• Toshiba im Chaos - verlustreiches Geschäftsjahr 2016/2017 könnte Insolvenz bedeuten

    Neben Sony und Panasonic gehört auch Toshiba wohl zu den bekanntesten japanischen Elektronik-Herstellern auf dem Weltmarkt. Allerdings droht dem Unternehmen durch Abschreibungen von rund 5,9 Milliarden Euro sowie einem scheidenden Manager jetzt möglicherweise die Insolvenz





    Mit ihrem Slogan "Toshiba Leading Innovation" gehört der japanische Elektronikhersteller neben Sony und Panasonic mit zu den bedeutensten seines Heimatlandes Japan. In der Computerindustrie zählt man Toshiba zu den Pionieren, schon alleine weil er diese als der Erfinder der Notebooks revolutioniert hat.


    Allerdings sind in den letzten Jahren viele Dinge falsch gelaufen. Nicht nur, dass neue Trends schlichtweg verschlafen wurden und Entwicklungen nicht mehr überzeugen konnten, sonder auch mögliche Fehlentscheidungen wie die Abgabe der Entwicklung sowie dem Vertrieb von TV-Geräten vor zwei Jahren. Zudem haben die eigenen Führungskräfte über Jahre hinweg die eigenen Investoren mit geschönten Jahresbilanzen getäuscht, welche im Unternehmen zu erheblichen Umstrukturierungen geführt haben. Wie einem Bericht von it-times zu entnehmen ist, soll jetzt auch der Verwaltungschef Shingenori Shiga seinen Hut genommen und das Unternehmen verlassen haben.


    Für seine US-amerikanische Atomkraftwerkstochter Westinghouse, sind die Kosten bei den geplanten Projekten nahezu explodiert, sodass man sich bei Toshiba nun gezwungen sieht, die gesamte Übernahme in Höhe von 712,5 Milliarden Yen (enstpricht rund 5,9 Milliarden Euro) abzuschreiben. Das wiederum würde für das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 (welches Ende März 2017 endet) einen Verlust in Höhe von 4,1 Milliarden Euro bedeuten.


    Durch diese Umstände dürfte das Unternehmen dem drohenden Bankrott immer näher rücken, was sich auch in einen auf insgesamt acht Milliarden US-Dollar gefallenen Aktienwert widerspiegelt. Laut den Kollegen von tomshardware sollen schon Anfang Januar diesen Jahres Gerüchte aufgekommen sein, dass man als Gegenmaßnahme einen Verkauf des Speichergeschäfts in Erwägung zieht, welches in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert werden könnte. Allerdings würde dies auch zur Folge haben, dass ein Anteil in Höhe von 20 Prozent an den Konkurrenten Western Digital gehen würde.

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    Meinung des Autors
    Tja, was soll ich dazu eigentlich sagen außer - aufs falsche Pferd gesetzt. Ich fand es damals schon traurig, dass Toshiba seine TV-Produktion eingestellt hat und sich stattdessen auf andere Projekte konzentriert hat. Wenn dann selbst der Führungsebene nicht mehr vertraut werden kann, kann ich nur sagen - selbst dran schuld, oder wie seht ihr das.Jetzt kommentieren!
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