• Intel Coffee Lake-S - native Sechskerner könnten schon im August den Handel erreichen

    Obwohl Intel seine ersten nativen Sechskern-Modelle für den Mainstream-Markt erst im Januar 2018 vorstellen wollte, scheint AMD mit den neuen Ryzen-CPUs so viel Druck auf das Unternehmen auszuüben, dass man sich dazu entschlossen hat, die Veröffentlichung um ein halbes Jahr vorzuverlegen. Laut diversen Quellenangaben sollen die als Coffe Lake-S bezeichneten Desktop-Prozessoren nun bereits im August diesen Jahres auf den Mainstream-Markt kommen



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    Auch wenn es nur mutmaßliche Spekulationen sind, scheint nun doch etwas Wahres daran gewesen zu sein, dass Intel seine Mainstream-Kundschaft über Jahre hinweg mit von Generation zu Generation marginal verbesserten CPU-Architekturen beliefert hat, welche in Form des größten Core i7 mit maximal vier nativen Rechenkernen sowie Hyperthreading ausgestattet gewesen sind. Die Wünsche der Kunden, endlich eine CPU mit mehr als vier nativen Rechenkernen auf den Mainstream-Plattformen zu erhalten, wurden seitens Intel nie erfüllt. Jetzt, nachdem AMD mit Ryzen trotz anfänglicher Schwierigkeiten doch einen fulminanten Marktstart hinlegen konnte und zum aktuellen Zeitpunkt CPUs mit sechs, respektive acht Rechenkernen inklusive SMT (ähnlich Intels Hyperthreading-Technologie) im Mainstream-Markt etablieren konnte, scheint man bei Intel langsam nervös zu werden.


    Wie die Kollegen von digitimes.com jetzt berichten, soll Intel die Veröffentlichung seiner neuen Mainstream-CPU von einer möglichen Vorstellung zur CES im Januar 2018 auf den August 2017 vorverlegt haben - ein Zeitraum, in welchem auch die diesjährige Gamescom (22. bis 27. August) angesiedelt ist. Obwohl Coffee Lake architektonisch auf der aktuellen Kaby Lake und CPU-seitig damit sogar auf Skylake basiert, soll die neue Generation bis zu sechs native Rechenkerne aufbieten können und möglicherweise auch auf dem Sockel 1151 Platz finden. Unklar ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings, ob nur die neuen Mainboards mit den 300er-Chipsätzen - Z370, H370, B360 und H310 die neuen CPUs unterstützen werden, oder auch die aktuelle Generation mit den 200er-Chipsätzen via Bios-Update in der Lage sein werden, diese CPUs anzusteuern.


    Zudem bleibt derzeit noch eine weitere Frage unbeantwortet. Auch wenn es denkbar ist, dass Intel seine Produktserien Core i3, Core i5 und Core i7 beibehalten wird, wie wird Intel die Abstufung hinsichtlich der Kerne gestalten. Auch hier gibt es Spekulationen, dass die kommende Core i7-Generation sechs native Rechenkerne erhält, die inklusive Hyperthreading agiert, während die Prozessoren der Core i5-Serie dann entweder mit sechs Kernen und ohne Hyperthreading oder auch in Form von vier nativen Rechenkernen inklusive Hyperthreading ausgestattet sein könnten - quasi als Erbe der aktuellen Core i7-Generation. Bei den künftigen CPUs der Core i3-Serie dürfte es möglich sein, dass diese endlich den Sprung von den nativen Zweikernern zu nativen Vierkernern schaffen, ob mit oder ohne Hyperthreading steht allerdings noch in den Sternen.


    Diese Vorverlegung könnte laut den Kollegen von digitimes durchaus eine Reaktion seitens Intel auf AMDs neue Ryzen-CPU darstellen. Inwieweit die restlichen Vermutungen bezüglich Kompatibilität zu den Chipsätzen der Mainboards und Kernverteilung eintreten werden, dürfte in den kommenden Wochen geklärt werden können, insofern Intel weitere, konkretere Informationen Preis gibt.

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    Intel Coffee Lake-S - native Sechskerner könnten schon im August den Handel erreichen

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    Meinung des Autors
    Intel befindet sich seit mehreren Jahren des Monopolismus erstmals wieder richtig unter Zugzwang, was nicht zuletzt auf das Konto von AMD geht. Bereits im Jahr 2013, als von Skylake noch gar nicht groß die Rede gewesen ist, hatte ich gehofft, dass Intel endlich mal Sechskerner in den Mainstream-Markt bringt, was wie wir alle wissen, bis heute nicht eingetreten ist. Da muss erst der kleine David alias AMD dem großen Goliath zeigen, dass auch die Mainstream-Kunden gerne mehr als vier Kerne möchten und sich weiterentwickeln wollen, anstatt auf ihren 8 Jahre alten CPUs sitzenbleiben zu müssen, weil es einfach keine Evolution gegeben hat. Vielleicht hat diese "Abzock-Politik" nun endlich ein Ende gefunden, was denkt ihr?Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von JollyRoger2408
      JollyRoger2408 -
      Vielleicht hat diese "Abzock-Politik" nun endlich ein Ende gefunden, was denkt ihr?
      Ja, das wäre zu hoffen.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Ja, wäre wirklich schön wenn sich endlich mal wieder was tut.
      Allerdings wären mir höhere Taktraten wesentlich lieber als mehr Kerne. Hohe Kernzahlen haben wir schon, wenn man mal über den Consumer Markt hinaus schaut.
    1. Avatar von Alfiator
      Alfiator -
      Zitat Zitat von G-SezZ Beitrag anzeigen
      Allerdings wären mir höhere Taktraten wesentlich lieber als mehr Kerne....
      Kommt immer drauf an was man will und die jeweilige Anwendung kann bzw unterstützt.Aber es gibt ja zum Glück den Turbomodus.Und nur weil die CPU 10 GHz Takt hat läuft Windows deswegen nicht 10 mal schneller....
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Das meinte ich auch nicht.
      Es ist nur einfach falsch dass es keine höheren Kernzahlen gibt. Die ist in den letzten Jahren geradezu explodiert. Es gibt sie in Hülle und Fülle, bis 22 Kerne kann man alles kaufen was man möchte. Nur weil die CPU einen anderen Sockel hat ist es den "Mainstreamkunden" ja nicht verboten sie zu benutzen. Was tatsächlich auf der Stelle tritt ist die Single Thread Performance, die bei steigender Kernzahl rapide abnimmt. Viele Rechenoperationen lassen sich nun mal nicht auf mehrere Threads verteilen und laufen damit langsamer als auf einem alten 4-Kerner. Die SIngle Thread Performance ist das was sich verbessern muss, alles andere gibt es schon.
    1. Avatar von K-eBeNe
      K-eBeNe -
      könntest du deine Aussage untermauern?
      Taktbereinigt sind die neuen CPU´s schon schneller, (5-10% zum Vorgänger), Thema viele Kerne und hoher Takt, viele Kerne müssen auch gekühlt werden, einen Vierkerner bekommt man thermisch einfacher unter Kontrolle als einen 8Kerner, auch sollte die Leistungsaufnahme nicht außer Acht gelassen werden, die würdenbei 4Kerner Takt dann locker bei 300W TDP liegen, man bräuchte neue Sockel + Boards, die Kosten würden massiv steigen, gerade wo doch die Konsumer immer alles für Low haben wollen.

      Das Hauptproblem liegt m.M.n. bei den Softwarebuden, Parallelisierung ist heute immer noch eine Außnahme, gibt im Konsumerbereich kaum Anwendungen die dazu in der Lage sind.

      Zu Win10 in der Industrie, setzt keiner in einem Produktivsystem ein, dazu ist es zu sehr Beta, das nächste sind die Softwarehersteller im Profibereich, diese hängen immer Jahre zurück, nehmen wir mal Siemens im Bereich SPS Software, die sind bei Win7 und jetzt haben sie es zu Win 8.1 geschafft (Tia V14), auch ihre FieldPC´s werden mit Win7 Prof ausgeliefert, Windows 10 ist auch in der Enterprise Version untauglich für Rechner auf die man sich verlassen muss, dazu ist die Treiberpolitik von Windows eine Katastrophe, derzeit testen wir Linux mit Wine und VM´s um industrielle Software nutzen zu können, da man ja bei neuen Rechnern keine Win7 Treiber mehr bekommt.
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