• Südkorea in der Krise: Samsung-Chef verhaftet, Reederei Hanjin Pleite

    Südkorea kannte über Jahre hinweg nur eine Richtung: vorwärts durch beständiges Wachstum. In den letzten Monaten und Tagen muss das Land aber einen harten Schlag nach dem anderen verdauen, denn Korruption und eine schwächelnde Weltwirtschaft fordern ihren Tribut. Hier die aktuellen Entwicklungen


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    Im Dezember wurde ein Amtsenthebungsverfahren gegen Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye eingeleitet, weil diese in eine Korruptionsaffäre verwickelt ist. Maßgeblich daran beteiligt ist das größte Unternehmen des Landes: Samsung. Dessen inoffizieller Chef Lee Jae Yong wurde jetzt in diesem Zusammenhang in Haft genommen, aktuell fristet der Milliardär sein Dasein angeblich in einer 7 Quadratmeter großen Einzelzelle ohne Dusche und mit in den Boden eingelassener Toilette. Auslöser war eine Spendensammlung einer Vertrauten der derzeit beurlaubten Präsidentin, bei der auch Samsung Beträge in Höhe von angeblich 34,5 Millionen Euro gezahlt hat.


    Doch auch ein weiteres Großunternehmen bereitet dem Land derzeit Kopfzerbrechen. Gemeint ist die Reederei Hanjin, die einstmals zu den größten Unternehmen der Branche gehörte. Nachdem man einen Schuldenberg in Höhe mehrerer Milliarden Dollar angehäuft hatte, mussten die Besitztümer des Unternehmens größtenteils verkauft und rund 1.500 Mitarbeiter entlassen werden. Das alles hat jedoch nicht gereicht, weshalb ein Gericht in der Hauptstadt Seoul Hanjin jetzt für offiziell Pleite erklärt hat. Nun wird das Großunternehmen abgewickelt, was gravierende Folgen für die Wirtschaft des Landes haben dürfte. Einen Vorgeschmack gab es bereits im vergangenen JAhr, denn aufgrund fehlender Transportkapazitäten konnte Samsung seine Ersatzteilversorgung nicht in gewohntem Maße aufrecht erhalten. Zahlreiche Kunden des Unternehmens mussten daher extrem lange auf die Reparatur ihrer Smartphones und anderer Geräte warten, wie wir auf unserer Partnerseite berichtet haben.


    Der zunehmende Protektionismus der USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump könnte die Krise in Südkorea weiter zuspitzen. Durch angekündigte Zölle für Importe aus anderen Ländern sowie einer Neugestaltung der Unternehmenssteuer könnten auch Samsung-Produkte deutlich teurer werden, was sich natürlich direkt auf die Verkaufszahlen auswirkt. Die rosigen Zeiten in einer der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt sind also erst einmal vorbei.

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    Südkorea in der Krise: Samsung-Chef verhaftet, Reederei Hanjin Pleite

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    Meinung des Autors
    Dank Unternehmen wie Samsung oder Hanjin konnte Südkorea wirtschaftlich beständig wachsen. Aktuell herrscht aber Chaos, denn Samsung steht ohne Chef da und die Reederei ist Bankrott. Das hat nicht nur finanzielle Folgen, sondern dürfte auch das große Selbstvertrauen der ganzen Nation dämpfen. Und Besserung scheint erst einmal nicht in Sicht.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Witz1
      Witz1 -
      ich war ein jahr in sued korea. die groesste krise ist die arbeitsmoral. ein guter hdi und eine hohe selbstmordrate. absolute cut-throat gesellschaft. entweder du bist der beste oder du bist niemand.
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