• Grafikkarten-Preise sollen sowohl bei AMD als auch Nvidia wieder ansteigen - UPDATE II

    Aus Taiwan stammenden Gerüchten zufolge sollen die Boardpartner von AMD und Nvidia in den kommenden Tagen und Wochen wieder die Preise von Mittel- und Oberklasse-Grafikkarten anheben, da nicht nur die GPU-Lieferungen zurückgegangen sind, sondern zudem auch die Speicherpreise weiter klettern. Untermauert werden diese Gerüchte bereits durch einen Blick in die Preisvergleichsportale, welche bereits Preisanstiege bei AMD- als auch Nvidia-Grafikkarten nachweisen können



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    UPDATE vom 15.01.2018 - 10:59 Uhr


    Betrachtet man die Preisentwicklung der wirklich lieferbaren Grafikkarten, fällt der Preisanstieg leider viel höher aus als bislang gedacht. Laut Aussage der Kollegen von Computerbase, sollen beim Großteil der beliebtesten Grafikkarten alleine die Großhandelspreise um 15 bis 20 Prozent angestiegen sein, was sich zwangsläufig auch auf die Preise für Endverbraucher auswirkt. Im dortigen Vergleich der Preise zwischen Anfang Dezember und dem heutigen 15. Januar sind Preissteigerungen bei tatsächlich verfügbaren Modellen der AMD Radeon RX 560, 570, 580, Vega 56, Vega 64 sowie Nvidia GeForce GTX 1050Ti, 1060, 1070, 1070 Ti, 1080 sowie 1080 Ti Serien zwischen einem und undglaublichen 58 Prozent zu beobachten.


    Für einen Großteil dieser Preissteigerungen macht man den bereits erwähnten Anstieg der Krypto-Währungen und der somit einhergehenden starken Nachfrage verantwortlich. Allerdings trifft das nicht unbedingt auf AMDs derzeitige High-End-Serie der Vega-Generation zu. In letzterem Fall ist die Preissteigerung vom Wirtschaftsfaktor "Angebot und Nachfrage" abhängig, da AMD nach dem Produktionsstopp der eigenen Referenz-Modelle immer noch viel zu wenige Chips an seine Partnerhersteller ausliefert. Seitens AMD soll aber bereits vor einigen Tagen verkündet worden sein, dass sich die Situation künftig nur noch verbessern kann, so dass sich die Liefersituation gegen Ende März wieder entspannen dürfte.


    Dagegen sollte man auch bedenken, dass die aktuelle Pascal-Generation bei Nvidia kurz vor ihrem Auslaufen steht und die Produktion entsprechend zurückgefahren wird. Eine Produktvorstellung der Nachfolger-Generation mit der wohlklingenden Bezeichnung "Ampere" wird für das zweite Quartal erwartet.



    UPDATE vom 10.01.2018 - 17:23 Uhr


    Wie die Kollegen von digitimes zum Zeitpunkt der Artikelerstellung vergangene Woche vermutet haben, sind die Preiserhöhungen der Grafikkarten auch im deutschen Handel angekommen. Vor allem die bei den Minern beliebten Grafikkarten sind von den Preissteigerungen betroffen, was ein Blick in die Preisvergleichsportale wie zum Beispiel geizhals.de zeigt. Hat der Ethereum-Coin RTH erst vor kurzem die 1.000-Euro-Marke überschritten, können auch andere Krypto-Währungen wie zum Beispiel Monero (XMR) von stetigen Zuwachsraten und somit Lukrativität profitieren.


    Doch auch die durch den erhöhten Bedarf im mobilen Sektor hervorgerufenen Produktionsengpässe wirken sich auf weitere Preissteigerungen von DDR4-, GDDR5, GDDR5X- und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch HBM2-Speicher aus. Dadurch sind Varianten der AMD-Mittelklasse-Grafikkarte Radeon RX 580 mit 8 Gigabyte GDDR5-Speicher mittlerweile wieder auf Verkaufspreise ab 340 Euro geklettert, obwohl diese zwischenzeitlich für rund 250 Euro erhältlich gewesen sind. Während sich Nvidias Mittelklasse-Modell in Form der GeForce GTX 1060 (3G sowie 6G) noch relativ preisstabil gibt, befindet sich das größere Schwestermodell in Form der GeForce GTX 1070 auf einem preislichen Höhenflug, welcher aktuell bei 450 Euro beginnt. Für die zwischengeschobene GeForce GTX 1070 Ti, welche es noch im Dezember für 450 Euro gegeben hat, müssen mittlerweile mindestens 480 Euro auf den Tisch gelegt werden. Der Einstieg in die Oberklasse in Form der GeForce GTX 1080 beginnt mittlerweile ab 530 Euro, obwohl einige dieser Modelle kurzzeitig unter 500 Euro gerutscht waren. Der Einstieg in die Welt der GeForce GTX 1080 Ti (Custom Design) liegt mittlerweile wieder bei 730 Euro, was ebenfalls einen, wenn auch kleinen Anstieg darstellt.



    Original-Artikel vom 04.01.2018 - 17:11 Uhr


    Das leidige Thema um steigende Hardwarepreise hat das Jahr 2017 überdauert und wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Wie die aus Taiwan stammenden Kollegen von digitimes.com (via pcghw) berichten, sollen die Boardpartner von AMD als auch Nvidia ihre Grafikkarten der Mittel- und Oberklasse mit entsprechenden Preissteigerungen versehen. Dies soll vor allem daran liegen, dass nicht nur der Speicher immer knapper wird, sondern jetzt auch die zugelieferte Menge an GPUs abnehmen soll.


    Während der Anstieg der Speicherpreise schon seit gut eineinhalb Jahren unter anderem beim Arbeitsspeicher zu beobachten ist, was unter anderem dem erhöhten Bedarf im Smartphone- sowie Server-Bereich geschuldet ist und die Speicherhersteller entsprechend ihre DRAM-Produktion darauf ausrichten, soll jetzt neben dem Grafikchip-Hersteller AMD auch Nvidia dafür sorgen, dass die Boardpartner mit deutlich weniger Chips auskommen müssen.


    Zusätzlich gehen die Boardpartner laut den Kollegen von digitimes nicht davon aus, dass die Nachfrage an Grafikkarten für Miner abnehmen dürfte - zumindest noch nicht im ersten Quartal 2018. Aus diesen Gründen erwartet man einen Preisanstieg zwischen fünf und 20 US-Dollar, wodurch wiederum das Kaufinteresse bei den Desktop-Nutzern sinken dürfte.


    Auch wenn nicht nachzuweisen ist, dass der Preisanstieg im deutschen Markt in den letzten Tagen und Wochen mit den aktuellen Gerüchten verknüpft ist, lässt sich auch hier schon eine Preissteigerung feststellen, welche die beliebtesten Grafikkartenserien betrifft. So müssen nicht nur für AMDs Radeon RX 580/8G in den letzten Tagen wieder 300 Euro und mehr (bisher 260 bis 280 Euro) bezahlt werden, sondern auch bei Nvidia werden die Modelle nachweislich wieder teurer. So pendelt eine GeForce GTX 1070 wieder Richtung 450 Euro (bisher im Schnitt 20 Euro günstiger), sondern ist auch eine GeForce GTX 1070Ti kaum noch unterhalb der UVP in Höhe von 469 Euro zu bekommen. Die Oberklasse-Karte in Form der GeForce GTX 1080 ist ebenfalls um ein paar Euro gestiegen und mittlerweile nicht mehr für knapp unter 500 Euro erhältlich.


    Ungeklärt ist der Umstand, wann wieder mit einer Entspannung der Preise zu rechnen ist.

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    Meinung des Autors
    Grafikkarten und Arbeitsspeicher stellen aktuell die teuersten Komponenten in einem PC dar - im Verhältnis betrachtet. Da ist es nur nachvollziehbar, dass immer noch so viele Nutzer mit einem Upgrade warten. Persönlich sehe ich aber keinen Zeitpunkt in naher Zukunft, an dem sich das noch ändern könnte, ihr etwa?Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Abwarten,ich setz´ schon mal Tee auf;geschlürft ist der dann schnell.Wie war das: Niemand braucht mehr als 640 KB RAM....
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