• AMD Ryzen-CPUs übergeben Führungsrolle bei Marktanteilen an Intel Coffee Lake CPUs

    Der Chiphersteller AMD hat im vergangenen Jahr mit seinen Ryzen-CPUs ein Comeback feiern können, welches selbst die besten Optimisten nicht erwartet haben. Einige Monate lang lagen die Verkaufszahlen sogar vor denen des mächtigen Konkurrenten Intel, was sich aber nun seit der breiteren Verfügbarkeit der neuen Intel Coffee Lake Familie nun wieder zu drehen scheint. Aus unterschiedlichen Gründen haben sich die Verkaufszahlen mittlerweile wieder zu Gunsten von Intel geändert, zumindest wenn man nach den Verkaufsstatistiken des deutschen Händlers Mindfactory geht



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    Schon seit längerer Zeit gilt der deutsche Händler Mindfactory mit seinen monatlichen Verkaufsstatistiken als gute Quelle für die Beliebtheit von Hardware, zumindest im deutschsprachigen Raum. Nachdem die CPUs aus dem Hause Intel für viele Jahre die Führung hinsichtlich der Verkaufszahlen und somit einhergehend auch ihrer Beliebtheit für sich beanspruchen konnten, hat sich dieses Bild im August vergangenen Jahres zu Gunsten von AMD gedreht. Speziell die beiden Modelle "Ryzen 5 1600" sowie "Ryzen 7 1700" erfreuten sich bei den Kunden einer großen Beliebtheit, da sie hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses einfach unschlagbar sind.


    Aus diesem Grund konnten die Ryzen-CPUs aus dem Hause AMD von August 2017 bis einschließlich November 2017 einen klaren Vorsprung bezüglich ihrer Verkaufszahlen herausarbeiten, welcher mit 58 zu 42 Prozent erstmals seit Jahren wieder zu Gunsten von AMD ausgefallen ist. Obwohl Intel bereits im November vergangenen Jahres seine neue Coffee Lake Generation in den Handel entlassen hat, die aufgrund von Lieferschwierigkeiten und damit einhergehend auch überhöhten Preisen gerne auch als "Paperlaunch" bezeichnet wird, haben sich diese Verkaufszahlen mit steigender Verfügbarkeit wieder zu Gunsten von Intel entwickelt. Laut einem Beitrag von Reddit haben die Intel Coffee-Lake-CPU-Modelle Core i5-8600K sowie Core i7 8700K schon im Dezember dafür sorgen können, dass Intel wieder die Führung übernehmen konnte, welche den Rückstand der vorherigen 42 Prozent auf einen Vorsprung in Höhe von 54 Prozent wandeln konnten. Im Januar diesen Jahres lag das Verhältnis dann wieder bei 58 zu 42 Prozent, nur dass die dominierenden 58 Prozent wieder Intel zugesprochen werden konnten.


    Fazit:


    Selbst mit einem "Marktanteil" in Deutschland von 42 Prozentpunkten liegen die AMD CPUs auf einem Niveau, welches doppelt so hoch ist, wie das im Vorjahreszeitraum, also bevor Ryzen überhaupt auf den Markt gebracht worden ist. Zudem darf man auch nicht vergessen, dass viele Kunden durch das jahrelange Intel-Monopol immer wieder bei Intel bleiben, so nach dem Motto: "Da weiß ich, was ich bekomme."

    Andererseits darf man nicht aus den Augen verlieren, dass bereits im April diesen Jahres das Refresh der Ryzen-CPUs in Form der 2000er-Serie ansteht, weshalb viele Kunden lieber eine Wartezeit in Kauf nehmen, als zu einem "Auslaufmodell" der 1000er-Serie zu greifen. Alles in Allem hält AMD mit seinem Ryzen-CPUs einen Chip in den Händen, der noch sehr viel Potential hat.

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    AMD Ryzen-CPUs übergeben Führungsrolle bei Marktanteilen an Intel Coffee Lake CPUs

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    Meinung des Autors
    Ich möchte mich zwar nicht als AMD-Fanboy bezeichnen, aber als Jemanden, der den Markt und seine Entwicklung beobachtet. Ich finde es daher erstaunlich, wie viele Kunden immer noch zu CPUs von Intel greifen, einem Konzern, der ohne das Vorpreschen von AMD selbst heute noch Quad-Core-CPUs verkaufen würde, wie schon vor 8 Jahren. Klar ist aufgrund mangelnden Interesses bei vielen das Bild im Kopf gefestigt "kauf Intel, denn Intel ist gut und deutlich besser als AMD", was auch die aktuellen Verkaufszahlen wieder eindrucksvoll bestätigen. Aber immerhin scheinen ehemalige Intel-Nutzer nun auch AMD zu vertrauen, wodurch das in Kalifornien ansässige Unternehmen gestärkt hervor geht und wieder einen kleinen, aber feinen Konkurrenten zum Global-Player Intel darstellt. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft, was wir im vergangenen Jahr eindrucksvoll demonstriert bekommen haben, meint ihr nicht?Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Zumindest in Sachen P/L hat AMD die Nase vorn und was die verlöteten Heatspreader angeht auch.Toll das man AMD´s nicht köpfen muss....
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      So siehts aus Alfiator,

      doch muss ich als ehemaliger Overclocker auch sagen, dass es heutzutage nicht mehr zwingend notwendig ist, CPUs übertakten zu müssen. Die gebotene Leistung von 3,5 bis 4,0 GHz bei dem Großteil der aktuellen CPUs (AMD und Intel) ist doch vollkommen ausreichend für nahezu jedwede Anwendung. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn Leute ihre Intel-CPU auf 5,0 GHz und mehr übertakten und dann damit nichts weiter machen als CS:GO u.ä. zu zocken Zumal sollte mittlerweile auch bei "Gamern" im letzten Hinterwelter-Dorf angekommen sein, dass eine gesunde Mischung aus CPU- sowie GPU-Rechenpower, abgestimmt auf einem guten Board mit ausreichend RAM sowie einer guten SSD wichtiger ist als alles andere. Aber Jeder wie er gerne möchte.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Alles eine Frage der Betrachtung. Eine von 3.5 auf 4.5GHz übertaktbare CPU kann auch als eine von 4.5GHz auf 3.5GHz gedrosselte CPU betrachtetet werden. - Ich habe eine CPU bezahlt die 4.5GHz kann, also will ich auch 4.5GHz haben, und keine gedrosselte.

      Ernsthaft, OC ist mittlerweile so normal, dass ich der Meinung bin dass sowohl Intel als auch AMD ihre CPUs bewusst stärker drosseln, um dem dem Kunden Luft zum Übertakten zu geben. Die OC Leistung ist keine Geschenkte Leistung mehr, die man dem Hersteller aus der Tasche zieht, für die hat man definitiv mit bezahlt. Wer sie nicht nutzt betrügt sich irgendwie selbst.