• AMD Navi-Grafikkarten möglicherweise mit GDDR6-Videospeicher

    Auch wenn AMD bei seinen High-End-Karten auf den teuren HBM-Speicher (High Bandwith Memory) setzt, wurde in der Mittel- und Einstiegsklasse der wesentlich günstigere GDDR5-Speicher verwendet. Mit der im kommenden Jahr erwarteten Grafikkarten-Generation, welche auf Basis der neuen Navi-Architektur veröffentlicht werden soll, könnte schon der neue GDDR6-Videospeicher zum Einsatz gelangen, welcher eine ähnliche Performance wie bei der ersten Generation HBM-Speicher aufweist. Unklar ist zur Zeit allerdings, ob AMD auch seine kommende Flaggschiff-Serie mit dem GDDR6-Speicher ausstatten wird oder ob hier eine verbesserte HBM-Speicher-Version zum Einsatz kommt



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    Da der bei AMDs Grafikkarten der Einstiegs- und Mittelklasse-Modelle bislang verwendete GDDR5-Speicher mittlerweille an seine Grenzen gestoßen ist und die Ausstattung dieser mit HBM-Speicher wie bei der aktuellen Vega-Serie einfach nicht rentabel ausfällt, müssen bei AMDs kommenden Grafikkarten-Modellen der Navi-Serie neue Wege eingeschlagen werden. Wie ein AMD-Angestellter über seine LinkedIn-Seite via WCCFTech jetzt angedeutet hat, entwickelt AMD allen Anschein nach schon einen GDDR6-Controller, welcher zumindest für die kommende Navi-Einstiegs- sowie auch Mittelklasse vorgesehen sein wird.


    Unklar ist allerdings, ob auch die kommenden High-End-Karten, welche in absehbarer Zeit - aber nicht vor Ende kommenden Jahres - die aktuelle Vega-Architektur ablösen werden, statt auch HBM-Speicher ebenfalls auf den GDDR6-Speicher setzen werden. Auch wenn der direkt in der GPU integrierte High-Bandwith-Speicher durch sein breites Speicherinterface sowie die damit einhergehenden hohen Übertragungsraten als Speicherstandard der Zukunft angesehen wurde, hat sich im Rahmen der Produktion schnell herausgestellt, dass sich nicht nur die Fertigung sowie Integration des Speicherexoten als aufwendig zu bezeichnen gewesen ist, sondern die Produktion zudem sehr teuer ausgefallen ist, wodurch AMD an den aktuellen Vega-Karten weniger verdient, als an anderen Modellen, die noch auf den älteren, aber deutlich billiger zu produzierenden GDDR5-Standard setzen.


    Wie die nachfolgende Liste zeigt, verbaut auch Nvidia den High-Bandwith-Speicher, allerdings ausschließlich in den für den Compute-Bereich gedachten Tesla-GPUs.



    Grafikkarten-Modell und Hersteller
    Speicher-Technologie
    Speichergeschwindigkeit Busbreite Speicherbandbreite Veröffentlichungs-Zeitraum
    AMD Radeon R9 Fury X
    HBM1 1,0 Gbps 4.096 Bit 512 GB/s 2015
    Nvidia GeForce GTX 1080
    GDDR5X
    10,0 Gbps 256 Bit 320 GB/s 2016
    Nvidia Tesla P100 HBM2 1,4 Gbps 4.096 Bit 720 GB/s 2016
    Nvidia Titan XP GDDR5X 11,4 Gbps 384 Bit 547 GB/s 2017
    Nvidia Tesla V100 HBM2
    1,7 Gbps
    4.096 Bit
    901 GB/s
    2017
    AMD Radeon RX Vega 64
    HBM2 1,9 Gbps 2.048 Bit 483 GB/s 2017
    Nvidia Volta GPU with 256-Bit bus
    GDDR6
    16,0 Gbps 256 Bit 512 GB/s 2018
    Nvidia Volta GPU with 384-Bit bus GDDR6 16,0 Gbps 384 Bit 768 GB/s 2018



    Da die Speicherhersteller wie SK Hynix, Micron und auch Samsung in den letzten Jahren nicht untätig gewesen sind und immer wieder neue Fertigungsstraßen eröffnet haben, hat sich der GDDR5-Speicher mittlerweile zum GDDR5X-Speicher weiterentwickelt, wie er zum Beispiel in der Nvidia GeForce GTX 1080Ti zum Einsatz kommt, und wird als GDDR6 in den für das kommende Jahr angekündigten Volta-GPUs verbaut sein.

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    AMD Navi-Grafikkarten möglicherweise mit GDDR6-Videospeicher

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    Meinung des Autors
    Speziell bei grafisch aufwendigen Rechenoperationen, worunter natürlich auch Games fallen (können), kommen nicht nur dem verwendeten Grafikprozessor, sondern auch der Anzahl sowie der Art des verwendeten Grafikspeichers eine entscheidende Rolle zu. Meiner Meinung nach hat sich AMD mit dem Verbauen von HBM-Speicher in Consumer-Grafikkarten keinen Gefallen getan, da es an dieser Stelle sicherlich auch GDDR5 oder GDDR5X-Speicher wie bei Nvidia auch getan hätte, welcher wesentlich günstiger im Einkauf gewesen ist. Bedenkt man aber die Enwticklung der Vega Frontier Edition, welche gegen Nvidias Titan oder eher Tesla-Serie angetreten ist, erscheint es andererseits auch wieder logisch, dass AMD für die kleineren Vega Karten der Serie 56 und 64 nicht extra das Produktionsverfahren umstellt. Die sich mir eher stellende Frage lautet eher, warum AMD die Busbreite bei Vega auf 2.048 Bit beschnitten hat und nicht wie bei Tesla die volle Busbreite von 4.096 Bit verwendet hat. Hätte der dadurch mögliche Performance-Schub weitere bzw. größere Auswirkungen auf den Preis gehabt?Jetzt kommentieren!
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