Duke7064
20.11.2008, 13:06
Windows ohne Neustart
Wie viel Lebenszeit haben Sie schon damit verbracht, Ihrem PC beim Booten und beim Neustart zuzusehen? Damit ist jetzt Schluss: Mit unseren Tipps und Tools fahren XP und Vista ohne Wartezeit hoch.
Ein Rechnerstart kann lange dauern.
Ist nach dem Anschalten schließlich der Windows-Desktop zu sehen, kann es endlich losgehen – glaubt man! Schon bald fordert der Assistent für automatische Updates einen Neustart, wichtige Aktualisierungen müssen abgeschlossen werden. Eine Bootrunde weiter klappen Sie das Startmenü auf, stolpern über ein Tool, das Sie schon lange loswerden wollten, und de-installieren es. Leider sagt dessen De-Installer zum Abschied nicht leise Servus, sondern: erst neu starten. Unseriöse Anleitungen behaupten, dass Sie unter realistischen Bedingungen eine Bootzeit von 10 Sekunden oder weniger erreichen können. Das ist Unsinn. Der Bootvorgang von Windows XP oder Vista lässt sich zwar beschleunigen. Aber das erfordert unzählige kleine Eingriffe – und am System darf nachher nur noch wenig verändert werden. Insgesamt steht der Tuning-Aufwand im Vergleich zum Zeitgewinn in keinem lohnenswerten Verhältnis.
Nicht mehr zusehen müssen: Es ist durchaus möglich, den Rechner in Ihrer Abwesenheit booten zu lassen. Der Trick: Sie lassen das System automatisch hoch- und herunterfahren. Dann können Sie auch typische Installationen, die einen Neustart erfordern (etwa die automatischen Windows-Updates) auf eine Zeit verschieben, zu der Sie sowieso nicht am Rechner sitzen. Wir verraten, wie Sie das machen, und zeigen Ihnen außerdem, warum die meisten Neustarts nach der (De-)Installation von Programmen völlig unnötig sind.
PC fit für den Autostart machen: Ihr Rechner soll selbständig booten. Um das zu erreichen, müssen Sie als Erstes herausfinden, welche Methode sich am besten eignet. Dann konfigurieren Sie Rechner und Windows für den automatischen Start. So geht’s:
Bios-Optionen: Einstellungen für den automatischen Start: Wenn Sie den PC über „Start, Herunterfahren, Ausschalten“ herunterfahren, dann werden dabei alle Anwendungen und offenen Dateien geschlossen, und der Rechner fährt herunter. Das ist der Energiezustand G1 - S5 (siehe Tabelle auf Seite 4).
Bios-Optionen: Damit der PC später zeitgesteuert starten kann, muss eine spezielle Einstellmöglichkeit im Bios vorhanden sein. Das Bios ist die einzige Komponente, die in allen Energiezuständen mit Strom versorgt wird. Es gibt dann den Startimpuls. In der Regel können Sie im Bios Bedingungen festlegen, unter denen der Rechner aus den Energiesparzuständen (G1 - S3 oder G1 - S4) aufwachen soll. Mögliche Optionen sind etwa Starten bei Tastendruck, beim Einstecken eines USB-Sticks oder nach einer Netzwerkanfrage.
Einstellungen finden: Um zu überprüfen, ob das Bios über entsprechende Optionen verfügt, rufen Sie das Setup beim Booten auf (meist <Esc>, <F2> oder <F10>). Da es eine Reihe unterschiedlicher Bios-Hersteller und -Versionen gibt, können wir nicht allgemeingültig beschreiben, ob und an welcher Stelle die richtigen Optionen zu finden sind. Meist heißt die Rubrik „Stromversorgung“, „Power Management“, „Energieverwaltung“ oder „Erweitert“. Darin gibt es dann etwa eine Option „Startzeitpunkt im Bios“, wo Sie Termine für den automatischen Start eintragen können. Hier finden Sie gegebenenfalls auch die Aufwachoptionen für die Energiesparzustände („Suspend-States“) S1, S3 oder S4.
Alternative: Aktivieren Sie in Windows Standby oder Ruhezustand: Falls Ihr Bios keine entsprechende Option zum automatischen Start des Rechners besitzt, können Sie immer noch von Windows aus auf den Ruhezustand (Energiezustand G1 - S4) oder den Standby-Modus (G1 - S3) zurückgreifen. Aus mindestens einem dieser beiden Energiesparzustände ist es in aller Regel möglich, den Rechner zeitgesteuert aufzuwecken. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Sie nach dem Aufwecken alle geöffneten Anwendungen und Dateien so wiederfinden, wie Sie sie hinterlassen haben. Der Nachteil: Es handelt sich dabei um keinen echten Neustart. Updates und Anwendungen, die einen Neustart benötigen (siehe Seite 4), fordern diesen danach immer noch.
Modus wählen: Der Unterschied zwischen Ruhezustand und Standby liegt in der Bootzeit und im Energieverbrauch. Im Standby wird der Arbeitsspeicher weiter mit Energie versorgt – das führt zu einem höheren Verbrauch, aber dafür wacht der Rechner schneller auf. 304,8Im Ruhezustand wird der Inhalt des Arbeitsspeichers in die Datei Hiberfil.sys geschrieben und der PC dann normal abgeschaltet. Das spart Energie, erfordert aber eine vergleichsweise längere Bootzeit. Da wir den Rechner in Abwesenheit des Benutzers starten wollen, spielt die Bootzeit eine geringe Rolle – somit bevorzugen wir den Ruhezustand.
Ruhezustand aktivieren: Um ihn zu aktivieren, also möglich zu machen, brauchen Sie zunächst auf Ihrer Systempartition freien Speicherplatz mindestens von der Größe Ihres Arbeitsspeichers. Rufen Sie dann eine Eingabeaufforderung (Cmd.exe) mit Admin-Rechten auf, und geben Sie den Befehl „Powercfg -h on“ ein... (hier geht's weiter (http://www.pcwelt.de/start/software_os/systemtools/praxis/187248/windows_in_3_sekunden_booten/index2.html))
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Wie viel Lebenszeit haben Sie schon damit verbracht, Ihrem PC beim Booten und beim Neustart zuzusehen? Damit ist jetzt Schluss: Mit unseren Tipps und Tools fahren XP und Vista ohne Wartezeit hoch.
Ein Rechnerstart kann lange dauern.
Ist nach dem Anschalten schließlich der Windows-Desktop zu sehen, kann es endlich losgehen – glaubt man! Schon bald fordert der Assistent für automatische Updates einen Neustart, wichtige Aktualisierungen müssen abgeschlossen werden. Eine Bootrunde weiter klappen Sie das Startmenü auf, stolpern über ein Tool, das Sie schon lange loswerden wollten, und de-installieren es. Leider sagt dessen De-Installer zum Abschied nicht leise Servus, sondern: erst neu starten. Unseriöse Anleitungen behaupten, dass Sie unter realistischen Bedingungen eine Bootzeit von 10 Sekunden oder weniger erreichen können. Das ist Unsinn. Der Bootvorgang von Windows XP oder Vista lässt sich zwar beschleunigen. Aber das erfordert unzählige kleine Eingriffe – und am System darf nachher nur noch wenig verändert werden. Insgesamt steht der Tuning-Aufwand im Vergleich zum Zeitgewinn in keinem lohnenswerten Verhältnis.
Nicht mehr zusehen müssen: Es ist durchaus möglich, den Rechner in Ihrer Abwesenheit booten zu lassen. Der Trick: Sie lassen das System automatisch hoch- und herunterfahren. Dann können Sie auch typische Installationen, die einen Neustart erfordern (etwa die automatischen Windows-Updates) auf eine Zeit verschieben, zu der Sie sowieso nicht am Rechner sitzen. Wir verraten, wie Sie das machen, und zeigen Ihnen außerdem, warum die meisten Neustarts nach der (De-)Installation von Programmen völlig unnötig sind.
PC fit für den Autostart machen: Ihr Rechner soll selbständig booten. Um das zu erreichen, müssen Sie als Erstes herausfinden, welche Methode sich am besten eignet. Dann konfigurieren Sie Rechner und Windows für den automatischen Start. So geht’s:
Bios-Optionen: Einstellungen für den automatischen Start: Wenn Sie den PC über „Start, Herunterfahren, Ausschalten“ herunterfahren, dann werden dabei alle Anwendungen und offenen Dateien geschlossen, und der Rechner fährt herunter. Das ist der Energiezustand G1 - S5 (siehe Tabelle auf Seite 4).
Bios-Optionen: Damit der PC später zeitgesteuert starten kann, muss eine spezielle Einstellmöglichkeit im Bios vorhanden sein. Das Bios ist die einzige Komponente, die in allen Energiezuständen mit Strom versorgt wird. Es gibt dann den Startimpuls. In der Regel können Sie im Bios Bedingungen festlegen, unter denen der Rechner aus den Energiesparzuständen (G1 - S3 oder G1 - S4) aufwachen soll. Mögliche Optionen sind etwa Starten bei Tastendruck, beim Einstecken eines USB-Sticks oder nach einer Netzwerkanfrage.
Einstellungen finden: Um zu überprüfen, ob das Bios über entsprechende Optionen verfügt, rufen Sie das Setup beim Booten auf (meist <Esc>, <F2> oder <F10>). Da es eine Reihe unterschiedlicher Bios-Hersteller und -Versionen gibt, können wir nicht allgemeingültig beschreiben, ob und an welcher Stelle die richtigen Optionen zu finden sind. Meist heißt die Rubrik „Stromversorgung“, „Power Management“, „Energieverwaltung“ oder „Erweitert“. Darin gibt es dann etwa eine Option „Startzeitpunkt im Bios“, wo Sie Termine für den automatischen Start eintragen können. Hier finden Sie gegebenenfalls auch die Aufwachoptionen für die Energiesparzustände („Suspend-States“) S1, S3 oder S4.
Alternative: Aktivieren Sie in Windows Standby oder Ruhezustand: Falls Ihr Bios keine entsprechende Option zum automatischen Start des Rechners besitzt, können Sie immer noch von Windows aus auf den Ruhezustand (Energiezustand G1 - S4) oder den Standby-Modus (G1 - S3) zurückgreifen. Aus mindestens einem dieser beiden Energiesparzustände ist es in aller Regel möglich, den Rechner zeitgesteuert aufzuwecken. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Sie nach dem Aufwecken alle geöffneten Anwendungen und Dateien so wiederfinden, wie Sie sie hinterlassen haben. Der Nachteil: Es handelt sich dabei um keinen echten Neustart. Updates und Anwendungen, die einen Neustart benötigen (siehe Seite 4), fordern diesen danach immer noch.
Modus wählen: Der Unterschied zwischen Ruhezustand und Standby liegt in der Bootzeit und im Energieverbrauch. Im Standby wird der Arbeitsspeicher weiter mit Energie versorgt – das führt zu einem höheren Verbrauch, aber dafür wacht der Rechner schneller auf. 304,8Im Ruhezustand wird der Inhalt des Arbeitsspeichers in die Datei Hiberfil.sys geschrieben und der PC dann normal abgeschaltet. Das spart Energie, erfordert aber eine vergleichsweise längere Bootzeit. Da wir den Rechner in Abwesenheit des Benutzers starten wollen, spielt die Bootzeit eine geringe Rolle – somit bevorzugen wir den Ruhezustand.
Ruhezustand aktivieren: Um ihn zu aktivieren, also möglich zu machen, brauchen Sie zunächst auf Ihrer Systempartition freien Speicherplatz mindestens von der Größe Ihres Arbeitsspeichers. Rufen Sie dann eine Eingabeaufforderung (Cmd.exe) mit Admin-Rechten auf, und geben Sie den Befehl „Powercfg -h on“ ein... (hier geht's weiter (http://www.pcwelt.de/start/software_os/systemtools/praxis/187248/windows_in_3_sekunden_booten/index2.html))
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