• Ultra HD: Spezifikationen der 4K Blu Ray ohne 3D

    Ultra HD setzt sich sehr langsam als neuer Standard bei der Auflösung von Fernsehern durch, doch bezüglich der Software gibt es weiterhin nur wenige Angebote. Ab Ende dieses Jahres soll es erste Blu Ray Discs mit der auch 4K genannten Auflösung geben. Die Rahmenbedingungen scheinen jetzt festzustehen und liefern durchaus eine Überraschung


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    Bereits im September waren erste Berichte zu den Spezifikationen der 4K Blu Ray Discs aufgetaucht, die jetzt offenbar noch einmal genauer ausgearbeitet wurden. Laut dem Bericht einer japanischen Internetseite unter Verweis auf eine Präsentation der Blu Ray Disc Association (BDA) werden viele der damals genannten Punkte bestätigt. Die möglichen Auflösungen sind 3.840 x 2.160 (Ultra HD) oder 1.920 x 1.080 (Full HD), SD-Auflösungen werden nicht mehr unterstützt. Es kommen die HEVC/H.265-Video-Codecs zum Einsatz. Beim Farbraum wird, neben der bisherigen Videonorm BT.709, auch der neue Standard BT.2020 ermöglicht, was für deutlich buntere Farben ohne Farbverfälschungen sorgen soll.


    Die Bildqualität wird durch die Farbtiefe von 10 Bit verbessert. Dabei kommt auch das deutlich kontrastreichere High Dynamic Range (HDR) zum Einsatz, das die Tiefenwirkung des Bildes steigern soll. Die dafür notwendigen Technologien wie Dolby Vision und entsprechende Fernseher werden derzeit entwickelt. Echtes 4K-3D werden diese aber nicht verarbeiten müssen, denn die Unterstützung dieser Technologie wird offenbar nicht zu den Voraussetzungen der neuen Player gehören. Laut Aussagen eines Panasonic-Managers sollen die die Kosten für einen 4k 3D-Decoder-Chip zu hoch sein, weswegen auf diesen Standard verzichtet wird.


    Man könnte das aber auch als kleines Eingeständnis der Filmbranche werten, dass das dreidimensionales Heimkino eigentlich gescheitert ist. Auch wenn viele moderne Fernseher 3D-fähig sind, ist die Nachfrage nach entsprechender Software äußerst gering. Dementsprechend liegt der Fokus inzwischen ganz klar auf der Verbesserung des hauptsächlich genutzten 2D, während 3D allenfalls am Rande eine Rolle spielt.

    (Mit Material von: areadvd)
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    Kommentare
    1. Avatar von Unregistriert
      Unregistriert -
      Ein 4k Film, der aber nur Full-hd Auflösung hat, ist doch kein 4k mehr.

      Hoffe das dort nicht geschummelt wird und man am Ende die 4 Version schon als Full-hd gekauft hat.
    1. Avatar von Geronimo
      Geronimo -
      Die Befürchtungen kann man in der Tat haben. Es gab immerhin auch Blu Rays, auf denen ein Film in der DVD-Auflösung abgelegt war. Das war allerdings nur extrem selten und bei "Ramsch-Filmen" der übelsten Sorte von dubiosen Labeln der Fall. Bei den Major-Studios wurde immer eine 1080p oder 1080i Version geliefert, wenn auch längst nicht immer in der besten Qualität.

      Die Festlegung auf Full HD hat aber durchaus positive Aspekte, denn sie bezieht sich (in der Regel) nicht auf den eigentlichen Film, sondern viel mehr auf das Bonus-Material. Dieses muss künftig mindestens mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf der Disc gespeichert sein. Das alte Bonusmaterial in SD-Auflösung (und das oftmals noch mit den 480 Zeilen von NTSC) darf nicht mehr verwendet werden.
    1. Avatar von Schnippelsche
      Schnippelsche -
      Ich bin zwar sehr häufig auf Winboard unterwegs, um zu lesen aber sehr selten angemeldet. Dabei machen die User hier einen wirklich sehr guten Job, wie ich finde.

      Nun zu meinen Befürchtungen und Fragen: Ist es dann so, dass wir in Zukunft unsere 3D-Filme (es sind ja schon einige) einmotten können, da kein 3D-Decoder-Chip mehr verbaut wird. Oder, wird da wenigsten ein Chip verbaut, der "die Alten" 3D-Filme darstellen kann?
      Ich befürchte auch, dass 3D (Film, Anzeige- und Abspielgerät) zukünftig sehr teuer werden könnte.

      Ich habe noch alte LaserDisc's im Keller. Da blutet das Herz!

      Darum gibt es für mich, schon einige Zeit, keine Standards mehr. Und es wird alles immer Kurzlebiger.
      Sehr schade!
    1. Avatar von maniacu22
      maniacu22 -
      Zitat Zitat von Schnippelsche Beitrag anzeigen
      Ich habe noch alte LaserDisc's im Keller. Da blutet das Herz!
      dito, nur nicht im Keller, sondern schön ordentlich in den Schrank gepackt. Leider repariert keiner mehr einen Laser-Disk-Player. Mein Philips hat irgendwann aufgehört, die Disks "anzuheben", weil das für den Antrieb zuständige Gumminbändchen über die Jahre spröde geworden ist. Bisher habe ich noch keinen Ersatz gefunden, sehr schade eigentlich

      Und wenn man damit zu Saturn in die Service-Abteilung geht, staunen selbst die Techniker Bauklötze, weil sie diese Technik gar nicht mehr kennen, was wieder einiges über die Techniker aussagt. @Edit: Ich weiß, dass es sehr naiv ist, seinen LD-Player bei Saturn raparieren lassen zu wollen, aber welche Möglichkeiten gibt es denn dafür überhaupt noch? Richtig, mir fällt keine ein.

      "Die Welt ist im Wandel", ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Früher war vieles (nicht alles) besser.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Der Standard stellt nur das Minimum dar, welches der Player unterstützen muss um das entsprechende Logo tragen zu dürfen. Zusätzlich zu diesen Funktionen dürfen die Hersteller natürlich auch eine 3D Funktion einbauen, was sie auch ganz sicher tun werden solange sie damit Käufer locken können. 3D war ja auch nie Bestandteil des HD Standards. So gesehen ändert sich ja gar nichts.
      Zudem steigt die Hardwareleistung der Geräte stetig, wodurch das "antiquierte" 3D zunehmend zum Kinderspiel wird das man nebenbei erledigen kann. Ich denke solange sich kein neues Laufwerk durchsetzt, in das die runden silbernen Schieben nicht mehr rein passen, wird man auch heutige 3D Titel noch wiedergeben können. Die meisten Bluray Player sind ja auch heute noch abwärtskompatibel bis zur SVCD, nur mit der VCD (VHS Qualität...) wird es wohl langsam eng. Damit dürfte die VCD das langlebigste Video Medium im Consumer Bereich sein.

      Ich finde es ganz gut dass man dieses Gimmick außen vor lässt, sonst würden sich die Hersteller gezwungen fühlen eine 3D Funktion einzubauen, um das werbewirksame Logo tragen zu dürfen. Dann gäbe es bald kaum noch reine 2D Geräte, und wir müssten alle für 3D zahlen, ob wir wollen oder nicht.
      Das scheitern des 3D-Heimkino hat man IMO richtig erkannt. Selbst von den anfangs so begeisterten 3D-Jüngern meines Bekanntenkreises setzt heute kaum noch jemand die Brille auf, weil das mittendrin Gefühl auf einer 3m entfernten Mattscheibe sowieso nicht entsteht.
      Selbst die Kinos bieten mittlerweile wieder mehr 2D Vorstellungen an. IMO ist das ganze 3D Ding gescheitert. Dafür muss erst eine bessere Technologie her. Die Elsa Revelator war schon vor 15 Jahren ein Schuss in den Ofen, und außer höheren Wiederholraten hat sich bis heute eigentlich nichts geändert.
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