• AMDs RX Vega 56 und RX Vega 64 - Produktion der Referenz-Modelle an Boardpartner Biostar ausgelagert

    Da sich Chiphersteller AMD künftig mehr auf die Produktion der Vega-GPUs an sich konzentrieren möchte, hat der Chiphersteller die Fertigung der Grafikkarten im Referenz-Design an Boardpartner Biostar abgegeben. Das Referenz-Design umfasst derzeit sowohl die Radeon RX Vega 56 (VAVAL5VM88), die Radeon RX Vega in der luftgekühlten Variante (VAVAT5VM88) sowie auch die Radeon RX Vega 64 als Liquid-Cooled-Edition (VAVAX5VM88), welchen allesamt mit sinkenden Verkaufspreisen gesegnet werden könnten



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    Bislang war die Entwicklung der Grafikkarten bei Nvidia und AMD ähnlich, da beide Hersteller die ersten Modelle immer in Eigenproduktion als so genanntes Referenz-Design auf den Markt gebracht haben. Zumindest bei den neuen Vega-Grafikkarten verabschiedet sich AMD jetzt von diesem Weg, da deren Produktion laut den Informationen von guru3d.com künftig und nach Absprache mit AMD durch den Bordpartner Biostar übernommen werden soll.


    Für AMD selbst bedeutet dieser Schritt, dass man sich somit mehr auf die eigentliche Produktion der Vega-Chips konzentrieren und durch die freigewordenen Ressourcen auch größere Stückzahlen bewerkstelligen könne. Die Produktion der Vega-Grafikkarten, welche auch die Fertigung des PCBs sowie die Integration des HBM-Speichers beinhaltet, wird an Biostar übergeben. Für den Endkunden dürfte sich diese Änderung positiv auswirken, da die von Biostar aufgerufenen Preise günstiger als bei AMD ausfallen und wie folgt aussehen werden:



    • BIOSTAR Radeon RX Vega 56 (VAVAL5VM88) $549
    • BIOSTAR Radeon RX Vega 64 Air-cooled Edition (VAVAT5VM88) $689
    • BIOSTAR Radeon RX Vega 64 Water-cooled Edition (VAVAX5VM88) $799



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    Unbekannt sind allerdings noch die Preise, die hierzulande aufgerufen werden könnten sowie auch die Antwort auf die Frage, ob AMD alle künftigen GPU-Generationen wie zum Beispiel die für das kommende Jahr erwartete Navi-Generation ebenfalls über Biostar fertigen lässt, oder ob dieser Deal ausschließlich die Vega-Reihe betrifft.

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    Für mich ist diese Information im Grunde nur eine Randnotiz, da selbst andere Boardpartner wie Gigabyte, Sapphire oder auch XFX ihrerseits Vega-GPUs im Referenzdesign vertreiben. Einzig der Umstand, dass AMD nicht mehr selbst, sondern eben den im Grafikkartenmarkt bislang unbekannten (Mainboardhersteller) Biostar für die Produktion einspannt, dürfte nicht wirklich etwas ändern, außer dass sich AMD dem Bereich der eigenen Endfertigung entzieht. Für die meisten Leser dürften die Custom-Modelle sowieso viel interessanter werden, oder?Jetzt kommentieren!
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    1. Avatar von DonJean
      DonJean -
      Da stellt sich die Frage, ob man die Kapazitäten dementsprechend wirklich für die reine Chip-Fertigung verwendet. Falls ja, könnte da evtl zu einer größeren und besser in sich greifenden Produktionskette führen, was wiederum evtl. zu generell günstigeren Chips führen könnte. Viel wenn und aber, könnte aber am Ende sogar den Preis positiv beeinflussen.
      Sollte man dann ebenfalls noch durch eine zielgerichtetere Produktion plus Fertigungsanlagen damit Produkte mit ein paar Prozent mehr Leistung oder weniger Verbrauch erzeugen können, hätte man eine sehr gute Lage Ausgangslage geschaffen.

      Alles aber reine Gedankenspielerei, vermutlich kommt am Ende beim Kunden wenig an - der eben, wie zurecht angemerkt, eher auf die Custom-Modelle schielt.