Hallo
Wie Nintendo eindrucksvoll mit ihrer Wii-Konsole bewiesen haben, sind Spieler für neue Steuerungsinnovationen sehr zu begeistern. Anstatt wie sonst üblich lediglich ein paar Knöpfe zu drücken, bewegt man das Steuerungselement durch direkte Bewegung. Das Zwei-Mann-Team von Mode 7 Games bringt nun mit ihrem Low-Budget-Titel Determinance eine ähnliche Methode für den PC auf den Markt. Ob es sich dabei um eine wirklich gelungene Innovation handelt oder lediglich um einen kläglichen Versuch, auf den Wii-Zug aufzuspringen? Lest selbst und bildet euch eine eigene Meinung anhand dieses Kurztests.
Die Story von Determinance ist schnell erzählt und könnte den ein oder anderen an die Kinoreihe Highlander erinnern. Ihr steuert einen jungen Mann, der einer uralten Rasse von Kriegern entstammt, welche nur im Zweikampf mit dem Schwert besiegt werden können. Und darum geht es: Ihr duelliert euch mit den anderen Kriegern, um den Stärksten zu ermitteln.
Bevor ihr denn auszieht, euren ersten Kampf zu bestreiten, solltet ihr euch mit der Steuerung vertraut machen. Durch Bewegen der Maus schwingt ihr eure Waffe und könnt deren Winkel mit Hilfe des Mausrades verändern, um gegnerische Angriffe besser parieren zu können. Zusätzlich zu der direkteren Schwertkontrolle müsst ihr euch daran gewöhnen, dass ihr permanent in der Luft schwebt. Soll heissen, es kann euch passieren, dass ihr die Flughöhe anpassen müsst, um überhaupt eine Möglichkeit zu bekommen, mit eurer Waffe zu treffen.
Der Einzelspielerbereich bietet nur spartanische Kost, die euch lediglich für die Online-Mehrspielerschlachten trainieren soll. So könnt ihr im Arcade-Modus neue Charaktere und Kampfmöglichkeiten frei spielen, müsst hierfür jedoch stets siegreich bleiben. Verliert ihr einen Kampf, werden trotz der Möglichkeit, diesen zu wiederholen, keine neuen Elemente mehr frei gespielt und ihr müsst von vorne anfangen.
Online kämpft ihr gegen andere Mitspieler und könnt euch dabei in einer Rangliste durch erfolgreiche Duelle einen Namen machen. In den Arenen tummeln sich dabei meistens mehrere Leute, so dass es hier gilt, euch auch den Rücken von angreifenden Gegnern möglichst freizuhalten.
Fazit von Daniel Schneider:
Determinance trumpft nicht gerade durch einen hohen Umfang auf. Wer auf eine Story sowie Zwischensequenzen Wert legt, ist hier falsch. Einzig die neuartige Steuerung der Schwertkämpfe, die online mit mehreren Spielern sogar Spass machen, wäre ein Kaufgrund. Doch leider ist bei den Kämpfen viel zu oft schlichtes Glück gefragt und nicht, wie auf der Verpackung versprochen, das Können im Umgang mit dem Schwert. Mag es eine fehlerhafte Kollisionsabfrage sein, oder die noch neue Form des Kampfsystems: Warum hat man seinen Gegner jetzt auf einmal getroffen, während die Attacken davor ins Leere liefen? Dies bleibt verborgen. Die Vielzahl an Waffen macht da nicht viel gut. Die Handhabung ist bei allen identisch und ausser der Optik gibt es,auch keine weiteren Unterschiede.
Wo ich gerade von Optik spreche: Die Grafik ist sehr stark veraltet und erinnert an die Zeit, wo der erste Teil der Gothic-Reihe gerade erschienen ist. Dadurch ist es aber wiederum älteren Rechnern möglich, Determinance ohne Probleme laufen zu lassen. Was bedeutet, es spricht hardwaretechnisch eine grosse mögliche Käuferschicht an. Vom Spiel selbst her zieht die Schwertklopperei jedoch eher Menschen an, welche sich nicht durch mangelhaften Umfang und abwesende grafische Genüsse abschrecken lassen, aber neugierig auf eine neue Form von Maussteuerung sind. Interessierte sollten vor dem Kauf auf jeden Fall eine Runde Probe spielen.
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