw wird automatisch angelegt wenn man den ganzen Snapshotzweig in der Backup routine hat.) ZFS Snapshots können auch super simpel direkt über ssh repliziert werden. Ich spiegel z.B. täglich meinen privaten NAS als offsite Backup auf den der Firma, und umgekehrt. Eine Zeit lang habe ich das selbe mit einem guten Freund gemacht, einfach die NAS nächtlich Backups austauschen lassen. Der Arbeitsaufwand für den NAS ist dabei um ein Vielfaches geringer als bei einer Datei basierten Synchronisation.
      Man kann Snapshots klonen. D.h. Du kannst mit minimalem Rechenaufwand, da copy-on-write, im Handumdrehen eine Fork deiner gesamten Daten anlegen, die erst Speicherplatz belegt sobald Änderungen vorgenommen werden, und immer nur soviel Platz brauchen wird wie daran geändert wurde. Will ein Kunde z.b. ein Alternatives Angebot eines Projekts, mache ich mir eine Fork, kann darin herum basteln ohne sämtliche einzelnen Dateien kopieren, und ihre Verknüpfungen anpassen zu müssen, und wenn ich fertig bin speichere ich einmal das gesamte Projekt unter neuem Namen.
      Im Gegensatz zu einem raid ist ein ZFS Pool höchst flexibel. Er kann bspw ohne weiteres in jedem ZFS kompatiblem PC gemountet, und mit all seinen Features genutzt werden. Sogar in virtuellen Maschinen auf einem Windows Host, und sogar wenn die Hälfte der Platten an SATA Ports hängen, und die andere Hälfte an USB. Das hat mir schon den Hintern gerettet, als mir mein aus alten Desktopteilen zusammengeschusterter NAS dank defektem Lüfter abgeraucht ist. Migration des Pools von einem NAS in einen anderen ist Buchstäblich mit dem Mountbefehl erledigt.
      Gerade für normale Heimanwender sind diese Features so praktisch, weil man sie mit sehr wenigen Handgriffen einrichten kann. Natürlich bekommt man eine Dateisynchronisation oder differentielle Backups auch ohne ZFS hin, aber bei weitem nicht so einfach und mit so wenig Rechnerbelastung. Ich käme wohl niemals auf die Idee halbstündliche Sicherungen zu machen, wenn dazu Dateien kopiert, oder gar nur auf Änderungen überprüft werden müssten.
      Achja, nebenbei übernimmt ZFS auch die Funktionalität eines raid. Aber das ist absolute Nebensache. Wenn es das nicht tun würde, würde man halt ZFS auf einem klassischen raid benutzen. Das wäre mir eigentlich Jacke wie Hose.
      Ich könnte mir meine NAS ohne ZFS nicht mehr vorstellen. Das ist für mich heute so ein absurder Gedanke wie mit einem Rechenschieber zu rechnen.
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      also nix, was bei anderen Systemen auch nicht geht, snapshot macht das auch bei mir ohne zfs, dein zfs kannst du nur in einem zfs System gleicher Version mounten, wenn dein ZFS in einem Raid läuft, musst du bei Erweiterung genau so einen Neuaufbau machen, dieser geht nur schneller.
      Werde mire das aber mal auf dem TestNAS nochmal alles anschauen, da ich dort mit OMV4 rumteste…
      Sonst ist FreeNas ganz ok, weiß jetzt auch warum ich das nicht nutze, schlechter bis kein 10g nic support
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Sonst ist FreeNas ganz ok, weiß jetzt auch warum ich das nicht nutze, schlechter bis kein 10g nic support
      Das werde ich demnächst herausfinden, bin gerade am Leitungen ziehen. Bis das 2.OG so weit ist dass ich dort das Patchfeld einbauen kann werden aber noch ein paar Monate vergehen. Ich wüsste aber nicht weshalb das unter BSD ein Problem sein sollte, ist ja nicht gerade neue Technik.
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      Hallo,

      ja, es sollen Intel 540er Chipsätze funktionieren, das freeBSD hat bei weiten nicht den support wie Linux+derivate, das sollte man nicht vergessen.
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      Habe mal bissl mit ZFS + OMV gespielt, OMV (4.1.8.2-1 + Proxmox 4.15.18-1 pve) benötigt einen Proxmoxkernel, sonst läuft das Plugin nicht, was die Datenraten angeht, habe RaidZ (ZFS Raid5) mit 4x efrx 4TB Reds getestet, lesen bis zum 970mb/s, vorher bis 700mb/s. (10g fibre nic´s)
      Was viel länger dauert ist der incr. backup Abgleich, also vergleich der Filelisten, warum weiß ich noch nicht.
      Ich lasse es mal laufen und beobachte das mal, achja, Speicherauslastung beim Backup 68% (32gb ECC Udimm)


      Persönlich halte ich ZFS auf einem Backup auf eine Art zwar sicher was Datenintegrität angeht, aber wenn da mal was schief geht bei einem Systemupdate oder was weis ich, beginnt der Spaß, denn bei ZFS hat man nur mit der gleichen SW Version zugriff auf die Daten, was bei ext4 egal ist, das sollte einem klar sein.

      @:snapshots gehen nur per Befehlzeile und Automatisiert per Crown, also nicht so komfortabel wie bei freenas
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Also meines Wissens gibt es die Kompatibilitätsprobleme seit Pool Version 5000 und den Feature Flags nicht mehr. (Schon ne ganze Weile). Ein Pool kann mit jeder neueren Softwareversion verwendet werden, die die Feature Flags des Pools kennt. Aufpassen muss man allerdings wenn man einen Pool upgraded (worauf FreeNAS immer drängt...), denn dann ist er von älteren Versionen nicht mehr verwendbar. (Wenn man bspw ein Migrationslaufwerk zwischen zwei Geräten verwendet. Solange der Pool der niedrigeren Version von beiden entspricht ist das kein Problem.)

      Ich kann mir aber auch vorstellen dass es da zwischen Linux und FreeBSD noch immer Unterschiede gibt. Ich bin nicht auf dem aktuellen Stand wie das unter Linux aussieht. Als ich da zuletzt mit ZFS gespielt habe gab es och kein OpenZFS, und ZFS on Linux. ZFS-fuse war damals nur ein Flickenteppich der als sehr instabil galt.