• Telekom DSL-Störung: 900.000 Anschlüsse immer noch mit massiven Problemen - UPDATE 2

    Ab dem gestrigen Nachmittag haben Hunderttausende Kunden mit Telekom-DSL-Anschluss vermehrt von Verbindungsproblemen ins DSL-Netz berichtet. Obwohl viele Speedport-Router wie zum Beispiel der W921V oder auch der W723V eine aktive Verbindung anzeigen, ist sowohl das Internet als auch die Telefonie für viele Kunden nur eingeschränkt oder auch gar nicht nutzbar



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    Update 29.11.2016 10:24 Uhr


    Der gestrige Verdacht, dass es sich bei der großflächigen Störung um einen Hackerangriff handeln könnte, ist noch am gestrigen Abend von der Telekom mit folgenden Worten bestätigt worden: "Weltweit findet nach unseren Erkenntnissen derzeit ein Angriff auf Fernwartungsschnittstellen statt. Das sieht auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie so. Nach aktuellen Erkenntnissen waren auch Router von Telekom-Kunden Opfer eines Angriffs von Außen, das Netz war entsprechend nicht betroffen. Der Angriff versuchte, Router mit einer Schadsoftware zu infizieren. Dies funktionierte nicht, hatte aber bei vier bis fünf Prozent der Router einen Absturz oder Einschränkungen zur Folge. Damit war für betroffene Kunden die Nutzung der Telekom-Dienst nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Wir haben eine Reihe von Filtermaßnahmen im Netz implementiert. Diese verhindern eine Neuinfektion von Geräten."



    Update um 17:17 Uhr


    Ohne, dass seitens der Telekom eine Liste der betroffenen Router veröffentlicht worden ist, stellt man den betroffenen Kunden jetzt ein Firmware-Update zur Verfügung, das die Probleme beheben soll. Dabei müssen die betroffenen Kunden ihre Router für mindestens 30 Sekunden vom Strom trennen, wodurch nach einem Neustart die Software automatisch aktualisiert würde. Bei wem der Download nicht automatisch angestoßen würde, kann die Firmware auch nach Auswahl des betroffenen Routers direkt bei der Telekom downloaden und dann manuell aufspielen.



    Original-Artikel von 10:58 Uhr


    Obwohl die Netzverbindung laut Aussage der Telekom als störungsfrei zu bezeichnen ist und die überwiegende Mehrheit der Kunden alle Dienste uneingeschränkt nutzen kann, haben seit gestern Nachmittag um die 900.000 Kunden Probleme mit bestimmten Routern. Ein klares Fehlerbild lässt sich allerdings nicht erstellen, da einige Kunden nur mit zeitweisen Einschränkungen oder sehr starken Qualitätsschwankungen zu kämpfen haben, andere dagegen gar kein Netz haben.


    Man geht davon aus, dass die Fehler nur bei bestimmten Routern auftreten. Obwohl die Telekom derzeit noch prüft, um welche Modelle es sich genau handelt, lässt sich Kundenpostings aus dem Telekom-Forum entnehmen, dass viele der Betroffenen einen Speedport-Router der Baureihe W921V oder auch W723V nutzen. Nutzer von Fritzboxen sämtlicher Baureihen, Speedport W724V, Speedport Smart oder Router anderer Hersteller seien dagegen kaum bis gar nicht bei den Störungsmeldungen vertreten.


    Auch ein Hackerangriff kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, da man aufgrund der gezeigten Fehlerbilder auch davon ausgehen kann, "dass auf Router der genannten Typen gezielt Einfluss von außen genommen wurde, mit dem Ergebnis, dass sie sich nicht mehr im Netz anmelden können".


    Auch wenn die Telekom-Techniker sowie Mitarbeiter der Routerhersteller die ganze Nacht nach einer Lösung des Problems gearbeitet haben, kann man aktuell nur die Lösung des Router-Reboots anbieten - also den Router bei Problemen vom Stromnetz trennen und nach mehreren Minuten neu zu starten.


    Viele Kunden aus Ballungsgebieten gehen davon aus, dass sie stärker von den Störungen betroffen sind als welche aus den ländlicheren Gegenden. Dem soll aber nicht so sein, da man keinen lokalen Schwerpunkt feststellen könne. Fakt ist, dass sich die Häufigkeit der Fehlermeldungen aus Ballungsgebieten aus der Bevölkerungsverteilung ergibt und somit als statistisches Ergebnis angesehen werden könne.



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    ?
    Meinung des Autors
    Ich weiß wie es ist, zeitweise mit gestörtem oder sogar ohne DSL dasitzen zu müssen, insbesondere wenn man dieses benötigt, um seine tägliche Arbeit zu verrichten. Dieses Szenario zeigt mir aber wieder, dass auch die Telekom mit dem besten Netz Deutschlands nicht unfehlbar ist, auch wenn das Unternehmen in diesem Fall vielleicht nicht einmal die Schuld trägt. Zählt ihr auch zu den Betroffenen oder hattet Verbindungsprobleme, die ihr vielleicht selbst lösen konntet? Teilt eure Erfahrungen einfach im Kommentarbereich mit.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare
    1. Avatar von Geronimo
      Geronimo -
      Bei mir waren es gestern zwei Ausfälle, die mit einem Router-Neustart für 1 bis 2 Stunden behoben wurden. Heute morgen musste noch man neu gestartet werden, seitdem läuft es.

      Update kann ich bestätigen, soeben Version 1.41.000 auf einem Speedport W 921V installiert. Hoffentlich hilft das, denn es handelt sich offenbar um einen groß angelegten Hackerangriff auf den Fernwartungs-Port.
    1. Avatar von G-SezZ
      G-SezZ -
      Bei meinem Vater ist das Internet gestern Vormittag mal kurz ausgefallen. Das Log des Routers ist mal wieder ein Meisterwerk. Das scheint nur eine bestimmte Anzahl an Einträgen zu halten, und da es ca. alle 30 Sekunden ein LTE-Zellfino ablegt reichte es gestern Abend schon nicht mehr bis zum Vormittag zurück.
      Wie dem auch sei, er konnte keine Email mehr schicken, was daran lag dass die Liste der sicheren Email Server vermutlich durch ein Update zurück gesetzt wurde.
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