• Satellit, Kabel, DVB-T, IPTV oder Livestream: Wer bei der Fußball-WM als erstes jubelt

    In den Zeiten des analogen Fernsehens wurde im Prinzip überall gleichzeitig gejubelt, denn der Zeitunterschied zwischen terrestrischer Ausstrahlung und der Übertragung per Kabel machte kaum einen Unterschied aus. Seit es digitales Fernsehen mit all seinen Spielarten gibt, hat sich das grundlegend geändert. Daher ist es inzwischen problemlos möglich, dass der eine Fan nach einem Tor bereits ein neues Bier aus dem Kühlschrank geholt hat, während manch anderer das Tor noch gar nicht gesehen hat. Wir erklären nachfolgend, wer als erstes den Torschrei loslassen darf



    Die Differenz zwischen dem eigentlichen Ereignis und der Ankunft des Signals beim Empfänger hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist dies natürlich der Übertragungsweg, denn die einzelnen Übertragungsarten wie Satellit oder Kabel transportieren die Daten unterschiedlich schnell. Zudem sind je nach Übertragungsart Zwischenschritte wie En- und/oder Decodierung notwendig, die ebenfalls für Verzögerungen sorgen. Ein weiterer Faktor kann die Technik des ausstrahlenden Senders darstellen, denn auch bei dieser entstehen teilweise Verzögerungen.


    Die Zeitschrift c't hat jetzt erneut untersucht, welcher Sender in welchem Standard über welche Übertragungsart am schnellsten beim Konsumenten ankommt. Wie es sich für eine Untersuchung zur Fußball-Weltmeisterschaft gehört, spielten bei dem Vergleich nur die beiden Sender ARD und ZDF eine Rolle, bei denen die Spiele in erster Linie übertragen werden. In beiden Fällen zeigte sich, dass Satelliten-Nutzern die Nase immer einen Tick vorne haben. Und es beweist im Prinzip auch, dass das herkömmliche Fernsehen dem Livestream im Internet, zumindest in Bezug auf das Live-Erlebnis, deutlich überlegen ist. Nachfolgend die einzelnen Werte in der Übersicht:


    https://www.winboard.org/artikel-attachments/92815-fussball-wm-tv-verzoegerung.jpg

    Auffällig ist, welche große Verzögerung es beim Empfang als Internet-Stream gibt. Je nach gewähltem Dienst sowie der entsprechenden Hard- beziehungsweise Software können nämlich über 50 Sekunden vergehen, bevor ein Tor zu sehen ist. In diesem Punkt gibt es so gut wie keine Verbesserung gegenüber den Tests zur WM 2014 sowie der EM 2016, bei denen ähnliche Zeitunterschiede festgestellt wurden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man am besten dort schaut, wo es Satellitenempfang oder DVB-T2 gibt.


    Anmerkung: nicht getestet wurde bislang der Empfang in Ultra HD, der bei einigen Spielen über Sky möglich sein wird. Hier dürfte es aufgrund der notwendigen Bildbearbeitung zu Verzögerungen kommen, doch schneller als ein Livestream sollte es allemal sein.

    (Quelle: heise)
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    Meinung des Autors
    Früher war nicht alles besser, doch zumindest haben alle Fernsehzuschauer bei Toren gleichzeitig gejubelt. Inzwischen sieht das längst anders aus, denn es kann extreme Zeitunterschiede geben, bis man ein Tor zu sehen bekommt. Und es ist schon blöd, wenn beim Nachbarn oder in der Kneipe nebenan früher gejubelt wird.Jetzt kommentieren!
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