• AMD Radeon RX 400 - HDR-Darstellung über HDMI 2.0a nur mit 8 Bit und Dithering-Verfahren möglich

    Wer eine der neuen AMD-Grafikkarten der RX400-Familie der Polaris-Generation verbaut hat und den UHD-TV oder auch UHD-Monitor mittels HDMI- anstatt des DisplayPort-Anschlusses betreibt, muss sich unter Verwendung der HDR-Technik nur mit einer Farbtiefe von 8 Bit mit Dithering-Bildverbesserungsverfahren anstelle der üblichen 10 Bit zufrieden geben. Als Übeltäter wird hier der HDMI-2.0a-Anschluss vermutet, bei welchem man sich aufgrund der zu geringen Bandbreite auf den 8-Bit-Kompromiss geeinigt hat



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    in einer Präsentationsfolie zur Vorstellung der neuen Polaris-Chips hat man nicht nur fälschlicherweise einen HDMI-2.0b-Anschluss angekündigt, sonder ging auch noch davon aus, dass 10-Bit-HDR auf eine YCrBr-4:2:2-Unterabtastung setzt



    Auf eine Nachfrage des c't-Magazins gegenüber des Chip-Herstellers AMD, hat dieser bestätigt, dass aktuelle Grafikkarten der Radeon RX400-Familie auf Basis der Polaris-Generation die Bilder nicht in 10-Bit-Farbtiefe darstellen könne, insofern diese als UHD-Material mit einer Bildwiederholrate von 60 Herz über den HDMI-2.0a-Port ausgegeben würden. Der Grund dafür läge in der geringen Bandbreite des HDMI-2.0a-Anschlusses, wodurch AMD hier auf einen Kompromiss setzt. Dieser soll 4K-HDR-Inhalte bei 60 Hz und voller YCrBr-4:4:4-Farbabtastung (Farbunterabtastung / Chrome / Subsampling) auf 8-Bit Farbtiefe reduziert sein, wobei die Nachteile der Reduzierung durch ein sogenanntes Dithering-Verfahren im Bezug auf die Gamma-Kurve (Perceptual Curve) wieder ausgeglichen werden sollen, welches die Farbverläufe möglichst abstufungsfrei darstellen können soll.


    Es würde zwar die Möglichkeit bestehen, die Farbtiefe durchaus auf 10 Bit beizubehalten, doch müsste man dann die Abtastung auf YCrBr-4:2:2 oder gar YCrBr-4:2:0 reduzieren, was bei filigranen Details oder auch Schriftkanten zu unschönen Farbschlieren führen würde, welche Spieler zum Beispiel in der Lebens- oder Munitionsanzeige im Head-Up-Display als störend empfinden würden. Aus diesem Grund habe man sich auf die 8-Bit-Farbtiefe in Verbindung mit Dithering geeinigt, was den besten Kompromiss bei dieser Anschlussart darstellt.


    Der ebenfalls bei den Grafikkarten der RX400-Serie eingesetzte DisplayPort 1.4 erfüllt allerdings die Bandbreitenanforderungen, weshalb bei diesem auch 4K-HDR-Inhalte bei 60 Hz und voller YCrBr-4:4:4-Farbatastung sowie 10 Bit Farbtiefe übertragen werden können - insofern ein geeigneter UHD-Monitor zur Verfügung steht, welcher auch die Darstellung von HDR beherrscht.


    AMDs kommende Grafikkartengeneration Vega wird dann mit dem moderneren HDMI-2.0b-Anschluss ausgestattet sein, welcher dann die komplette Farbtiefe im vollen Farbumfang darstellen kann, wie es bereits alle neuen GeForce-Grafikkarten der GTX-1000-Serie bereits jetzt schon können.



    Bild und Material: heise
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    AMD Radeon RX 400 - HDR-Darstellung über HDMI 2.0a nur mit 8 Bit und Dithering-Verfahren möglich

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    Meinung des Autors
    Da ich selber nur auf AMD-GPUs setze, stellt dieser Artikel auch keinen Bash-Artikel gegen AMD dar. Er dient lediglich als Hinweis, dass sich HDR-Fans mit einer Polaris-GPU nicht wundern, dass die Farbtiefe unter Verwendung des HDMI-Anschlusses plötzlich abnehmen könnte. Dabei gehe ich persönlich davon aus, dass man das auch nur im direkten Vergleich mitbekommen würde. Allen anderen sage ich, wer einen UHD-Monitor oder auf UHD-TV ansteuert, sollte wissen, dass der DisplayPort-Anschluss der deutlich effektivere ist.Jetzt kommentieren!
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