• Xbox Kinect: Produktion eingestellt - so viele Exemplare wurden verkauft

    Als Microsoft im November 2010 ein Zusatzmodul zur Bewegungssteuerung für die Xbox auf den Markt brachte, wurde dieses auch als (späte) Antwort auf die Spielkonsole Nintendo Wii angesehen. Zu mehr als einem Achtungserfolg hat es aber nicht gereicht, und jetzt geht dieses Kapitel auch zu Ende. Doch tot ist die Technologie deshalb definitiv nicht



    Von der Kinect-Hardware gab und gibt es zwei Versionen. Eine für die ältere Xbox 360 sowie eine für die noch immer aktuelle Xbox One. Und beide können auch noch neu gekauft werden, denn bis jetzt lief die Produktion noch. Doch laut einem Bericht von Co.Design wird die Fertigung jetzt beendet. Dabei beruft man sich auf ein Interview mit Alex Kipman, dem Entwickler von Kinect, sowie Matthew Lapsen als General Manage des Xbox Devices Marketing. Nachdem die Restbestände im Handel abverkauft sind wird es also keine neuen Module mehr geben. Der Support der Hardware ist allerdings noch für längere Zeit gesichert, auf neue Funktionen muss allerdings nach der Einstellung ebenfalls verzichtet werden.


    Dabei klingen die nackten Zahlen durchaus nach einer Erfolgsgeschichte. Dank einer umfangreichen Werbekampagne in Höhe von 500 Millionen US-Dollar erlangte die Bewegungssteuerung für die Xbox 360 recht schnell große Bekanntheit. Eine echten Push gab es jedoch erst mit der Xbox One, die eine verbesserte Hardware und deutlich mehr an Kinect angepasste Spiele mit sich brachte. Insgesamt sollen 35 Millionen Einheiten verkauft worden sein. Im Vergleich zu den knapp über 100 Millionen Einheiten der Nintendo Wii seit 2006 klingt das in der Tat beachtlich. Doch die Sache hat einen Haken: bis vor rund drei Jahren wurde die Xbox One zusammen mit Kinect verkauft. Doch etliche dieser zwangsweise erworbenen Geräte dürften die Verpackung nie verlassen haben oder zumindest recht schnell dorthin zurückgekehrt sein. Das hat mehrere Gründe. Hauptsächlich liegt es daran, dass die Spiele und ihre Umsetzung in den seltensten Fällen überzeugen konnten. Doch auch die Kritik, dass eine Xbox One mit Kinect ein ideales Überwachungsgerät ist, dürfte dem Ruf nachhaltig geschadet haben.


    Doch die Technologie hinter Kinect wird von Microsoft weiterhin verwendet. So finden sich Bestandteile der Hard- und auch der dazugehörenden Software in der digitalen Sprachassistentin Cortana wieder, und auch die Gesichtserkennung über Windows Hello nutzt die Möglichkeiten. Zudem verwenden auch die Datenbrille HoloLens, die wir erst kürzlich getestet haben, sowie die neuen Windows Mixed Reality Headsets Bestandteile von Kinect. Und die Entwicklung geht weiter, denn derzeit wird die fünfte Generation des Hauptsensors entwickelt, wie der Blogger Dr. Windows berichtet.

    (Quelle: Windows Central)
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    Die nackten Zahlen weisen Kinect für die Xbox als Erfolg aus. Doch bei genauerer Betrachtung täuscht das, denn die Hardware verstaubt bei vielen Nutzern still vor sich hin - sofern sie den Karton überhaupt verlassen hat. Jetzt geht die Ära zu Ende. Zumindest was das Leben als eigenständiges Produkt angeht, denn die Technologie an sich hat noch eine Zukunft.Jetzt kommentieren!
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