• Sky Q Receiver: Datenschutz-Einstellungen berabeiten und ändern - so geht es

    Mit der neuen Plattform Sky Q will Sky gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen sollen die Abonnenten enger an den Sender gebunden werden und ihre Nutzungszeit mit dem Festplattenreceiver erhöhen. Zum anderen sollen die Kunden reichlich personenbezogene Daten liefern, damit Sky mit gezielterer Werbung mehr Geld verdient. Die Privatsphäre am Sky Q Receiver besser zu schützen, ist jedoch nur auf Umwegen möglich, wie wir nachfolgend erklären


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    Im Rahmen der Erstinstallation des neuen und von uns bereits getesteten Sky Q werden direkt am Anfang Hinweise zum Datenschutz angezeigt. Nach der Aktualisierung der Software ist es nämlich so, dass der Pay-TV-Sender eine durchaus umfangreiche Datensammlung zu den Sehgewohnheiten seiner Nutzer anlegt. In den Werkseinstellungen muss dieser Erfassung quasi automatisch zugestimmt, denn eine Abwahl während des Installationsvorgangs direkt am Receiver ist nicht möglich. Es handelt sich bei den Einblendungen zum Thema also lediglich um eine Information.


    Um die Datenerfassung so weit wie möglich zu stoppen, muss man sich mit seiner Kundennummer beziehungsweise E-Mail-Adresse und der Sky-PIN auf der Homepage von Sky einloggen. Nach der Anmeldung in der Kopfzeile den Mauszeiger auf "Mein Sky" ziehen und dann im angezeigten Menü "Meine Daten" anklicken. Auf der jetzt angezeigten Webseite nach unten scrollen und im Bereich "Datennutzung" auch die blaue Schaltfläche "Einstellungen verwalten" klicken. Auf einer neuen Seite können jetzt endlich die Freigaben per Opt-Out (also Abwahl einer voreingestellten Einstellung) nach eigenen Wünschen deaktiviert werden, indem die entsprechenden Haken entfernt werden. Sofern man bereits eingeloggt ist, kann die entsprechende Seite auch über diesen Direktlink aufgerufen werden.

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    Bei der Deaktivierung muss in zwei Schritten vorgegangen werden. Im ersten müssen im oberen Bereich bei Bedarf die Häkchen bei "Global Bookmarking" (geräteübergreifende Synchronisation von Lesezeichen), "Systemprüfung" (Übermittlung von Absturzberichten etc.) und/oder "Persönliche Empfehlungen" (Hinweise aufgrund der persönlichen Sehgewohnheiten) entfernt werden. Im Anschluss muss der Vorgang mit "Speichern" abgeschlossen werden. im zweiten Schritt kann der Haken bei "AdSmart" weggenommen werden, der die Datennutzung und Datenfreigabe zur "maßgeschneiderten Anpassung der Werbung" regelt, wie Sky es so nett formuliert. Auch hier muss über "Speichern" bestätigt werden.


    Natürlich muss jeder Nutzer selber entscheiden, ob und auf welche Möglichkeit verzichtet werden soll. Denn es darf nicht vergessen werden, dass es durchaus nützlich sein kann, wenn man auf der Home-Seite eher den eigenen Vorlieben entsprechende Vorschläge angezeigt bekommt. Und eine auf den jeweiligen Nutzer zugeschnittene Werbung kann sich als etwas nervenschonender erweisen. Ob man dafür aber seine Daten preisgeben will, sollte gut überlegt werden.

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    Meinung des Autors
    Mit dem neuen Sky Q will Sky verlorenen Boden gegenüber Amazon Video, Netflix und Co. zurückgewinnen. Ob das gelingt, steht auf einem anderen Blatt. Doch in einem Punkt ist man nach dem Update schon auf dem Niveau der Mitbewerber: beim (nicht vorhandenen) Datenschutz. Doch um die Privatsphäre besser zu schützen, müssen die Kunden eine Hürde überwinden.Jetzt kommentieren!
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