• Intel Coffee Lake - nach BIOS-Modifikation auch auf Chipsätzen der 100er- und 200er-Serie einsetzbar

    Anders als bei AMD wird dem Chip-Hersteller Intel nachgesagt, dass mit jeder neuen Prozessor-Generation auch ein neuer Chipsatz und damit einhergehend ein neues Mainboard fällig ist, auch wenn der aktuelle Sockel LGA1151 seit nunmehr drei Chipsatz-Generationen im Einsatz ist und die CPU physisch passen müsste. Um herauszufinden, was an Intels Aussage dran ist, dass die neuen Coffee Lake CPUs durch ihre allgemein höhere Kern-Anzahl spezielle elektrische Leitungen voraussetzen, welche die Mainboards der 100er und 200er-Generation nicht aufbieten können, haben sich BIOS-Modder als Ziel gesetzt, Coffee Lake CPUs auf älteren Platinen zum Laufen zu bekommen



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    Vielen Intel-Nutzern dürfte der Umstand sauer aufstoßen, dass mit jeder neuen Prozessor-Generation automatisch auch ein neues Mainboard benötigt wird, obwohl der aktuelle Sockel LGA1151 bereits seit drei Generationen im Einsatz ist, wodurch die sechste, siebte und auch die achte Intel Core-Generation zumindest physisch in diesen Sockel passen müsste. Seit der Einführung der Coffee Lake-Generation (8. Core-Generation) soll Intel allerdings über eine Software-Sperre verhindern, dass die CPUs auch mit älteren Mainboards der 100er- und 200er-Chipsatz-Serien kompatibel sind. Die dafür zuständige Software enthält neben einem Microcode sowie dem Treiber für die integrierten Grafikeinheiten auch Bereiche der Intel Management Engine, welche dem BIOS mitteilt, welcher Prozessor gerade im Einsatz ist.


    Genau diese Bereiche haben nun BIOS-Modder aus dem Overclock.net-Forum genauer unter die Lupe genommen, extrahiert und neben der Beseitigung von Stabilitätsproblemen in die Mainboards der älteren Chipsatze implementiert. Im Ergebnis lassen sich sämtliche Vierkern-Prozessoren der Coffee Lake (Core i3) Reihe völlig problemlos einsetzen. Bezüglich der größeren Sechskerner (Core i5 und Core i7) rät man allerdings zur Vorsicht, da diese CPUs eine deutlich höhere Spannung für den Betrieb benötigen, welche nicht alle Mainboards der älteren Generation aufbringen könnten.


    Diese Ergebnisse zeigen deutlich auf, dass Intel sehr wohl hätte dafür sorgen können, dass zumindest einige Nutzer ihr älteres Mainboard mit 100er- oder auch 200er-Chipsatz auch für die Coffee-Lake-Generation einsetzen können. Vermutlich wollte sich Intel bezüglich der Kompatibilität sowie auch der dafür notwendigen erhöhten Spannungen nur absichern, wodurch nicht ein einziger Prozessor der Kaby Lake Generation auf einem Mainboard der 100er- respektive auch 200er-Chipsatz-Serie zum Einsatz gelangen sollte.



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    Die Thematik mit der Sockel- beziehungsweise Chipsatz-Inkompatibilität bei Intel ist leider nicht neu, da sie bereits seit mehreren Generationen verwendet wird. Wie schön waren noch die Zeiten, als man einen Sockel-370-Celeron via Adapter auf einem mehrere Jahre alten Slot1-Mainboard wie dem berühmten ASUS P2B in Betrieb nehmen konnte. Jetzt muss man für ein Upgrade fast den gesamten Rechner tauschen. Sorry Intel, aber in solchen Fällen darf man sich dann nicht wundern, wenn die Kundschaft zur Konkurrenz abwandert, zumal diese mittlerweile wieder ebenbürtig ist.Jetzt kommentieren!
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