• Tolino Vision 4 HD im Test und Vergleich mit dem Vorgänger Vision 3 HD

    Seit kurzem gibt es einen neuen eBook-Reader von Tolino, der sich in einigen wichtigen Punkten vom Vorgänger unterscheidet. Hauptmerkmal ist der neue Nacht-Modus, der für einen besseren Schlaf sorgen soll. Wir hatten die Gelegenheit, das neue Lesegerät für elektronische Bücher ausführlich zu testen und verraten nachfolgend. ob sich der Aufpreis gegenüber dem immer noch erhältlichen Vorgänger lohnt



    Im Prinzip unterscheiden sich der von uns im letzten Jahr getestete Tolino Vision 3 HD und der neue Vision 4 HD nur in zwei Punkten. Zum einen ist der Speicher von 4 auf 8 GB angewachsen. Das bedeutet, dass zum Speichern von Büchern nunmehr 6 GB statt bisher 2 GB zur Verfügung stehen. Klingt erst einmal toll, ist bei einem eBook-Reader aber eigentlich unnötig, da bereits bisher über 2,.000 Bücher gespeichert werden konnten. Nun sind es über 6.000 Stück, was bei den meisten Menschen wohl Lesestoff für mehrere Leben bedeutet. Zum anderen ist das der bereits erwähnte Nacht-Modus (auch smartLight genannt), auf den wir jetzt näher eingehen.


    Der Nachtmodus im Test:


    Ermöglicht wird dieser durch eine Kombination verschiedener LEDs. Dadurch kann die Farbtemperatur stufenlos zwischen kaltweiß und warmweiß verändert werden. Ab Werk geht das mit einem Automatikmodus (siehe Grafik unten), der dafür sorgt, dass abends und nachts wärmeres Licht zum Einsatz kommt. Dadurch soll die Ausschüttung des körpereigenen Hormons Serotonin reduziert werden, das für Schlafstörungen verantwortlich gemacht wird. Für empfindsame Naturen kann das ein gewaltiges Plus sein, ich selber konnte den Nutzen allerdings nicht nachvollziehen (was keinesfalls eine Abwertung darstellt, sondern nur ein Hinweis auf meinen üblicherweise recht guten Schlaf ist, auch wenn ich zuvor lange gelesen habe).


    http://www.winboard.org/artikel-attachments/83314-tolino-vision-4-hd-smartlight.jpg

    Im Test klappte die Farbveränderung einwandfrei, denn beim Lesen während der Dämmerung konnte beobachtet werden, wie sich die Farbtemperatur langsam, aber stetig von kalt zu warm verändert hat. Für die Zukunft wäre es allerdings wünschenswert, wenn es mehrere Stufen beim Automatik-Modus geben würde. So könnte die Lichtautomatik besser an die persönlichen Vorlieben angepasst werden. Das Tüpfelchen auf dem i wäre dann noch eine Helligkeitsautomatik, die bei Smartphones und Tablets zumeist selbstverständlich ist. Ohne die beiden Punkte kann und muss bei Bedarf auf die manuellen Einstellungen von Farbtemperatur und Display zurückgegriffen werden. Insgesamt kann die Anpassung der Farbtemperatur als überaus positiv bewertet werden, egal ob diese automatisch oder durch eigenes Verstellen erfolgt.


    Vergleich neu gegen alt:


    Hier gibt es eigentlich nichts zu sagen, denn die Geräte unterscheiden sich nicht weiter. Das bedeutet, dass auch der Vision 4 HD wassergeschützt ist und ohne Bedenken in der Badewanne, im Schwimmbad oder im Bad genutzt werden kann. Auch bei der Geschwindigkeit gibt es keine Unterschiede, denn die Hardware inklusive verwendetem Prozessor ist identisch. Das gilt auch für die Gestaltung, was allerdings nicht immer positiv ist. So sorgt die plane Displayoberfläche weiterhin dafür, dass je nach Haltung und Ablageort des Daumens gelegentlich versehentlich umgeblättert wird. Gleiches gilt für den Homebutton, der als Sensor ausgeführt ist und daher bereits auf leichte Berührungen regiert, die nicht immer absichtlich erfolgen.


    Leider wurden auch die Probleme des Vorgängers nicht beseitigt. Nach wie vor ist es so, dass umblättern auf Wunsch über "tap2flip" möglich ist. Ein leichtes Klopfen mit einem Finger auf der Rückseite soll dann zur nächsten Seite führen. Doch das klappt nach wie vor nur unzureichend, denn oftmals sind dafür mehrere Versuche nötig. Im Gegenzug reicht manchmal schon eine leichte Änderung der Handhaltung, um ungewollt nach vorn zu springen. In dem Zusammenhang wird immer noch eine Einstellmöglichkeit vermisst, über die ein Fingertipp auf die linke Displayseite vorblättert, wenn der Reader mit der linken Hand gehalten wird. Denn leider reagiert auch das Display nicht immer wie gewünscht auf die entsprechende Wischgeste des linken Daumens.


    Fazit:


    Die automatische und manuelle Anpassung der Farbtemperatur ist eine feine Sache, doch ob diese alleine den Mehrpreis von 30 Euro gegenüber dem Vorgänger wert ist (den größeren Speicher lassen wir aus den oben aufgeführten Gründen mal außen vor), muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn am Ende sind 179 Euro schon sehr viel Geld für ein vermeintlich simples Produkt wie einen eBook-Reader.


    Wer auf den Schutz gegen Wasser verzichten kann und allgemein etwas wärmeres Licht haben will, sollte sich alternativ den Tolino Shine HD für 119 Euro ansehen, den wir im vergangenen Jahr mit dem Vision 3 HD verglichen haben.


    Update, 28.11.2016, 12:00 Uhr: Die auf dem Vision 4 HD enthaltene neue Firmware-Version 1.9.0 ist jetzt auch für ältere Shine und Vision Reader verfügbar.

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    Tolino Vision 4 HD im Test und Vergleich mit dem Vorgänger Vision 3 HD

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    Meinung des Autors
    Die eBook-Reader von Tolino sind eine interessante Alternative zu Amazon Kindle und anderen Geräten. Der neue Vision 4 HD wartet jetzt mit einer äußerst innovativen Funktion auf, denn es gibt eine manuelle oder automatische Anpassung der Farbtemperatur. Ob der durchaus happige Gesamtpreis gerechtfertigt ist, versucht unser Test zu klären.Jetzt kommentieren!
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